{"id":12637,"date":"2009-10-03T13:01:55","date_gmt":"2009-10-03T12:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/queer-o-mat.de\/135\/guid.html"},"modified":"2010-01-11T01:44:18","modified_gmt":"2010-01-11T00:44:18","slug":"transphobie-bekampfen-blos-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2009\/10\/transphobie-bekampfen-blos-wie\/","title":{"rendered":"Transphobie bek\u00e4mpfen! Blo\u00df wie?"},"content":{"rendered":"<p>    Den Auftakt des diesj\u00e4hrigen <a onclick=\"javascript: pageTracker._trackPageview('\/extlink\/www.wigstoeckel.com\/index2.php');\"  href=\"http:\/\/queer-o-mat.de\/exit.php?url_id=215&amp;entry_id=135\" title=\"http:\/\/www.wigstoeckel.com\/index2.php\"  onmouseover=\"window.status='http:\/\/www.wigstoeckel.com\/index2.php';return true;\" onmouseout=\"window.status='';return true;\">Wigst\u00f6ckel Festivals<\/a> bildete eine Podiumsdiskussion mit dem Thema \u201eTransphobie bek\u00e4mpfen \u2013 lokale Strategien zur Umsetzung geschlechtlicher und sexueller Selbstbestimmung in und au\u00dferhalb Europas\u201c &#8211; eine Forderung, die im Zuge zahlreicher Aufrufe Homophobie zu smashen bzw. im Diktum der Priorisierung von Sexualit\u00e4t oft zu kurz kommt. Dabei bezieht sich Homophobie oft auch auf die Transgression von Gender und geschlechtlichen Normvorstellungen, werden schwule M\u00e4nner auch diskriminiert, leben sie z.B. ihre M\u00e4nnlichkeit different von einer als Norm gesetzten Maskulinit\u00e4t aus oder werden Butches gedisst aufgrund bestimmter Brechungen von Weiblichkeitsnormierungen.<\/p>\n<p>Welchen Strukturen und gesetzlichen Einschr\u00e4nkungen Trans*Menschen ausgesetzt sind, diskutierten 2 Aktivits*innen der Queer Beograd Gruppe, Aykan Safolu von Lambdaistanbul,GLADT und ChaosGL sowie Ammo Recla von ABqueer, um im Anschluss Strategien vor Ort bzw. auf internationaler Ebene zu besprechen. <\/p>\n<p>In der direkten Gegen\u00fcberstellung ergaben sich dabei \u00fcberraschende Einblicke in die Kontexte Serbiens, der T\u00fcrkei und Deutschlands, so dass sich unterm Strich sagen lie\u00dfe, dass die Situation \u00fcberall gleich schlecht ist. Auch wenn sich die medizinische Lage in Serbien komfortabel darstellt und Gesetzesl\u00fccken teilweise rechtliche Anerkennung zulassen, ist ein \u00f6ffentliches Leben als Trans*Person mit Gefahren verbunden, die z.B. Queer Beograd dazu veranlassen, sich im Untergrund zu organisieren. In der T\u00fcrkei gibt es keine Verbote, aber auch keine Hoffnungen auf die Integration. Mechanismen der Pathologisierung durch die Beweispflicht mittels psychologischer Gutachten als auch der Kriminalisierung von trans*gender Sexarbeiter*innen verhindern einen gesellschaftlichen Diskurs der Anerkennung und Gleichberechtigung. Zudem der \u00f6konomische Druck Gentrifizierungsprozesse hervorruft, die zu Angriffen auf Trans*Menschen f\u00fchren. In Deutschland wird sich die Situation durch die gescheiterte Reform des veralteten TSGs hinsichtlich des Zwangs geschlechtsanpassender Operationen oder Zwangssterilisationen auch vorerst nicht \u00e4ndern, so dass die menschenrechtsverletzende Prekarisierung weiter seinen Lauf nimmt. <\/p>\n<p>Auf die Frage nach den Strategien kam mensch \u00fcberein, dass respektvolle Ann\u00e4herungen und das gegenseitige Kennenlernen von enormer Wichtigkeit sind, was jedoch nur so lange funktionieren kann, wie es keine Bevormundungen gibt. Internationaler Druck bzw. Druck von der EU kann daher sicherlich Ver\u00e4nderungen auf rechtlicher Ebene bewirken, aber nicht zwingend in den K\u00f6pfen und Herzen der Menschen, von denen Diskriminierungen ausgehen. In der Eroberungen ebenjener K\u00f6pfe sind gegenseitiges Lernen und lokale Kontextualisierungen Ans\u00e4tze internationaler Zusammenarbeit &#8211; nicht zu vergessen: Sex und Romantik als Mittel gegenseitiger Tuchf\u00fchlung. Wer mag, hat heute beim Wigst\u00f6ckel Festival mit Queer Beograd zu Gast Gelegenheit dazu. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>    Den Auftakt des diesj\u00e4hrigen <a onclick=\"javascript: pageTracker._trackPageview('\/extlink\/www.wigstoeckel.com\/index2.php');\"  href=\"http:\/\/queer-o-mat.de\/exit.php?url_id=215&amp;entry_id=135\" title=\"http:\/\/www.wigstoeckel.com\/index2.php\"  onmouseover=\"window.status='http:\/\/www.wigstoeckel.com\/index2.php';return true;\" onmouseout=\"window.status='';return true;\">Wigst\u00f6ckel Festivals<\/a> bildete eine Podiumsdiskussion mit dem Thema \u201eTransphobie bek\u00e4mpfen \u2013 lokale Strategien zur Umsetzung geschlechtlicher und sexueller Selbstbestimmung in und au\u00dferhalb Europas\u201c &#8211; eine Forderung, die im Zuge zahlreicher Aufrufe Homophobie zu smashen bzw. im Diktum der Priorisierung von Sexualit\u00e4t oft zu kurz kommt. 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In Deutschland wird sich die Situation durch die gescheiterte Reform des veralteten TSGs hinsichtlich des Zwangs geschlechtsanpassender Operationen oder Zwangssterilisationen auch vorerst nicht \u00e4ndern, so dass die menschenrechtsverletzende Prekarisierung weiter seinen Lauf nimmt. <\/p>\n<p>Auf die Frage nach den Strategien kam mensch \u00fcberein, dass respektvolle Ann\u00e4herungen und das gegenseitige Kennenlernen von enormer Wichtigkeit sind, was jedoch nur so lange funktionieren kann, wie es keine Bevormundungen gibt. Internationaler Druck bzw. Druck von der EU kann daher sicherlich Ver\u00e4nderungen auf rechtlicher Ebene bewirken, aber nicht zwingend in den K\u00f6pfen und Herzen der Menschen, von denen Diskriminierungen ausgehen. In der Eroberungen ebenjener K\u00f6pfe sind gegenseitiges Lernen und lokale Kontextualisierungen Ans\u00e4tze internationaler Zusammenarbeit &#8211; nicht zu vergessen: Sex und Romantik als Mittel gegenseitiger Tuchf\u00fchlung. 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