{"id":13803,"date":"2009-12-01T16:54:31","date_gmt":"2009-12-01T15:54:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.iheartdigitallife.de\/?p=1596"},"modified":"2010-01-09T23:51:03","modified_gmt":"2010-01-09T22:51:03","slug":"queering-gentrification","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2009\/12\/queering-gentrification\/","title":{"rendered":"Queering Gentrification"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Text ist erschienen in <a href=\"http:\/\/sic.feminismus.at\/\">[sic!] Forum f\u00fcr feministische Gangarten<\/a> Nr. 64, S. 32-33 unter dem Titel &#8220;Gibt es eine queere \u00d6konomiekritik?&#8221;<\/p>\n<p>Seit geraumer Zeit finden vielf\u00e4ltige queer-theoretische Auseinandersetzungen mit Kapitalismus und Neoliberalismus statt, die nach den Zusammenh\u00e4ngen von Heteronormativit\u00e4t und sexuellen Politiken mit \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnissen und Arbeit fragen. F\u00fcr eine queere \u00d6konomiekritik stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern queere Politiken in neoliberale Diskurse eingebunden sind. Neoliberale politische Strategien der \u00d6konomisierung des Sozialen rufen Subjekte als eigenverantwortliche und freie Unternehmer_innen ihrer Selbst an. Paradoxerweise sind neoliberale Verh\u00e4ltnisse damit nicht nur durch den Abbau sozialer Gerechtigkeit und die Einschr\u00e4nkung demokratischer Teilhabe gekennzeichnet, sondern auch durch die Anerkennung von Differenzen, wie beispielsweise Lebensformen, die heteronormativen Vorstellungen nicht entsprechen. Kann diese Ambiguit\u00e4t als Ressource widerst\u00e4ndiger Praxen genutzt werden, wie Antke Engel (2009) es fordert, und welche Vorstellung des Kapitalismus erm\u00f6glicht es, Widerstand zu denken?<br \/>\n<span id=\"more-1596\"><\/span><br \/>\nHerk\u00f6mmlicherweise wird Kapitalismus als Entit\u00e4t verstanden, die gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse umfassend strukturiert, und von der andere Herrschafts- und Machtverh\u00e4ltnisse als ideologische Produkte abgeleitet werden k\u00f6nnen. Die Intersektionalit\u00e4tsdebatte (vgl. Winker\/Degele 2009) hat jedoch j\u00fcngst noch einmal unterstrichen, dass gesellschaftliche Strukturkategorien wie Geschlecht und \u201eRasse\u201c nicht als Nebenwiderspr\u00fcche des Klassenverh\u00e4ltnisses verhandelt werden k\u00f6nnen. Gesellschaftliche Machtverh\u00e4ltnisse und Identit\u00e4tskategorien treten niemals allein auf, sondern sind miteinander verwoben, und nicht nur Diskriminierungs- und Ausgrenzungspraxen, sondern auch Privilegien m\u00fcssen vor dem Hintergrund eines komplexen Verst\u00e4ndnisses von gesellschaftlichen Machtverh\u00e4ltnissen untersucht werden. Mithilfe einer \u00d6konomiekritik, die ich als dekonstruktivistisch bezeichne, kann dar\u00fcber hinaus gezeigt werden, dass das herk\u00f6mmliche Verst\u00e4ndnis von Kapitalismus ein machtvoller Diskurs ist, der die Vielgestaltigkeit \u00f6konomischer Praxen innerhalb und neben kapitalistisch organisierter Produktion unsichtbar macht. Sowohl in hegemonialen als auch in kapitalismuskritischen Repr\u00e4sentationen wird Kapitalismus als \u00fcberm\u00e4chtiges und unaufhaltsames Monster konstruiert: Kapitalismus ist der Masterterm, von dem aus Zentrum und Peripherie, was Produktion und Reproduktion unterschieden werden; er ist die bestimmende Kraft hinter gesellschaftlichen Entwicklungen. Alltagspraxen, die Herrschaftsverh\u00e4ltnisse bereits durchqueren, werden innerhalb dieses Diskurses nicht wahrgenommen. \u00d6konomische Identit\u00e4ten wirken fixiert, koh\u00e4rent und determiniert, und M\u00f6glichkeiten sozialer Transformation bleiben unerkannt. J.K. Gibson-Graham (2006) kritisieren, dass Kapitalismus nach wie vor als akkurate Repr\u00e4sentation der Realit\u00e4t verstanden wird, und nicht als \u201eregulatorische Fiktion\u201c, wie es beispielsweise Judith Butler (1991) f\u00fcr Geschlechtsidentit\u00e4t vorschl\u00e4gt. Hier schlie\u00dft sich die Frage an, wie lokale Politiken aussehen k\u00f6nnten, die solche Identit\u00e4ten auf eine verantwortungsvolle Weise durchqueren. Ist es m\u00f6glich, Praxen zu entwerfen, die nicht nur die Differenzkategorien Geschlecht, Sexualit\u00e4t und \u201eRasse\u201c in Form von Diversity Management sichtbar und produktiv machen, sondern die als Politik der \u00f6konomischen Differenz auch die Koh\u00e4renz kapitalistischer Hegemonie angreifen? Und wie k\u00f6nnen solche Alltagspraxen \u00fcber Nischen, die zum Teil nur aufgrund von Privilegien funktionieren, hinaus wirksam werden? Wie k\u00f6nnen das eigene Eingebundensein in \u00f6konomische Verh\u00e4ltnisse und ungleicher Besitz von Produktionsmitteln, Konsumm\u00f6glichkeiten und sozialem Kapital eingesetzt werden, um Machtverh\u00e4ltnisse durch individuelle und kollektive Alltagspraxen herauszufordern?<\/p>\n<p>Anhand eines Beispiels m\u00f6chte ich die Handlungsf\u00e4higkeit von Subjekten innerhalb gesellschaftlicher Herrschaftsverh\u00e4ltnisse aus queerer und kapitalismuskritischer Perspektive befragen. \u201e<a href=\"http:\/\/www.enoughenough.org\/?p=47\">Reflections of a Homownersexual<\/a>. Buying and Selling a House with Anti-Capitalist Intentions\u201c ist ein Text von Emily Nepon (2008), der auf dem Weblog \u201eEnough. The personal politics of resisting capitalism\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde. Die Autor_in stellt darin ihre Erfahrungen mit einer politisch-\u00f6konomischen Praxis zur Diskussion, die sie in einem durch Rassismus, Klassenverh\u00e4ltnisse und Gentrifizierung gepr\u00e4gten Setting gemacht hat. Nepon, die sich als queer und wei\u00df positioniert, und ihre Freund_in lebten in einer verbindlichen, nicht-monogamen Partnerschaft, als sie sich 2001 zum Kauf des Hauses in einem Schwarzen working-poor Viertel in Philadelphia entschlossen. Sie brachten den Kaufpreis mit Hilfe eines Darlehens auf, das sie von den Gro\u00dfeltern der Partner_in bekamen, und lebten f\u00fcr insgesamt f\u00fcnf Jahre zusammen mit verschiedenen Mitbewohner_innen in diesem Haus. Es sollte ein sicherer R\u00fcckzugsraum f\u00fcr die queere Community sein, ein Haus, in dem auch mal Freund_innen unterkommen k\u00f6nnen, ohne dass sie das Geld f\u00fcr die n\u00e4chste Monatsmiete auftreiben m\u00fcssen. Nepons Text artikuliert ihr damaliges Begehren nach community building und Zusammenleben. Doch was bedeutet es, Besitzer_in eines Hauses und Vermieter_in von Wohnraum zu sein? Wenn ich an Vermieter_innen denke, habe ich eine Person oder Gesellschaft vor Augen, die auf dem Markt Wohnraum gegen Miete zu einem m\u00f6glichst guten Preis tauscht. Die Identit\u00e4ten der beiden Vermieter_innen erscheinen jedoch nicht determiniert: Die Mitbewohner_innen und Besitzer_innen zahlten monatlich zusammen 625 Dollar Miete. Sowohl die Mietzahlungen als auch Arbeit am Haus wurden als Investitionen in das Haus anerkannt. Alle Bewohner_innen beteiligten sich und Arbeiten, die nicht selbst \u00fcbernommen werden konnten, wurden von Freund_innen erledigt, die daf\u00fcr bezahlt wurden. Diese Entscheidung gegen unbezahlte Arbeit ist gerade in politischen Projekten keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Finanzielle Angelegenheiten wie Rechnungen und das Darlehen wurden gemeinsam besprochen und transparent behandelt. Besonders \u00fcberraschend erscheint, dass f\u00fcr die beiden Eigent\u00fcmer_innen die Idee der Investition durch das zusammen Leben und Arbeiten im und am Haus auch nach dem Verkauf des Hauses G\u00fcltigkeit hatte: Ein Teil des Verkaufserl\u00f6ses wurde gespendet, und der gr\u00f6\u00dfere Teil zwischen den sieben Leuten, die l\u00e4nger im Haus gewohnt hatten, entsprechend ihrer \u201eInvestitionen\u201c aufgeteilt. Ohne dass es explizit vereinbart gewesen war, erhielten die Sieben einen Gro\u00dfteil ihrer einst gezahlten Miete zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Ist ein \u201eantikapitalistisches\u201c Zusammenleben m\u00f6glich, wenn der Wohnraum nicht allen geh\u00f6rt?Nepon macht sichtbar, dass b\u00fcrgerliche Eigentumsverh\u00e4ltnisse ihr Handeln nicht festgeschrieben haben. Wenn Individuen die ihnen identit\u00e4r vorgegebenen Pl\u00e4tze nicht auf machtunkritische Art einnehmen, k\u00f6nnen sich also auch in \u00f6konomischen Zusammenh\u00e4ngen Handlungsspielr\u00e4ume f\u00fcr eine Politik der Entprivilegisierung ergeben. Ein Verst\u00e4ndnis von Kapitalismus und \u00d6konomie, das nicht der Erz\u00e4hlung des \u00fcberm\u00e4chtigen, monolithischen Kapitalismus\u2018 folgt, sondern \u00f6konomische Differenz denken kann, verst\u00e4rkt das Begehren nach anderen Formen des Zusammenarbeitens und Zusammenwirtschaftens. Doch wirkt sich diese Vision eines anderen, besseren Lebens in der selbsterschaffenen Nische auch auf die Welt da drau\u00dfen aus? Nepons Begehren nach community building verbindet sich mit einer Verantwortung gegen\u00fcber eigenen Privilegien als wei\u00dfe Hausbesitzer_innen in einem bisher Schwarz gepr\u00e4gten Viertel, das sich in einem Gentrifizierungsprozess befand. Sie beschreibt das Verh\u00e4ltnis des Hausprojektes mit der Nachbarschaft als schwierig. Auch wenn zu manchen Nachbar_innen ein gutes, vertrauensvolles Verh\u00e4ltnis aufgebaut werden konnte, blieb f\u00fcr die queeren \u201eEindringlinge\u201c in die zu 99 Prozent aus working-poor Afroamerikaner_innen bestehende Gegend ein unbehagliches Gef\u00fchl. Nepon f\u00fchrt dies jedoch nicht auf ihre queerness, sondern auf die unterschiedlichen intersektionalen Positionierungen entlang Klasse und \u201eRasse\u201c zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Infolge dramatischer Ver\u00e4nderungen in den Beziehungen der Bewohner_innen des Hausprojektes beschlossen die Besitzer_innen nach f\u00fcnf Jahren, das Projekt aufzul\u00f6sen und das Haus zu verkaufen. Im Zuge dessen wurden sie vor eine Reihe herausfordernder Entscheidungen gestellt, die Momente der politischen Handlungsf\u00e4higkeit innerhalb dieses durch strukturelle Herrschaftsverh\u00e4ltnisse gepr\u00e4gten Rahmens er\u00f6ffneten. Es war abgemacht weder mit Profit, noch an eine Entwicklungsgesellschaft zu verkaufen. Aus diesem Grund hatten sie in Betracht gezogen, das Haus direkt einer politischen Organisation zur Verf\u00fcgung zu stellen. Da einige Zeit zuvor jedoch Freund_innen wegen politischer Aktivit\u00e4ten inhaftiert worden waren, entstand der Wunsch, das Haus doch zu verkaufen, um den Erl\u00f6s in solchen F\u00e4llen f\u00fcr Kautionen und Anwaltskosten zur Verf\u00fcgung zu haben. Auf den Wunsch, die Gentrifizierung durch das eigene Handeln nicht zu verst\u00e4rken, sondern im Gegenteil die K\u00e4mpfe der lokalen Community zu unterst\u00fctzen, reagierte das wei\u00dfe Umfeld der Hausbesitzer_innen mit Verst\u00e4ndnislosigkeit. Es sei doch verr\u00fcckt, das Haus jetzt f\u00fcr so wenig Geld zu verkaufen, wo doch bald schon mit einem viel besseren Preis zu rechnen sei. Die einzige wei\u00dfe Familie in der Nachbarschaft, die damals das Haus an Nepon und ihre Partner_in vermittelt hatte, fand potentielle K\u00e4ufer_innen, die ein sehr gutes Angebot machten. Es kam jedoch f\u00fcr die beiden Eigent\u00fcmer_innen nicht in Frage, das Haus innerhalb der eigenen (wei\u00dfen) Subkultur zu verkaufen, und sie lehnten das Angebot ab. Es war ihr Ziel, das Haus an afroamerikanische Leute zu verkaufen, die in der Community engagiert sind, und \u00fcber genug Einkommen verf\u00fcgen, so dass sie das Haus nicht an die Bank, und damit an eine Entwicklungsgesellschaft verlieren w\u00fcrden. Die K\u00e4ufer_innen wurden \u00fcber eine Organisation afroamerikanischer anti-gentrifikation Aktivist_innen in der Nachbarschaft gefunden. In den Verkaufsprozess wurden weder Immobilienfirma noch Markler_in eingeschaltet, und die Anw\u00e4lt_in, die den Papierkram erledigte, war ebenfalls von dem anti-gentrifikation Netzwerk empfohlen worden. Das Haus wurde weit unter Markpreis verkauft. Ein Teil des Verkaufserl\u00f6s wurde anonym an verschiedene in der Community engagierte Projekte gespendet, die mit Unterst\u00fctzung einer anti-gentrifikation Aktivistin ausgew\u00e4hlt worden waren. Statt den \u201eeinfachen\u201c und profitablen Weg zu gehen, entschieden sich die Bewohner_innen daf\u00fcr, auf verschiedenen Ebenen das Wissen der Schwarzen Community in den Verkaufsprozess einzubeziehen und damit nicht nur Geld, sondern auch Entscheidungsmacht umzuverteilen.<\/p>\n<p>Queere \u00d6konomiekritik muss auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen, vielf\u00e4ltige Forderungen entwickeln und dabei stets machtkritisch bleiben. Wichtig erscheint mir, die auf den ersten Blick nicht prim\u00e4r \u00f6konomischen Praxen auf ihre \u00f6konomischen Komponenten hin zu befragen. Die Geschichte des queeren Hausprojektes in Philadelphia zeigt, dass sich politische Handlungsf\u00e4higkeit und Spielr\u00e4ume f\u00fcr Politiken der Enthierarchisierung und Entpriviligisierung auch in Kontexten ergeben k\u00f6nnen, die durch Eigentumsverh\u00e4ltnisse und \u00f6konomische Prozesse gepr\u00e4gt sind. Solchen Praxen sehen sich oft der Kritik ausgesetzt, nicht grunds\u00e4tzlich an den b\u00fcrgerlichen Eigentumsverh\u00e4ltnissen ger\u00fcttelt, identit\u00e4re Konstruktionen nicht vollst\u00e4ndig aufgel\u00f6st und damit das System best\u00e4rkt zu haben. Doch was ist die Alternative? Nepon stellt ihrem Text eine Praxis zur Diskussion, die nicht als Blaupause f\u00fcr \u201eethisch korrektes\u201c Handeln dienen soll, wie es in Diskursen um nachhaltigen Konsum oft geschieht. Strategien und tempor\u00e4re B\u00fcndnisse m\u00fcssen im Kontext der jeweiligen Machtverh\u00e4ltnisse entstehen. Es besteht die Gefahr des Scheiterns, und die getroffenen Entscheidungen werden nicht allen gefallen. Die Reflexion des unentrinnbaren Verwobenseins in zum Teil widerspr\u00fcchliche Machtverh\u00e4ltnisse erm\u00f6glichte es jedoch, bemerkenswerte Strategien zu entwickeln, um in lokale Prozesse einzuwirken.<\/p>\n<p><small>Butler, Judith 1991: Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt.<br \/>\nEngel, Antke 2009: Bilder von Sexualit\u00e4t und \u00d6konomie, Bielefeld.<br \/>\nGibson-Graham, J.K. 2006: The End of Capitalism (as we knew it), Minneapolis, London.<br \/>\nNepon, Emily 2008: <a href=\"http:\/\/www.enoughenough.org\/?p=47\">Reflections of a Homownersexual. Buying and Selling a House with Anti-Capitalist Intentions<\/a>.<br \/>\nWinker, Gabriele\/Degele, Nina 2009: Intersektionalit\u00e4t. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld.<\/small><\/p>\n<p><a class=\"a2a_dd addtoany_share_save\" href=\"http:\/\/www.addtoany.com\/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.iheartdigitallife.de%2Fqueering-gentrification%2F&amp;linkname=Queering%20Gentrification\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.iheartdigitallife.de\/wp-content\/plugins\/add-to-any\/share_save_120_16.png\" width=\"120\" height=\"16\" alt=\"Share\/Bookmark\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Text ist erschienen in [sic!] Forum f\u00fcr feministische Gangarten Nr. 64, S. 32-33 unter dem Titel &#8220;Gibt es eine queere \u00d6konomiekritik?&#8221;<br \/>\nSeit geraumer Zeit finden vielf\u00e4ltige queer-theoretische Auseinandersetzungen mit Kapitalismus und Neoliberalismus statt, die nach den Zusammenh\u00e4ngen von Heteronormativit\u00e4t und sexuellen Politiken mit \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnissen und Arbeit fragen. 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