{"id":15078,"date":"2010-01-13T15:32:05","date_gmt":"2010-01-13T14:32:05","guid":{"rendered":"http:\/\/meta.copyriot.com\/?p=15078"},"modified":"2010-01-13T15:33:29","modified_gmt":"2010-01-13T14:33:29","slug":"festnahme-im-buro-des-forderverein-roma-wegen-zu-spat-gezahlter-hundesteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2010\/01\/festnahme-im-buro-des-forderverein-roma-wegen-zu-spat-gezahlter-hundesteuer\/","title":{"rendered":"Festnahme im B\u00fcro des F\u00f6rderverein Roma wegen zu sp\u00e4t gezahlter Hundesteuer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Presseerkl\u00e4rung:<br \/>\nFestnahme einer Klientin im B\u00fcro des F\u00f6rderverein Roma wegen zu sp\u00e4t gezahlter Hundesteuer oder die l\u00e4cherliche Posse, wie aus einer Lappalie ein Staatsakt wurde.<\/strong><\/p>\n<p>Frau G. suchte gestern die Beratungsstelle des F\u00f6rderverein Roma auf. Sie wurde polizeilich gesucht, weil die in Raten zu entrichtende Hundesteuer am 4.1.2010 noch nicht eingegangen war. Ein geringf\u00fcgiges Delikt, wie jeder vern\u00fcnftige Mensch vermuten w\u00fcrde &#8211; jedoch nicht f\u00fcr das 17. und 1. Polizeirevier in Ffm.<br \/>\nNachdem Frau G. den Mitarbeiter der Sozialberatung informierte, setzte dieser sich mit dem zust\u00e4ndigen Revier in Verbindung und versuchte die Angelegenheit zu regeln. Frau G. hatte n\u00e4mlich die ausstehenden Betr\u00e4ge Mitte und Ende Dezember 09 bereits bar eingezahlt. Das Geld war allerdings noch nicht auf dem Konto der Stadtkasse angekommen, weil sich ein Fehler im Aktenzeichen einschlich. Mit dem Gespr\u00e4ch des Mitarbeiters h\u00e4tte die Sache als erledigt betrachtet werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDem war allerdings nicht so. Der eifrige Beamte des 17. Reviers nutzte das Telefonat dazu, um das 1. Revier zu informieren, das wiederum direkt zwei Beamte in die Sozialberatung des F\u00f6rderverein Roma sandte, um Frau G. festzunehmen. Bei der Gelegenheit wurden gleich die Personalien von einer weiteren Klientin, die mit der ganzen Sache nichts zu tun hatte, \u00fcberpr\u00fcft. Interventionen in der Sache und auch der Hinweis, dass die Beamten sich in einer Sozialberatungsstelle bef\u00e4nden und ihre Vorgehensweise v\u00f6llig unangebracht sei, zeigten keinerlei Wirkung bei den Ordnungskr\u00e4ften.<br \/>\nSchlie\u00dflich wurde Frau G. abgef\u00fchrt, ins 1. Reviers verbracht und bekundet, dass sie vorerst in die Haftzellen und anschlie\u00dfend f\u00fcr 30 Tage in die JVA \u00fcberf\u00fchrt w\u00fcrde; es sei denn, der gesamte Restbetrag in H\u00f6he von 1000,&#8211; \u20ac w\u00fcrde cash gezahlt. Dem kam die Familie der Frau schlie\u00dflich nach, um dem mehr als peinlichen Theater ein Ende zu bereiten.<\/p>\n<p>Es stellt sich ob dieser Vorgehensweise seitens der Polizei nicht nur die Frage nach der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit des Einsatzes angesichts einer falsch entrichteten Rate an Hundesteuer. Vielmehr geht es um die Ignoranz und Doppelb\u00f6digkeit, die erneut gegen\u00fcber Hilfesuchenden und der Sozialberatung des F\u00f6rderverein Roma seitens der Frankfurter Polizei an den Tag gelegt wird. Nachdem die st\u00e4ndigen ergebnislosen \u00dcberpr\u00fcfungen vor der Beratungsstelle und der Kindertagesst\u00e4tte der letzten Jahre aufgrund nachhaltiger Proteste des Vereins eingestellt wurden, kehrt die Polizei offensichtlich wieder zur alten Strategie zur\u00fcck, sch\u00fcchtert die Roma ein und entzieht der vertrauensvollen Arbeit innerhalb der Sozialberatung durch die Schaffung von Angst, Druck und Misstrauen bei den Klienten jegliche Grundlage.<\/p>\n<p>Ffm., den 12.1.2010<br \/>\nF\u00f6rderverein Roma e. V., Stoltzestra\u00dfe 17, 60311 Ffm., 069\/440123<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Presseerkl\u00e4rung:<br \/>\nFestnahme einer Klientin im B\u00fcro des F\u00f6rderverein Roma wegen zu sp\u00e4t gezahlter Hundesteuer oder die l\u00e4cherliche Posse, wie aus einer Lappalie ein Staatsakt wurde.<\/strong><\/p>\n<p>Frau G. suchte gestern die Beratungsstelle des F\u00f6rderverein Roma auf. 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Revier zu informieren, das wiederum direkt zwei Beamte in die Sozialberatung des F\u00f6rderverein Roma sandte, um Frau G. festzunehmen. Bei der Gelegenheit wurden gleich die Personalien von einer weiteren Klientin, die mit der ganzen Sache nichts zu tun hatte, \u00fcberpr\u00fcft. Interventionen in der Sache und auch der Hinweis, dass die Beamten sich in einer Sozialberatungsstelle bef\u00e4nden und ihre Vorgehensweise v\u00f6llig unangebracht sei, zeigten keinerlei Wirkung bei den Ordnungskr\u00e4ften.<br \/>\nSchlie\u00dflich wurde Frau G. abgef\u00fchrt, ins 1. Reviers verbracht und bekundet, dass sie vorerst in die Haftzellen und anschlie\u00dfend f\u00fcr 30 Tage in die JVA \u00fcberf\u00fchrt w\u00fcrde; es sei denn, der gesamte Restbetrag in H\u00f6he von 1000,&#8211; \u20ac w\u00fcrde cash gezahlt. Dem kam die Familie der Frau schlie\u00dflich nach, um dem mehr als peinlichen Theater ein Ende zu bereiten.<\/p>\n<p>Es stellt sich ob dieser Vorgehensweise seitens der Polizei nicht nur die Frage nach der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit des Einsatzes angesichts einer falsch entrichteten Rate an Hundesteuer. Vielmehr geht es um die Ignoranz und Doppelb\u00f6digkeit, die erneut gegen\u00fcber Hilfesuchenden und der Sozialberatung des F\u00f6rderverein Roma seitens der Frankfurter Polizei an den Tag gelegt wird. 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