{"id":15331,"date":"2010-01-26T17:01:34","date_gmt":"2010-01-26T16:01:34","guid":{"rendered":"http:\/\/meta.copyriot.com\/?p=15331"},"modified":"2011-02-27T01:28:05","modified_gmt":"2011-02-27T00:28:05","slug":"stellungnahme-konichreich-zu-ihren-sexistischen-flyern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2010\/01\/stellungnahme-konichreich-zu-ihren-sexistischen-flyern\/","title":{"rendered":"stellungnahme k\u00f6nICHreich zu ihren sexistischen Flyern"},"content":{"rendered":"<h4>dieser text wurde von <a href=\"http:\/\/www.koenichreichts.de\/\">http:\/\/www.koenichreichts.de\/<\/a> \u00fcber einen \u00f6ffentlichen verteiler verschickt, mit der bitte der weiterverbreitung. erstmal respekt f\u00fcr f\u00fcnf seiten text. leider wird hier sexismus als moralisches und pers\u00f6nliches problem verhandelt und nicht als gesellschaftliches verh\u00e4ltnis begriffen. deshalb ist das dann so ein wir-sind-aber-doch-gute-menschen text geworden. teilweise erscheint er aber auch als persiflage\/karrikatur und zeigt dadurch, wie heteronormativit\u00e4t sich in party-politics materialisieren und party-politics heteronormative bilder und symbole (re)produzieren kann. <\/h4>\n<p>#############################################<br \/>\nHallo &#8230;.,<\/p>\n<p>wie wir dir die Tage schrieben haben , haben wir uns im Rahmen unserer Teamsitzung mit dem Thema und deiner Kritik besch\u00e4ftigen und melden uns nun bei Dir.<br \/>\nF\u00fcr deine Kritik, die wir mittlerweile von verschiedenen Seiten der Linken Szene mitbekommen haben, m\u00f6chten wir Dir danken. Du bist die einzige, die uns direkt ansprach und Ihren Missmut und das damit verbundene Unverst\u00e4ndnis aussprach, sodass wir nun die M\u00f6glichkeit haben uns dazu zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Zuerst m\u00f6chte ich einmal damit anfangen, dass das allgemeine Bild der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber das Projekt und die Gruppe k\u00f6nICHreich sehr eingeschr\u00e4nkt ist. Leider, und ich kann dieses \u201eleider\u201c auch nur betonen, werden wir von den meisten immer noch als reine Party Gruppe wahrgenommen. Das dieses Bild in der \u00d6ffentlichkeit weit verbreitet ist, ist nat\u00fcrlich verst\u00e4ndlich, da wir die letzten zwei Jahre auch sehr viele Partys veranstaltet haben.<br \/>\nDoch sind wir eigentlich eine Kollektiv von jungen Menschen, dass in verschiedensten Bereichen gemeinsam arbeiten m\u00f6chte. So begann alles vor Jahren mit diversen Performance Geschichten, Foto-Aktionen und Film-Projekten. Doch durch die zahlreichen Veranstaltungen kamen wir die letzte Zeit nur sehr eingeschr\u00e4nkt zu solchen Projekten. Diesen, f\u00fcr uns selber als unzufrieden stimmenden Zustand, sind wir aktuell am angehen und m\u00f6chten uns ins Zukunft wieder mehr auf Kunst und Experimentelles konzentrieren. Der Faktor \u201eParty\u201c wird also im Gesamtkontext k\u00f6nICHreich einen neuen Platz einnehmen.<\/p>\n<p>Ein n\u00e4chster wichtiger Punkt ist, dass k\u00f6nICHreich kein definiert linkes Projekt ist. Vielmehr sind wir ein Projekt das sich gerade durch die bunte Mischung an Menschen auszeichnet. Definitiv haben wir eine feste Verankerung in die der Linken Szene, betrachtet man das Projekt. Doch betrachtet man die einzelnen Menschen, ist dem nicht so. Einige von uns kommen aus ganz anderen Sozialisationen und Kulturkreisen. So bietet k\u00f6nICHreich eine Plattform, die auch Intern oftmals sehr gegens\u00e4tzlich ist.<\/p>\n<p>Um endlich zum Thema Sexismus zu kommen, mag ich an dieser Stelle ganz klar sagen, dass das Projekt k\u00f6nICHreich bei solchen Themen definitiv die Stellung der Linken Szene unterstreicht und sich hinter deren Standpunkte stellt. Allerdings ist es f\u00fcr uns oft schwieriger diesen klar zu definieren, da unter dem Aspekt der Kunst oft Grenzen \u00fcberschritten werden und auch m\u00fcssen. Kunst definieren wir f\u00fcr uns als Freiraum, der erst einmal unangetastet bleibt, solange er nicht ganz offensichtlich gegen gewisse Vorstellungen und Aussagen spricht. Dies soll nun keine Flucht auf den Standpunkt der Freien Kunst und der damit verbundenen Freiheit zur Provokation oder \u00e4hnlichem darstellen. Nein ganz im Gegenteil, ich denke das dieser Flyer in zusammen Arbeit von zwei Menschen entstanden ist, die sich keine Gedanken \u00fcber Themen wie Sexismus oder \u00e4hnliches gemacht haben. Vielmehr gingen sie Ihrem Drang nach Ausdruck und Entfaltung nach. In diesem Falle arbeiteten Frau wie Mann, Hand in Hand und waren sich bewusst dar\u00fcber was Sie taten.<br \/>\nF\u00fcr Sie, nicht mehr als ein Fotomotiv, eine Aktion wie wir sie oftmals machen und in Vergangenheit immer taten. Diesen Freiraum zu zensieren, w\u00e4re in unseren Augen nicht der richtig Weg sich gegen Dinge wie Sexismus zu wehren.<br \/>\nDen Vorwurf, dass dieses Motiv sich auf weibliche Schl\u00fcsselreize konzentriert und wir damit etwas beabsichtigen, wie etwa ein gr\u00f6\u00dferes Publikum oder \u00e4hnliches, ist in unseren Augen ein unsch\u00f6ner Gedanke, den wir zur\u00fcck weisen m\u00fcssen. Nichts der gleichen war bei dem Entstehungsgedanken beabsichtigt. Vielmehr geht es uns darum, eine Foto Serie zu inszenieren, die uns zur Thematik DISKO ROYAL einf\u00e4llt. Schwerpunkt ist es, den Bereich Fotografie mit dem Medium Flyer zu kombinieren und damit etwas simples, wie einen Flyer, in seiner Fremdwahrnehmung auf zu werten und neu zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Betrachtet man nun das Motiv, ist es nat\u00fcrlich der Blickwinkel, der Entscheidet welche Wertung und Kritik man f\u00fchlt. So kam der Gedanke Sexismus bei uns erst auf, nach dem wir deine Mail erhalten haben. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen wir deine Gedankeng\u00e4nge verstehen, nehmen uns sogar die Zeit ausf\u00fchrlich Stellung zu beziehen, da wir es f\u00fcr sehr wichtig halten und niemanden angreifen wollten und wollen.<br \/>\nVielleicht verstehst du aber auch unseren Standpunkt bzw. unsere Sichtweise, dass bei uns niemand auf diesen Gedanken kam, da wir in der Gruppe ein Selbstverst\u00e4ndnis von Gleichberechtigung unter den Geschlechtern leben. F\u00fcr uns ist es, trotz der verschiedensten Charaktere und Sichtweisen zur Gesellschaft, selbstverst\u00e4ndlich und grundlegend unter solchen gleichberechtigten Verh\u00e4ltnissen zu leben.<\/p>\n<p>Doch nun zu einigen Spezifischen Punkten deiner Mail.<br \/>\nZu dem zweiten Punkt deiner Mail m\u00f6chten wir klar sagen, dass DISKO ROYAL keine, auf Linke Kreise zugeschnittene Party darstellt. Vielmehr m\u00f6chten wir mit dieser Party-Reihe eine, in dem Fall Bodenst\u00e4ndige Veranstaltung aufziehen, die Ihren Schwerpunkt auf elektronische Musik legt. Bei der Wahl des Publikums legen wir einzig und alleine Wert darauf, dass es sich um ein ein angenehmes Publikum handelt. Trotzdem findet auch in dieser Veranstaltung unserer Linker Standpunkt seinen Platz, sodass wir verst\u00e4rkt auf Dinge wie Sexismus etc. achten. Wenn wir sagen verst\u00e4rkt, meinen wir damit, dass wir uns klar von normalen \u201eClub-Verh\u00e4ltnissen\u201c Distanzieren.<\/p>\n<p>Zu deinem dritten Punkt k\u00f6nne wir nur sagen, dass f\u00fcr die Gestaltung vielmehr in Kopf-Bereich, Oberk\u00f6rper-Bereich, H\u00fcft- und Bein-Bereich unterteilt wurde, als in prim\u00e4re und sekund\u00e4re Geschlechtsmerkmale. Dazu kommt das bei genauerer Betrachtung, prim\u00e4re und sekund\u00e4re Merkmale zu sehen sind. Allerdings m\u00f6chten wir uns von einer solchen Selektion auch Abstand nehmen, da wir keine Merkmale werten m\u00f6chten, sondern alle f\u00fcr einzigartig sehen.<\/p>\n<p>Nun zum vierten Punkt, der uns um ganz ehrlich zu sein, sehr getroffen hat. Deine Formulierungen waren bisher alle rein der Thematik zugewandt. Punkt vier beginnt aber, uns in unseren Strukturen anzugreifen und das mit einer Art und Weise die wir als sehr negativ aufgefasst haben. Gerade wenn du zu beginnt schreibst, dass du unser Projekt kennst und bisher als \u201erecht reflektierte\u201c Gruppe wahrgenommen hast.<br \/>\n( auf den Punkt das das Wort \u201erecht\u201c in diesem Zusammenhang eine Wertung enth\u00e4lt, deren Bedeutung durchaus falsch zu interpretieren w\u00e4re, m\u00f6chten wir verzichten. Doch denke einmal dar\u00fcber nach, dass wir deine Wortwahl sehr ernst nehmen und eine solche Formulierung uns evtl. Verletzen k\u00f6nnte bzw. einen sehr kontr\u00e4ren Effekt haben k\u00f6nnte. Doch m\u00f6chten wir in keinen Vorwurf verfallen)<\/p>\n<p>Wenn du uns bisher so war genommen hast und uns teilweise sogar mehr als nur fl\u00fcchtig kennst, fragen wir uns wieso du uns solche Strukturen unterstellst? Nat\u00fcrlich ist alles als Frage formuliert, doch m\u00fcssen diese Gedanken in Dir ja Raum gefunden haben.<br \/>\nDu Fragst welches Frauen Bild wir vermitteln. Schaue dir vielleicht mal den ersten Flyer an (zu finden auf der Myspace Seite von DISKO ROYAL) und stelle dir die Frage welches M\u00e4nnerbild wir auf Motiv eins vermitteln. Vielleicht geht es uns gar nicht darum, ein Bild von \u201eder Frau\u201c oder \u201edem Mann\u201c zu vermitteln. Denn was soll das f\u00fcr ein Bild sein. In unseren Augen leben wir in einem Zeitalter, in dem es immer weniger die klassischen Geschlechter Rollen mehr gibt, gerade in unseren Szenen. Bestimmt aber in verschiedenen Missst\u00e4nden Gesellschaftlicher Situationen, dass wollen wir nicht abstreiten oder gar vergessen.<\/p>\n<p>So leben wir in einer Gruppe, in der Frauen wie M\u00e4nner, Ihr Geschlecht entdecken wollen und auch k\u00f6nnen. Jede Frau Ihre Weiblichkeit und M\u00e4nnlichkeit f\u00fcr sich erleben m\u00f6chte und ebenfalls jeder Mann seine M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit. So ist es doch zu verstehen, dass eine Frau durchaus mal Lust hat, sich ein Kost\u00fcm anzuziehen, was vielleicht aufreizend ist, m\u00e4nnlich ist, farbenfroh, irgendwelchen Klischees entspricht, oder \u00e4hnliches, um sich dann in einer Rolle bewegend kennen zu lernen. F\u00fcr uns ist vieles, was f\u00fcr andere im dogmatischen Geflecht aus Regeln und Verboten nicht erlaubt ist, eigentlich nur eine Facette unsere Gesellschaft, die wir auf unsere Art und Weise erleben m\u00f6chten. Mal humoristisch, mal kritisch, mal ohne Sinn, mal idealistisch.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu deiner Frage. Das wir deine Frage als verletzend, fast schon als beleidigend aufgefasst haben, kannst du Dir nun denken. F\u00fcr uns ist es schmerzhaft und anstrengend seit Jahren immer wieder auf Aggression und Ausgrenzung zu sto\u00dfen, in einem Kulturkreis und Umfeld dem wir eigentlich zugewandt sind.<br \/>\nDoch ist es nicht unsere Art und Weise nun zur\u00fcck zu schie\u00dfen, auch wenn wir ebenfalls vieles kritisieren. Diese Kritik betrifft nicht dich im speziellen, sondern mehr viele Probleme die auch wir mit Themen Sexismus und Ausgrenzung in der Linken Szene gemacht haben und immer wieder machen. Auch auf unseren eigenes Partys. Frauen wie M\u00e4nner haben darunter zu leiden. Doch w\u00fcrden diese Argumente nur ablenken von uns und dieser aktuellen Thematik. So sollen Sie an anderer Stelle Ihren Platz und Ausdruck finden.<\/p>\n<p>Das unsere Frauen kein Anh\u00e4ngsel sind, wei\u00dft du eigentlich denke ich sehr genau. Frauen gab es bei uns in der Gruppe schon immer und wird es immer geben. Das wir eine Gruppe sind die mehr M\u00e4nner fasst stimmt, doch hat dies definitiv keinen Einfluss darauf, dass Frauen bei uns in einer unterdr\u00fcckten oder nicht gleichberechtigten Situation leben. Frau wie Mann hat bei uns die M\u00f6glichkeit, sich ihrer\/seiner Pers\u00f6nlichkeit entsprechend, zu entfalten. In der Regel sind die T\u00e4tigkeiten Geschlechter \u00fcbergreifend und auch die Vorsitzende unseres Kulturvereins ist eine Frau. In stellvertretender Postion ein Mann. So teilen sich beide die Arbeit im gleichen Ma\u00dfe, sodass auch die Frau in dem Fall keine dominierende Rolle einnimmt, sondern wie immer, eine gleichberechtigte Herangehensweise unseren Weg darstellt.<\/p>\n<p>Ich hoffe das dir unsere Ausf\u00fchrung den Groll und die Wut nehmen konnte und du unseren Standpunkt nach voll ziehen kannst. Unser Projekt m\u00f6chte sich \u00f6ffentlicher Kritik gerne stellen doch ist der Umgang wichtig.<br \/>\nSo bitten wir dich, wie auch jeden anderen in Zukunft, doch eine friedlichere und gleichberechtigte Ebene der Kritik zu finden. Kritik sollte immer seinen Platz finden und Raum daf\u00fcr geben wir gerne. Doch f\u00e4llt es schwer direkt an den Pranger gestellt zu werden und schon halbe Urteile zu h\u00f6ren, ehe man sich \u00e4u\u00dfern darf.<\/p>\n<p>Genau diese Methoden, treiben uns wenige Alternative Projekte in Frankfurt nur weiter auseinander und verbreiten dazu noch Aussagen, deren Richtigkeit gar nicht wirklich hinter fragt werden.<br \/>\nSo wird man im Hoch der City Rave Situation als positive alternative zu Frankfurts Club Szene gelobt und im n\u00e4chsten Zuge f\u00fcr ein anderes Projekt wie DISKO ROYAL verurteilt. Ich denke, jeder der uns kennt sollte wissen, das wir keine Gruppe sind die Sexistisch, Rassistisch, etc. denkt oder handelt.<br \/>\nIn diversen Texten, die wir in letzter Zeit ver\u00f6ffentlicht haben, kann man eindeutig sehen\/lesen und erfahren das wir ein Projekt sind das sich M\u00fche gibt, selbst Ihre Partys mit einem Bewusstsein zu f\u00fcllen, das weit \u00fcber das einer normale Party Gruppe hinausgeht. M\u00f6gen unsere Wege vielleicht gerade bei politisch Aktiven Gruppen bel\u00e4chelt werden und unsere Aussagen und Texte nicht die politischen Erfordernisse erf\u00fcllen, ist es ein Ansatz und eine Form des Ausdrucks den Wir als den unseren bezeichnen. Diesen sollte man ebenso tolerieren, wie gelernt haben andere Wege und Ans\u00e4tze zu tolerieren. Die Grundlage daf\u00fcr ist Respekt gegen \u00fcber anderen Gruppen\/Menschen und deren Gedanken.<\/p>\n<p>So fand auch deine Kritik einen durchaus sehr respektierten Rahmen und brachte uns, als Gruppe, definitiv wieder ein St\u00fcck weiter. Alleine, weil wir uns mal wieder mit der Thematik Sexismus auseinander gesetzt haben. Konfrontation mit sich selbst tut immer gut und man lernt viel.<br \/>\nDazu kam, dass es sehr sch\u00f6n zu sehen war, wie einig wir uns als Gruppe und Menschen zu einem solchen Thema sind und waren.<\/p>\n<p>Als nun vorletzten Punkt unseres Textes, w\u00e4re an zu bringen, dass es kein guter Weg ist s\u00e4mtliche Flyer weg zu schmei\u00dfen. Den Punkt des Entfernens m\u00f6gen wir absolut akzeptieren. Denn so wie wir in unsere k\u00fcnstlerischen Freiheit toleriert werden m\u00f6chten, tolerieren wir Regeln, die H\u00e4user wie das A und das B haben. Selbstverst\u00e4ndlich. Allerdings kosten Flyer Geld und auch die Handlung an sich wirkt sehr respektlos. Eine E-Mail h\u00e4tte es getan und man h\u00e4tte die M\u00f6glichkeit gehabt sie abzuholen. So waren sie Verschwendung und endeten im M\u00fcll. Sehr schade.<br \/>\nNoch mehr in frage stellen wir das Verhalten, dass sich im C, Dienstags, beim Barabend abspielte. Dort wurden unsere Flyer pers\u00f6nlich verteilt. Unsch\u00f6n wurde es f\u00fcr die Person, als Sie direkt angesprochen wurde und Sie mit der Aussage :\u201c Fr\u00fcher h\u00e4tte es daf\u00fcr auf Maul gegeben\u201c eingesch\u00fcchtert werde sollte. Das dies nicht auf eine positive Reaktion stie\u00df, kann man sich durchaus denken.<br \/>\nDas solche Vorf\u00e4lle unsere Gruppe eigentlich nur traurig stimmen, m\u00f6chte ich hier betonen. Wir fragen uns welche Absichten hinter solchen Aussagen stehen. Denn Effekt der Angst, vor k\u00f6rperlicher Gewalt, l\u00f6sen solche Aussagen nicht aus. Vielmehr aber machen wir uns sehr ernste Gedanken dar\u00fcber, wieso solche Verhaltensweisen toleriert werden. Doch auch dieses Thema w\u00fcrde den hiesigen Rahmen \u00fcberschreiten.<br \/>\nEbenfalls m\u00f6chten wir die boshafte Absicht unserer Seits, wir wollen G\u00e4ste der Soli-Party im A abwerben, klar zur\u00fcck weisen. In keinem Falle, wollen wir eine Soli-Party im A, die f\u00fcr politische Initiativen steht gef\u00e4hrden oder Publikum abwerben. Ein solcher Gedanke ist unangebracht. Vielmehr sind wir eine Gruppe, die jeder Zeit mit sich reden l\u00e4sst ob man solche Soli Partys etc. nicht unterst\u00fctzt.<br \/>\nUnsere letzte Bitte ist, dass die junge Frau auf dem Motiv, die nun schon mehrmals angesprochen wurde, mit \u00c4u\u00dferungen wie \u201esie habe sich billig verkauft\u201c oder \u201esie s\u00e4he billig aus\u201c, bez\u00fcglich dieses Themas\/Flyers in Ruhe gelassen wird. Dies verletzt Sie pers\u00f6nlich sehr. Es ist kein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, \u00f6ffentlich angegriffen zu werden, als Person, in dem Falle als Frau, und sich auf der einen Seite Sexismus Vorw\u00fcrfe anh\u00f6ren zu m\u00fcssen und auf der anderen Seite durch sexistische Bemerkungen und Aussagen beleidigt zu werden.<br \/>\nWir hoffe das diese Situationen nun bei den wenigen Vorf\u00e4llen bleiben, da es keine sch\u00f6nen Erfahrungen f\u00fcr die junge Frau und uns als Gruppe sind.<\/p>\n<p>In dem Sinne m\u00f6chten wir Dir danken und freuen uns bald mal pers\u00f6nlich mit dir sprechen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nTreffen tut man sich bestimmt bald mal wieder.<br \/>\nSch\u00f6n w\u00e4re es, wenn von vornherein eine positivere Herangehensweise statt finden w\u00fcrde, da dann ein solch pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch durch aus sehr konstruktiv verlaufen kann, ohne sich mit Vorw\u00fcrfen und Rechtfertigungen zu \u00fcbersch\u00fctten.<br \/>\nDenn ja da geben wir dir recht: Sexismus hat keinen Platz in unseren Kulturkreisen.<br \/>\nIn guten Gedanken<br \/>\nxxxx aus dem k\u00f6nICHreich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h4>dieser text wurde von <a href=\"http:\/\/www.koenichreichts.de\/\">http:\/\/www.koenichreichts.de\/<\/a> \u00fcber einen \u00f6ffentlichen verteiler verschickt, mit der bitte der weiterverbreitung. erstmal respekt f\u00fcr f\u00fcnf seiten text. leider wird hier sexismus als moralisches und pers\u00f6nliches problem verhandelt und nicht als gesellschaftliches verh\u00e4ltnis begriffen. deshalb ist das dann so ein wir-sind-aber-doch-gute-menschen text geworden. teilweise erscheint er aber auch als persiflage\/karrikatur und zeigt dadurch, wie heteronormativit\u00e4t sich in party-politics materialisieren und party-politics heteronormative bilder und symbole (re)produzieren kann. 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