{"id":19489,"date":"2010-09-19T20:37:54","date_gmt":"2010-09-19T19:37:54","guid":{"rendered":"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/2010\/09\/19\/pressemitteilung-19-09-2010-erfolgreiche-eroeffnung-von-zwei-ausstellungen-im-klapperfeld\/"},"modified":"2010-09-21T00:43:27","modified_gmt":"2010-09-20T23:43:27","slug":"pressemitteilung-19092010-%e2%80%93-erfolgreiche-eroffnung-von-zwei-ausstellungen-im-klapperfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2010\/09\/pressemitteilung-19092010-%e2%80%93-erfolgreiche-eroffnung-von-zwei-ausstellungen-im-klapperfeld\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung 19.09.2010 \u2013 Erfolgreiche Er\u00f6ffnung von zwei Ausstellungen im Klapperfeld"},"content":{"rendered":"<h4>Erweiterung der Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfeldes und Gastausstellung \u00bbFrauen im Konzentrationslager 1933 \u2013 1945. Moringen \u2013 Lichtenburg \u2013 Ravensbr\u00fcck\u00ab<\/h4>\n<p>Heute, am Sonntag den 19. September 2010, er\u00f6ffnete der Arbeitskreis Geschichte der Initiative \u00bbFaites votre jeu!\u00ab die erweiterte Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnisses Klapperfeld. Den Kern der Ausstellung stellt weiterhin die Rolle des Polizeigef\u00e4ngnisses w\u00e4hrend des Nationalsozialismus dar. Neu entstandene Ausstellungsteile richten den Blick zudem auf die Entstehung des Klapperfelds im 19.Jahrhundert, die Funktion des Gef\u00e4ngnisses in der Weimarer Republik und die Nutzung des Klapperfelds durch die US-Army w\u00e4hrend der Entnazifizierung.<\/p>\n<p>Parallel dazu ist f\u00fcr sechs Wochen auch die Wanderausstellung \u00bbFrauen im Konzentrationslager 1933 \u2013 1945. Moringen \u2013 Lichtenburg \u2013 Ravensbr\u00fcck\u00ab vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933 \u2013 1945 und der Lagergemeinschaft Ravensbr\u00fcck zu sehen. Diese zeichnet die Biografien von Frauen nach, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren und legt einen besonderen Schwerpunkt auf den Widerstand der Gefangenen.<\/p>\n<p>Schon am Tag der Er\u00f6ffnung der beiden Ausstellungen waren fast 200 Menschen im Klapperfeld zu Gast. Maja Koster vom Arbeitskreis Geschichte res\u00fcmierte: <em>\u00bbDer heutige Tag war f\u00fcr uns ein voller Erfolg und die Zahl der Besucher_innen hat selbst unsere Erwartungen \u00fcbertroffen. Dieses breite Interesse an unserer Auseinandersetzung mit der Geschichte des Klapperfelds freut uns und ist zus\u00e4tzliche Motivation, diese weiter voran zu treiben.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Die \u00c4u\u00dferungen der Besucher_innen gestalteten sich durchweg positiv. \u00dcberrascht waren sie davon, dass es soviel neues \u00fcber die Geschichte des Klapperfelds zu erfahren gab. Besonders die F\u00fclle an zeitgen\u00f6ssischen Zeugnissen, die einen ganz neuen Zugang zur Historie des Geb\u00e4udes erm\u00f6glichen, beeindruckte die G\u00e4ste.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Berichterstattung \u00fcber die Er\u00f6ffnung der Ausstellungen kam auch Bewegung in die Auseinandersetzung um eine l\u00e4ngerfristige Nutzung des Klapperfelds durch \u00bbFaites votre jeu!\u00ab. So gab es auf Seiten der Stadt durchaus Positionen, welche eine l\u00e4ngerfristige Nutzung in Aussicht zu stellen scheinen (siehe \u00bbDas Spiel geht weiter\u00ab, Frankfurter Rundschau vom 14.09.2010, <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/das-spiel-geht-weiter\/-\/1472798\/4641758\/-\/index.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt\/das-spiel-geht-weiter\/-\/1472798\/4641758\/-\/index.html<\/a>). Kris Johanson von \u00bbFaites votre jeu!\u00ab dazu: <em>\u00bbNat\u00fcrlich begr\u00fc\u00dfen wir zun\u00e4chst, dass wir mittlerweile eine Vertragssverl\u00e4ngerung in Aussicht gestellt bekommen und damit unser Verbleib im Klapperfeld \u00fcber den August 2011 hinaus m\u00f6glich zu sein scheint.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>In Bezug auf die im \u00bbInnenstadtkonzept\u00ab des Stadtplanungsamtes formulierten Pl\u00e4ne, das ehemalige Polizeigef\u00e4ngniss abzurei\u00dfen, setzte er nach: <em>\u00bbAllerdings \u00e4ndern vereinzelte Stimmen innerhalb der Stadtverwaltung wenig am aktuellen Status des Geb\u00e4udes und seiner Nutzer_innen. Die Pl\u00e4ne, das Klapperfeld abzurei\u00dfen, sind im sogenannten \u203aInnenstadtkonzept\u2039 schon seit September 2009 formuliert.\u00ab<\/em><\/p>\n<p>Ende des Jahres, so der Wunsch des Stadtplanungsamtes, soll aus dem \u00bbInnenstadtkonzept\u00ab eine Magistratsvorlage entstehen. Aktuell sieht dieses auf dem Areal des Klapperfelds den Bau eines Wohnhochhauses und eines Parks \u00bbzur Verbesserung des Mikroklimas\u00ab vor. Maja Koster kommentierte dies wie folgt: <em>\u00bbEs zeugt schon von einer merkw\u00fcrdigen Geschichtsauffassung, dass die Vertreter_innen der Stadt gerade dann mit der Planung zum Abriss des Klapperfelds beginnen, wenn endlich die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Auseinandersetzung mit der \u00fcber hundertj\u00e4hrigen Gewalt- und Repressionsgeschichte des Baus begonnen wurde. Dem Magistrat sei an dieser Stelle angeraten, den Abrisspl\u00e4nen eine klare Absage zu erteilen.\u00ab<br \/>\n<\/em><br \/>\nAbschlie\u00dfend fasste Kris Johanson noch einmal die Stimmung innerhalb der Initiative \u00bbFaites votre jeu!\u00ab und unter ihren Unterst\u00fctzer_innen zusammen: <em>\u00bbDer Stadt muss klar sein, dass nicht nur wir einen Abriss des Klapperfelds nicht tatenlos geschehen lassen werden. Das Interesse und die Unterst\u00fctzung, die unser Projekt und unsere geschichtspolitische Auseinandersetzung erfahren, ist immens und sie reichen mittlerweile weit \u00fcber die Grenzen Frankfurts hinaus. Das Klapperfeld ist f\u00fcr uns zu einem wichtigen Ort geworden, als selbstverwaltetes Zentrum und als \u203aOrt der Erinnerung\u2039. Ein Ersatzobjekt \u2013 wie damals in Bockenheim \u2013 kommt f\u00fcr uns nicht mehr in Frage. Es ist wohl an der Zeit, dass sich auf Seiten der Stadt endlich Gedanken \u00fcber eine langfristige L\u00f6sung f\u00fcr den Erhalt des Klapperfelds und unseren Verbleib in diesem gemacht werden.\u00ab <\/em><\/p>\n<p><strong><u>\u00d6ffnungszeiten der Ausstellungen:<\/u><br \/>\n19. September bis 31. Oktober 2010:<br \/>\nDienstag: 16 bis 19 Uhr | Samstag: 15 bis 18 Uhr | Sonntag: 15 bis 18 Uhr<br \/>\nEintritt frei! Spenden erw\u00fcnscht!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\t<\/strong><\/p>\n<p><strong><u>Anhang:<\/u><br \/>\nFotografien der Ausstellungser\u00f6ffnung (<a href=\"http:\/\/www.klapperfeld.de\/Ausstellungseroeffnung_20100919_Presse.zip\" target=\"_blank\">http:\/\/www.klapperfeld.de\/Ausstellungseroeffnung_20100919_Presse.zip<\/a>)<\/strong><\/p>\n<p><strong>\t<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pressemitteilung als pdf: <a href=\"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/images\/Pressemitteilung_20100919.pdf\" target=\"_blank\">download<\/a> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h4>Erweiterung der Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfeldes und Gastausstellung \u00bbFrauen im Konzentrationslager 1933 \u2013 1945. Moringen \u2013 Lichtenburg \u2013 Ravensbr\u00fcck\u00ab<\/h4>\n<p>Heute, am Sonntag den 19. 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