{"id":19792,"date":"2010-10-12T16:18:19","date_gmt":"2010-10-12T15:18:19","guid":{"rendered":"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/2010\/10\/12\/das-ehemalige-polizeigefaengnis-klapperfeld-in-frankfurt-am-main-1886-2003\/"},"modified":"2010-10-18T00:34:51","modified_gmt":"2010-10-17T23:34:51","slug":"das-ehemalige-polizeigefangnis-%c2%bbklapperfeld%c2%ab-in-frankfurt-am-main-1886-%e2%80%93-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2010\/10\/das-ehemalige-polizeigefangnis-%c2%bbklapperfeld%c2%ab-in-frankfurt-am-main-1886-%e2%80%93-2003\/","title":{"rendered":"Das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis \u00bbKlapperfeld\u00ab in Frankfurt am Main 1886 \u2013 2003"},"content":{"rendered":"<p><u><strong>In der Ausgabe Nr. 157 des <em>Gedenkst\u00e4ttenRundbrief<\/em> ist ein Artikel des <em>Arbeitskreis Geschichte<\/em> erschienen. Der <em>Gedenkst\u00e4ttenRundbrief<\/em> erscheint sechs Mal im Jahr und wird von der <em>Stiftung Topographie des Terrors<\/em> in Berlin herausgegeben.<\/strong><\/u><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gedenkstaettenforum.de\/nc\/gedenkstaetten-rundbrief\/\" target=\"_blank\"><strong>Gedenkst\u00e4ttenRundbrief Nr. 157, Oktober 2010<\/strong><\/a><\/p>\n<p>(<strong>download pdf: <a href=\"http:\/\/www.klapperfeld.de\/images\/stories\/pressearchiv\/pdf\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_Einzelseiten.pdf\" target=\"_blank\">Einzelseiten<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.klapperfeld.de\/images\/stories\/pressearchiv\/pdf\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_Doppelseiten.pdf\" target=\"_blank\">Doppelseiten<\/a><\/strong>)<\/p>\n<p><strong>Von Sarah Friedrich, Mirja Keller und J\u00f6rg Schmidt<\/strong><\/p>\n<p>Die Initiative <em>Faites votre jeu!<\/em> besetzte Anfang August 2008 ein ehemaliges Jugendzentrum in Frankfurt \u2013 Bockenheim. Ein selbstverwaltetes Projekt entstand. Obwohl das Projekt gut angenommen wurde hat die Stadt Frankfurt mit der R\u00e4umung gedroht. Nach Verhandlungen mit Vertreter_innen der Stadt im Jahr 2009 entschied sich die Initiative das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis in der Klapperfeldstrasse 5 als Ausweichqaurtier anzunehmen.<\/p>\n<p>Die Nutzung dieses Geb\u00e4udes konnte und kann jedoch nur in Verbindung mit einer kontinuierlichen, kritischen Auseinandersetzung mit der \u00fcber 115j\u00e4hrigen Geschichte des ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnisses stattfinden. Ein selbstverwaltetes Projekt entstand und zugleich etablierte sich ein Ort der Erinnerung.<br \/>\n<a id=\"more-364\"><\/a><\/p>\n<h4>1886 \u2013 Die Entstehung des Klapperfeldes<\/h4>\n<p>Das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld in der Frankfurter Innenstadt erinnert an eine \u00fcber 115 Jahre andauernde Gewaltgeschichte. Als Name f\u00fcr das Gef\u00e4ngnis setzte sich die Flur- und Stra\u00dfenbezeichnung umgangssprachlich durch. Da im 15. Jahrhundert ein Pestilenzhaus auf dem Areal Klapperfeld stand, k\u00f6nnte der Namen im Zusammenhang damit stehen. Die Kranken mussten ihr kommen meist mit dem Aneinander schlagen von H\u00f6lzern ank\u00fcndigen. <\/p>\n<p>Nach einer langen Planungsphase entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, noch vor der Eingliederung der Freien Stadt Frankfurt in den preu\u00dfischen Staatsverband, das neue Polizeipr\u00e4sidium mit angegliedertem Polizeigef\u00e4ngnis . Fertiggestellt wurde es jedoch erst im Jahre 1886, also nach der Annektion Frankfurts durch Preu\u00dfen<sup><a href=\"#fn1286893453843n\" id=\"fn1286893453843\" class=\"footnote\">1<\/a><\/sup>. Das Gef\u00e4ngnis gliederte sich in einen M\u00e4nner- und einen Frauentrakt. Die Haftzellen, in denen \u00fcber 200 Personen untergebracht werden konnten, befanden sich auf drei Stockwerken. <\/p>\n<p>Im Vergleich zu der Haftstrafe in fr\u00fchmodernen Gef\u00e4ngnissen zeichnete sich das Leben im Gef\u00e4ngnis  st\u00e4rker durch strenge Verhaltensregeln aus. H\u00e4ftlinge sollten sich durch Disziplin, Sauberkeit, eine strenge Arbeitsmoral und christliche Tugenden bessern. Die Mittel zur Umsetzung dieser Gef\u00e4ngnis-Standarte sollten st\u00e4ndige \u00dcberwachung und Isolation sein. Unrechtm\u00e4\u00dfige Handlungen sollten durch Strafen f\u00fchlbar gemacht werden und zur Abschreckung weiterer Taten dienen. Der gef\u00fchlte Schmerz nach einer unrechtm\u00e4\u00dfigen Handlung beruhte auf dem Prinzip der allgemeinen Pr\u00e4vention.  Es herrschte eine milit\u00e4rische Atmosph\u00e4re<sup><a href=\"#fn1286893581377n\" id=\"fn1286893581377\" class=\"footnote\">2<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Nach mehreren Eingemeindungen in die Stadt Frankfurt erweiterte sich das Zust\u00e4ndigkeitsgebiet des Frankfurter Polizeipr\u00e4sidiums. Infolge dessen sollte eine Erweiterung des Pr\u00e4sidiums vorgenommen werden, was jedoch in der Klapperfeldstra\u00dfe nicht zu realisieren war. Das Polizeipr\u00e4sidium wurde somit 1914 in die Hohenzollernstra\u00dfe, heute Friedrich-Ebert-Strasse, verlegt und das alte Pr\u00e4sidium neben dem Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld wurde an das Oberlandesgericht \u00fcbergeben<sup><a href=\"#fn1286893603129n\" id=\"fn1286893603129\" class=\"footnote\">3<\/a><\/sup>. Das Polizeigef\u00e4ngnis in der Klapperfeldstra\u00dfe wurde jedoch weiterhin als Haftanstalt genutzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/images\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_01.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<em>Die Dauerausstellung \u00fcber die Geschichte des ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnises Klapperfeld mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus<\/em><\/p>\n<h4>Das Gef\u00e4ngnis in der Weimarer Republik<\/h4>\n<p>Zu Anfang der Weimarer Republik ver\u00e4nderte sich das Gef\u00e4ngniswesen und damit auch der Gef\u00e4ngnis \u2013 Alltag im Klapperfeld in verschiedener Hinsicht.  Das Resozialisierungsprinzip wurde in die Weimarer Gef\u00e4ngnisvorschriften etabliert, ein Stufensystem f\u00fcr Gefangene mit l\u00e4ngeren Haftstrafen (mindestens 1 Jahr) wurde geschaffen und in der Wahrnehmung der Kriminalit\u00e4t wurde die Definition der \u00bbunverbesserlichen Straft\u00e4ter\u00ab formuliert. Das Stufensystem erf\u00fcllte durch das Versprechen verschiedener Verg\u00fcnstigungen w\u00e4hrend des Haftaufenthaltes eine repressive Funktion. Die Angst vor Abstiegm\u00f6glichkeiten und dem Verlust der Verg\u00fcnstigungen im Gef\u00e4ngnisalltag stellten ein disziplinarisches Druckmittel dar.  Die Definition des \u00bbunverbesserlichen Straft\u00e4ters\u00ab  zeugt von der Reduzierung sogenannten gesellschaftlich abweichendem Verhalten auf biologische Faktoren. Die meisten Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter setzten weiterhin auf strenge milit\u00e4rische Ordnung und Disziplin<sup><a href=\"#fn1286894062505n\" id=\"fn1286894062505\" class=\"footnote\">4<\/a><\/sup>. Zudem kam es im Zuge der Wirtschaftskrise zu einem Abbau des Weimarer Wohlfahrtsstaates, Staatszusch\u00fcsse f\u00fcr Strafanstalten wurden reduziert, und somit die Grundversorgung wie  Kleidung, Verpflegung und medizinischer Betreuung gek\u00fcrzt. <\/p>\n<p>Es bestand der allgemeine Trend in den fr\u00fchen drei\u00dfiger Jahren hin zu einem st\u00e4rker autorit\u00e4r gepr\u00e4gten Strafvollzug. Die Weimarer Republik hinterlie\u00df den Nationalsozialisten ein Erbe mit der Strenge in den Haftanstalten, sowie der biologisch begr\u00fcndeten Definition der \u00bbUnverbesserlichen Straft\u00e4ter\u00ab, auf dem die Struktur und Organisation der NS-Gef\u00e4ngnisse, in unserem Fall des Polizeigef\u00e4ngnisses Klapperfeld, aufgebaut werden konnten.<\/p>\n<h4>1933 \u2013 1945 \u2013 Das Klapperfeld als Ort nationalsozialistischer Verfolgung<\/h4>\n<p>Nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten wurde das  Klapperfeld von Polizei und Geheimer Staatspolizei (kurz: Gestapo) weiterhin als Haftanstalt genutzt. <\/p>\n<p>Aus kriminologischen, rassenideologischen und politischen Gr\u00fcnden wurden verschiedene Gefangenengruppen inhaftiert, wie beispielsweise politische Gegner_innen, so genannte \u00bbAsoziale\u00ab, Juden und J\u00fcdinnen, Sinti und Roma, Homosexuellen, Zwangsarbeiter_innen, Prostituierte und Kriegsgefangene. Die Frankfurter Gestapo nutzte das Klapperfeld um Menschen zu inhaftieren, zu verh\u00f6ren und um zu foltern.<\/p>\n<p>Im Zuge der Verfolgung verhaftete die Gestapo die Betroffenen direkt auf offener Stra\u00dfe oder lud sie unter oft falschen Anschuldigungen zu einem Verh\u00f6r zun\u00e4chst in die Gestapo-Zentrale im Polizeipr\u00e4sidium und sp\u00e4ter ab 1941 in das Dienstgeb\u00e4ude der Gestapo in der Lindenstra\u00dfe 27 vor. Sie verf\u00fcgte in Bezug auf ihre Handlungen \u00fcber eine nahezu unbegrenzte Eigenmacht. <\/p>\n<p>Nach den Verh\u00f6ren oder auch direkt nach der Verhaftung durch die Gestapo, wurden die Betroffenen meist in das Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld gebracht und dort inhaftiert. Nach der Ankunft im Polizeigef\u00e4ngnis wurden das mitgef\u00fchrte Eigentum der Betroffenen an der Aufnahme aufgelistet,  und Koffer, Geld, Wertsachen etc. einbehalten. <\/p>\n<p>Die Zellen, in welchen die Betroffenen inhaftiert wurden, hatten meist eine Gr\u00f6\u00dfe von ca 1,65 \u00d7 3,00 m. In den Zellen befand sich ein Klappbett mit einem Holzwollsack, der mit Wanzen und L\u00e4usen voll war. Auf dem Bett lag meist eine graue Wolldecke. Ein K\u00fcbel f\u00fcr die Notdurft befand sich in einer Ecke der jeweiligen Zelle.  Ein kleiner Holzhocker, ein kleiner Tisch und ein kleines Regal zum Ablegen der Waschsachen, sowie eine Waschsch\u00fcssel und ein Metallbecher zum Trinken befanden sich in einer Zelle<sup><a href=\"#fn1286894096345n\" id=\"fn1286894096345\" class=\"footnote\">5<\/a><\/sup>. Der Tag im Gef\u00e4ngnis begann meistens um vier Uhr in der Fr\u00fch. Die diensthabenden Wachtmeister_innen weckten um diese Uhrzeit das K\u00fcchenpersonal. Das K\u00fcchenpersonal bestand meistens aus M\u00e4dchen des Frauengef\u00e4ngnisses in H\u00f6chst, welche von dem dortigen Polizeihauptmann  ausgew\u00e4hlt worden sind. <\/p>\n<p>Gegen f\u00fcnf Uhr wurden alle anderen Gefangenen geweckt. Als erstes mussten die K\u00fcbel im K\u00fcbelraum geleert und gereinigt werden. Nach dem K\u00fcbel leeren wurde Waschwasser geholt und die Zelle gereinigt. <\/p>\n<p>Die unterschiedlichen Gefangenengruppen wurden jedoch in unterschiedlicher Weise mit den H\u00e4rten des Gef\u00e4ngnislebens im Nationalsozialismus konfrontiert. Im 3. Stock des Polizeigef\u00e4ngnisses befand sich die sog. Judenabteilung, die ausschlie\u00dflich der Gestapo unterstand<sup><a href=\"#fn1286894326210n\" id=\"fn1286894326210\" class=\"footnote\">6<\/a><\/sup>. Die Gefangenen wurden dort in kleinen Drahtk\u00e4figen, die wiederum  in einer gro\u00dfen Gemeinschaftszelle zusammengeschlossen waren, inhaftiert. <\/p>\n<p>Das Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld wurde dar\u00fcber hinaus als Zwischenstation auf dem Weg in ein Arbeitserziehungs- oder Konzentrationslager genutzt<sup><a href=\"#fn1286894378762n\" id=\"fn1286894378762\" class=\"footnote\">7<\/a><\/sup>. Morgens nach dem Leeren der K\u00fcbel und dem Waschen, riefen die Wachtmeister_innen all diejenigen Namen auf, die zu Verh\u00f6ren zur Gestapo vorgeladen, entlassen oder in die Konzentrationslager nach Auschwitz, Ravensbr\u00fcck oder Buchenwald deportiert werden sollten<sup><a href=\"#fn1286894407378n\" id=\"fn1286894407378\" class=\"footnote\">8<\/a><\/sup>. <\/p>\n<p>\u00bbAlle diejenigen, die aufgerufen waren, wurden in einem Gemeinschaftsraum zusammengepfercht. In diesem war eine ganze Reihe von einzelnen Drahtk\u00e4figen mit einem Mittelgang, und in diese K\u00e4fige und den Mittelgang wurde man, wenn man f\u00fcr den Abtransport oder die Gestapo bestimmt war, zwei Stunden im Dunkeln eingesperrt \u2013 denn diese R\u00e4ume hatten blaue Fenster.\u00ab<sup><a href=\"#fn1286894423962n\" id=\"fn1286894423962\" class=\"footnote\">9<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Befand man sich nicht unter den Aufgerufenen, bekam man gegen sechs Uhr Kaffee und ein trockenes Brot.  Zwischen zehn und elf Uhr vormittags wurden die Frauen kurz auf den Hof gebracht. Die M\u00e4nner machten ihren Rundgang zwischen f\u00fcnf und sieben Uhr in der Fr\u00fch. T\u00e4glich waren  zwanzig Minuten Hofgang eingeplant. Es kam aber nicht selten vor, dass dieser ausfiel. Zwischen elf und zw\u00f6lf Uhr wurde eine Suppe zum Mittagessen ausgeteilt. Eine d\u00fcnne Wassersuppe mit ein paar St\u00fccken Gem\u00fcse, ganz selten auch mal mit einem  kleinen St\u00fcck Fleisch. Das Abendessen gab es um siebzehn Uhr nachmittags, meist einen d\u00fcnnen Malzkaffee und ein St\u00fcck trockenes Brot, zweimal in der Woche etwas Wei\u00dfk\u00e4se, zweimal in der Woche anstelle des Brotes einen Brei oder Nudeln<sup><a href=\"#fn1286894444722n\" id=\"fn1286894444722\" class=\"footnote\">10<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Mehrere Menschen verloren im Klapperfeld ihr Leben. Bernhardt Becker, Mitglied einer katholischen Jugendgruppe, sah sich im Klapperfeld zum Suizid gezwungen, um nicht unter Folter die Namen seiner Freunde verraten zu m\u00fcssen. Theodor Creizenach wurde im Juni 1939 verhaftet und im Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld inhaftiert.  Er wurde am 24. Juni 1939 erh\u00e4ngt in seiner Zelle gefunden. C\u00e4cilie Breckheimer wurde aus dem Klapperfeld nach Auschwitz deportiert und dort am 26. Juli 1943 ermordet. <\/p>\n<p>Unterdessen versuchten Angeh\u00f6rige der Inhaftierten, die sich stundenlang vor dem Klapperfeld aufhielten, Informationen \u00fcber diese herauszufinden. H\u00e4ufig wurde durch Pfiffe versucht, Kontakt von au\u00dfen aufzunehmen. Hin und wieder gelang es aber auch eine geschriebene Botschaft aus dem Gef\u00e4ngnis zu schmuggeln. <\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1945 erreichte die US-Armee Frankfurt am Main. Kurz vor Ankunft der US-Armee bereitete die Gestapo die R\u00e4umung des Gef\u00e4ngnisses Klapperfelds vor. Zwischen dem 23. und 24. M\u00e4rz 1945 wurden 49 Frauen, die im Klapperfeld inhaftiert waren, mit der Bahn nach Hirzenhain (Oberhessen) in das Arbeitserziehungslager auf dem Gel\u00e4nde der Breuer-Werke verschleppt. Auf dem Weg in das Lager konnten f\u00fcnf von ihnen fliehen. Die Frauen waren Zwangsarbeiterinnen aus Russland, Polen, Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Zwei Tage nach ihrer Ankunft wurden die Frauen im Wald in der N\u00e4he von Glash\u00fctten ermordet<sup><a href=\"#fn1286894487265n\" id=\"fn1286894487265\" class=\"footnote\">11<\/a><\/sup>.<\/p>\n<h4>Nach 1945 \u2013 Gewahrsam und Abschiebehaft im \u00bbKlapperfeld\u00ab<\/h4>\n<p>Nach Beendigung des Krieges nutzte die amerikanische Milit\u00e4rregierung das Klapperfeld als Haftanstalt. Insgesamt waren im Mai 1945  615 Personen im Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld inhaftiert<sup><a href=\"#fn1286894533994n\" id=\"fn1286894533994\" class=\"footnote\">12<\/a><\/sup>. <\/p>\n<p>Nach der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik wurde das alte Polizeigef\u00e4ngnis weiterhin als Gef\u00e4ngnis genutzt. Inhaftiert wurden in dieser Zeit jedoch nicht nur straff\u00e4llig gewordene Erwachsene, sondern auch Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. In Zusammenarbeit mit der Polizei nutzte die Abteilung \u00bbHeimatlose Jugend\u00ab des Frankfurter Jugendamtes das Polizeigef\u00e4ngnis zur Unterbringung von sogenannten \u00bbentwichenen F\u00fcrsorgez\u00f6glingen\u00ab. Minderj\u00e4hrige sollten laut Jugendamt nicht l\u00e4nger als 3 Tage ins Klapperfeld eingesperrt werden. Aus den historischen Dokumenten geht jedoch hervor, dass auch l\u00e4ngere Inhaftierungen vorgenommen wurden. Der letzte Verweis auf die Ingewahrsamnahme von Kindern und Jugendlichen im Polizeigef\u00e4ngnis findet sich in einem Aktenvermerk aus dem Jahre 1961.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Studierendenproteste der 1960er Jahre gewann das Polizeigef\u00e4ngnis aufgrund der hohen Zahl von Verhaftungen erneut an Bedeutung. Auch bei Protesten in den darauf folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche Demonstrant_innen in vor\u00fcbergehenden Gewahrsam genommen, wie zum Beispiel w\u00e4hrend der Proteste gegen die Startbahn West.<\/p>\n<p>Neben der Inhaftierung von Demonstrierenden und straff\u00e4lligen Menschen, wurde das Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld seit den 1980er Jahren bis vermutlich 2003 auch als Abschiebegef\u00e4ngnis genutzt. Bezeichnend ist der Umstand, dass die illegalisierten Fl\u00fcchtlinge in den viel zu kleinen und dunklen Zellen ihr Dasein fristen mussten. Die Abschiebung bedeutet f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge in der Regel den Weg in Armut, Verfolgung, Folter, Krieg oder gar den Tod. Trotz der Tatsache, dass selbst von offizieller Seite anerkannt wurde, dass die Haftbedingungen nicht den Mindestanforderungen entsprachen und schon Ende der 1950er Jahre \u00fcber eine Schlie\u00dfung diskutiert worden war, ist das Klapperfeld erst im November 2001 \u2013 in Zusammenhang mit der Fertigstellung des neuen Polizeipr\u00e4sidiums an der Adickesallee \u2013 offiziell geschlossen worden. Deshalb erscheint es umso erstaunlicher, dass es verschiedene Hinweise gibt, die darauf schlie\u00dfen lassen, dass das Gef\u00e4ngnis deutlich l\u00e4nger genutzt wurde. So finden sich zum Beispiel in vielen Zellen Graffitis von H\u00e4ftlingen, die auf die Jahre 2002 beziehungsweise 2003 datiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Wie wurde das Klapperfeld zum Ort der Erinnerung? \u2013 \u00bbFaites votre jeu\u00ab im ehemaligen Jugendzentrum Bockenheim<\/h4>\n<p>In der Nacht vom 2. auf den 3. August 2008 besetzte die Initiative <em>Faites votre jeu!<\/em> zusammen mit circa 200 Sympathisant_innen ein ehemaliges Jugendzentrum (JUZ) im Frankfurter Stadtteil Bockenheim. Das seit 2001 leerstehende Geb\u00e4ude in der Varrentrappstra\u00dfe 38 wurde besetzt, um der repressiven Umstrukturierung des st\u00e4dtischen Raums den Versuch eines selbstverwalteten, unkommerziellen Zentrums entgegenzustellen. Ziel war die Schaffung eines selbstverwalteten Kunst- und Kulturzentrums, welches Raum f\u00fcr verschiedenste politische, kulturelle und k\u00fcnstlerische Projekte und Veranstaltungen bieten sollte. Von Beginn an war die Kritik an den bestehenden Verh\u00e4ltnissen Teil des politischen Verst\u00e4ndnisses von <em>Faites votre jeu!<\/em>, und Widerstandspraxen ein integraler Bestandteil des politischen Handelns.<\/p>\n<p>Der Name <em>Faites votre jeu!<\/em> \u2013 der \u00fcbersetzt so viel hei\u00dft wie \u00bbMachen Sie Ihr Spiel!\u00ab und von einem Ausspruch aus dem Roulette abgeleitet ist \u2013 sollte als Aufforderung an sich selbst und andere verstanden werden. Das Ziel, das mit diesem Ausspruch verbunden wird, ist die Entwicklung selbstbestimmter, emanzipatorischer Politik und Kultur.<\/p>\n<p>Bereits am Tag nach der Besetzung begannen die Reparaturen und Renovierungsarbeiten in dem ehemaligen JUZ Bockenheim und schnell entwickelte sich ein vielf\u00e4ltiges Programm, das sich von politischen Diskussions- und Informationsveranstaltungen, Zeitzeugen_innengespr\u00e4chen, \u00fcber Ausstellungen und Filmabende bis hin zu Barabenden, Konzerten oder Parties erstreckte. Neben der Organisation von Veranstaltungen wurden Gemeinschafts-, Bar-, Konzert- und Veranstaltungsr\u00e4ume, ein Sport- und Trainingsraum, eine K\u00fcche, offene Ateliers, eine Werkstatt, ein Umsonstladen, ein Fotolabor, ein Medienraum und ein Band-Proberaum eingerichtet. Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen unterst\u00fctzten die Initiative <em>Faites votre jeu!<\/em> und erkl\u00e4rten sich mit ihr solidarisch. Das Spektrum reichte von antifaschistischen und linken Gruppen \u00fcber Studierendenvertretungen und Gewerkschaften, Professor_innen und Lehrbeauftragten verschiedener Hochschulen bis hin zu kulturellen und k\u00fcnstlerischen Projekten.<\/p>\n<p>Die Stadt Frankfurt, unter deren Verwaltung das Haus in den letzten sieben Jahren dem voranschreitenden Verfall preisgegeben war, erstattete Anzeige gegen die Besetzer_innen. Von einer sofortigen R\u00e4umung wurde jedoch abgesehen und nach ersten Gespr\u00e4chen r\u00e4umten sie eine Duldung bis zum 15. Januar 2009 ein.<\/p>\n<h4>Ersatzobjekt Klapperfeld<\/h4>\n<p>Wohl aufgrund der breiten Unterst\u00fctzung und der \u00fcberwiegend positiven Berichterstattung \u00fcber die Arbeit von <em>Faites votre jeu!<\/em> in der regionalen Presse sahen die Vertreter_innen der Stadt zun\u00e4chst von einer zuvor angedrohten polizeilichen R\u00e4umung des ehemaligen Jugendzentrums in Bockenheim ab, obwohl sich die Initiative nicht bereit erkl\u00e4rte, das Geb\u00e4ude ohne die Bereitstellung eines Ersatzgeb\u00e4ude zu verlassen. Nach erneuten Verhandlungen wurde der Initiative dann am 27. Januar 2009 das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis in der Klapperfeldstra\u00dfe 5 als Ersatzobjekt angeboten. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend auf st\u00e4dtischer Seite Einigkeit dar\u00fcber bestand, das es sich hierbei um eine ad\u00e4quate L\u00f6sung handelte, wurde bereits in den ersten Diskussionen unter den bei <em>Faites votre jeu!<\/em> aktiven Menschen klar, dass die Nutzung des ehemaligen Gef\u00e4ngnisses f\u00fcr viele zun\u00e4chst kaum vorstellbar schien. \u00dcber die Geschichte dieses Ortes war zu diesem Zeitpunkt wenig bekannt. Zwar wussten die meisten \u2013 teils aus eigener Erfahrung \u2013 das bis vor einigen Jahren, besonders bei Demonstrationen, viele Menschen \u00bbkurzzeitig\u00ab dort inhaftiert worden waren. Dar\u00fcber hinaus waren wenige hsitorische Fakten bekannt, zumal die Geschichte dieses Ortes auch in der \u00d6ffentlichkeit zuvor kaum eine Rolle gespielt hatte. Deshalb begann die Initiative umgehend mit Recherchen, um sich einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte des Ortes machen zu k\u00f6nnen. Je mehr \u00fcber die Geschichte des ehemaligen Gef\u00e4ngnisses bekannt wurde, desto klarer wurde, dass die Nutzung des ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnisses eine grundlegende Ver\u00e4nderung der bisherigen Arbeit bedeuten w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus war es den Aktiven bei <em>Faites votre jeu!<\/em> ein wichtiges Anliegen, in Erfahrung zu bringen, was Menschen, die in diesem Bau der Verfolgung und Folter durch die Gestapo ausgesetzt waren, davon halten w\u00fcrden, wenn an diesem Ort pl\u00f6tzlich Diskussionsveranstaltungen und Lesungen, Ausstellungen und Theaterauff\u00fchrungen oder gar Konzerte und Parties stattfinden w\u00fcrden. Bereits am 1. Februar bestand die M\u00f6glichkeit ein Gespr\u00e4ch mit dem Zeitzeugen Hans Schwert zu f\u00fchren, der von August 1936 bis August 1937 im Klapperfeld als KPD-Mitglied inhaftiert und dort von Gestapo und SS gefoltert worden war. Dieser best\u00e4rke die Initiative darin \u2013 wie auch die sp\u00e4ter interviewten Zeitzeug_innen Ria und Wolfgang Breckheimer \u2013 ihr Projekt im Klapperfeld fortzusetzen.<\/p>\n<p>Nach n\u00e4chtelangen Diskussionen entschied sich die Initiative am 6. Februar 2009 das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld als Ersatzgeb\u00e4ude f\u00fcr das von ihr besetzte ehemalige Jugendzentrum Bockenheim anzunehmen. Einigkeit bestand bei <em>Faites votre jeu!<\/em> dar\u00fcber, dass die Nutzung des Geb\u00e4udes nur in Verbindung mit einer kontinuierlichen, kritischen Auseinandersetzung mit der \u00fcber 115j\u00e4hrigen Geschichte des ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnisses stattfinden k\u00f6nne. Um dieser \u00dcberlegung gerecht zu werden, gr\u00fcndete sich bereits vor dem Einzug Ende April der Arbeitskreis Geschichte, kurz AK Geschichte. Dieser arbeitet seitdem kontinuierlich an der Rekonstruktion der verschiedenen Epochen des ehemaligen Gef\u00e4ngnisses.<\/p>\n<p>Vorl\u00e4ufige Ergebnisse dieser Arbeit wurden bei der ersten \u00f6ffentlichen Veranstaltung in der Klapperfeldstra\u00dfe am 1. Juli 2009 vorgestellt. Am 9. August 2009 folgte die Er\u00f6ffnung der Dauerausstellung zur Knasthistorie, die im Keller der Klapperfelds besucht werden kann. Schwerpunkt dieser Ausstellung ist die Nutzung des Klapperfelds durch die Gestapo in der Zeit des Nationalsozialismus.<\/p>\n<h4>Organisation und Angebote im Klapperfeld  \u2013  Plenum und Veranstaltungen<\/h4>\n<p>Neben der Dauerausstellung gibt es im Klapperfeld ein vielf\u00e4ltiges Angebot an Veranstaltungen wie Zeitzeugengespr\u00e4chen, Diskussionsrunden, Lesungen, p\u00e4dagogischen Seminartage und F\u00fchrungen. Die gesamte Organisation des Veranstaltungsangebots, aber auch alle Fragen zu Gestaltung des Raums und der Nutzung werden von allen, die sich bei <em>Faites votre jeu!<\/em> und im Klapperfeld engagieren auf dem gemeinsamen, w\u00f6chentlichen Plenum im Sinne des Konsensprinzips diskutiert und beschlossen. Am Plenum kann sich jede_r beteiligen und die R\u00e4ume im Klapperfeld stehen grunds\u00e4tzlich allen offen, die diese f\u00fcr Veranstaltungen nutzen wollen. Jede_r kann seine Ideen auf dem Plenum vorstellen und diskutieren. Die Ma\u00dfgabe hierf\u00fcr ist einzig, das kein kommerzieller Anspruch mit den Veranstaltungen verbunden sein darf und Antisemitismus, Homophobie, Nationalismus, Rassismus, Sexismus und andere menschenverachtende Positionen nichts im Klapperfeld verloren haben.<\/p>\n<p>Im Klapperfeld treffen die Ideen zur Organisation eines selbstverwalteten Zentrums und die geschichtspolitische Auseinandersetzung aufeinander und machen so die Besonderheit und die St\u00e4rke des Klapperfelds aus. Durch die Verbindung eines selbstverwalteten, politischen Zentrums mit der Arbeit des AK Geschichte im Klapperfeld als einen Ort der Erinnerung, greifen politisch, emanzipatorische Anspr\u00fcche, ein gemeinsam organisiertes Miteinander, historische Forschung und geschichtspolitische Auseinandersetzung ineinander. So ist ein Ort entstandenn in dem einerseits Geschichte erfahrbar wird und gleichzeitig M\u00f6glichkeiten und Experimentierfelder zur politischen Gestaltung der Gegenwart er\u00f6ffnet werden. <\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit neben der Organisation des Klapperfelds, sind kostenlose Veranstaltungen, Ausstellungen und eines p\u00e4dagogische Angebot. Dieser Entscheidung liegt der Wunsch zu Grund einen Ort mit der historischen Bedeutung und Geschichte des Klapperfeldes jedem Menschen, unabh\u00e4ngig seiner finanziellen M\u00f6glichkeiten zug\u00e4nglich zu machen. Das gesamte Projekt finanziert sich ausschlie\u00dflich \u00fcber Spenden und niemand im Klapperfeld wird f\u00fcr sein Engagement bezahlt. Besucher_innen und Freunde_innen spenden was sie k\u00f6nnen und m\u00f6chten \u2013 was sehr gut funktioniert. Bei \u00f6ffentlich angek\u00fcndigten Renovierungstermine bringen sich dar\u00fcber hinaus immer wieder Menschen mit Fachkenntnissen bei der Gestaltung und Erweiterung der R\u00e4ume ein.<\/p>\n<p>In Planung befinden sich weitere M\u00f6glichkeiten das Klapperfeld zu unterst\u00fctzen. Wie zum Beispiel eine Dokumenten- und B\u00fccherwunschliste zur Unterst\u00fctzung des AK Geschichte. <\/p>\n<h4>Die Dauerausstellung zur Geschichte des Klapperfelds<\/h4>\n<p>Im Mittelpunkt des Klapperfeldes als Ort der Erinnerung, steht die Dauerausstellung zur Zeit des Gef\u00e4ngnisses im Nationalsozialismus, die im Keller des Geb\u00e4udes aufgebaut ist. Diese ist als \u00bbwork in progress\u00ab zu begreifen und wird in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mit den neuesten Erkenntnissen erweitert. Die n\u00e4chste Erweiterung ist f\u00fcr den 19. September 2010 vorgesehen und wird die Themenfelder der besonderen Bedeutung von Gestapo-Gef\u00e4ngnissen, den \u00bbGef\u00e4ngnisalltag\u00ab zwischen 1933 und 1945 und Biographien von Inhaftierten enthalten. Einf\u00fchrend wird die Dauerausstellung mit einem neuen Teil \u00fcber die Planung und Bau des Klapperfelds im 19. Jahrhundert und die Nutzung bis einschlie\u00dflich der Weimarer Republik erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/images\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_02.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<em>Direkt nach dem Einzug von Faites votre jeu! im April 2009 befestigten Mitglieder Bettlacken an der Fassade. Die Initiative Faites votre jeu! verbindet mit dieser \u00bbAusbruchszene\u00ab den Aufruf, bestehende, repressive Verh\u00e4ltnisse zu \u00fcberwinden.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/images\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_03.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<em>Hans Schwert berichtet in einem Video \u00fcber seine Inhaftierung als KPD-Mitglied im Polizeigef\u00e4ngnis Klapperfeld.<\/em><\/p>\n<p>In Zukunft sollen auch weitere Epochen der Nutzung des ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnisses \u2013 in zu erg\u00e4nzenden Ausstellungen \u2013 Raum erhalten. Ebenfalls werden ab September 2010, verschiedene externe Ausstellungen in den R\u00e4umen des Geb\u00e4udes zu Gast sein. Zu den jeweiligen Themenfelder organisiert der AK Geschichte inhaltliche Begleitveranstaltungen.<\/p>\n<p>Monatlich erscheint ein gedrucktes Programm, das \u00fcber die Veranstaltungen im Klapperfeld informiert und an verschiedenen Orten in Frankfurt und Umgebung ausliegt. Au\u00dferdem kann es  jeder Zeit auf der von <em>Faites votre jeu!<\/em> und dem AK Geschichte konzipierten und realisierten Website www.klapperfeld.de abgerufen werden. Dar\u00fcber hinaus kann hier die gesamte Dauerausstellung auch online besucht werden \u2013 auch die Videoaufnahmen der Zeitzeug_innengespr\u00e4che k\u00f6nnen dort abgerufen werden. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Audiomitschnitte verschiedener Vortr\u00e4ge, Lesungen und Zeitzeug_innengespr\u00e4chen, die im Klapperfeld stattgefunden haben, im Veranstaltungsarchiv nachgeh\u00f6rt werden. <\/p>\n<h4>Das p\u00e4dagogische Angebot<\/h4>\n<p>Zu einem Herzst\u00fcck der geschichtspolitischen Auseinandersetzung im Klapperfeld hat sich das p\u00e4dagogische Angebot entwickelt. Dem muss voran gesetzt werden, dass es zu keiner Zeit Werbung f\u00fcr ein solches Angebot an Schulen oder Institutionen gab. Durch die Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem selbstverwalteten Zentrum f\u00fchlen sich viele junge Menschen angesprochen, die gro\u00dfes Interesse an der Geschichte des Geb\u00e4udes zeigen und ihre Lehrer_innen oder sozialp\u00e4dagogischen Begleiter_innen auf das Klapperfeld aufmerksam machen. Auch die regionale Presse berichtet in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcber das Geschehen im ehemaligen Polizeigef\u00e4ngnis und tr\u00e4gt damit zu dem gesteigerten Interesse einer breiteren \u00d6ffentlichkeit bei. Wegen entsprechender Anfragen nach begleiteten Ausstellungsbesuchen und F\u00fchrungen durch das Geb\u00e4ude wurde ein p\u00e4dagogisches Konzept f\u00fcr Seminartage und F\u00fchrungen im Klapperfeld  entwickelt. <\/p>\n<p>Vor jeder Terminvereinbarung wird ein ausf\u00fchrliches Telefonat mit den Begleiter_innen gef\u00fchrt.  Informationen \u00fcber die Erwartungen, Besonderheiten sowie Bed\u00fcrfnissen der Gruppen und ihr historisches Vorwissen werden dabei ausgetauscht. Auf dieser Grundlage werden daraufhin die Schwerpunktthemen und der Ablauf geplant. Die Struktur der Besucher_innengruppen sind vielf\u00e4ltig. Sie reichen, von den 9. Klassen einer F\u00f6rderschule \u00fcber Geschichtsleistungskurse, Projektgruppen sozialer Tr\u00e4ger  bis zu interessierten Gruppen mit Teilnehmenden jeden Alters.<\/p>\n<p>Alle diese Angebote werden von mindestens zwei Begleiter_innen aus dem Klapperfeld betreut, um die Besuchergruppe bei Bedarf aufteilen oder auf emotionalen Bed\u00fcrfnisse Einzelner intensiver eingehen zu k\u00f6nnen. Zu Beginn eines Studienausfluges durch das Klapperfeld wird die Initiative <em>Faites votre jeu!<\/em>, mit ihrem Konzept der Selbstverwaltung und den Ideen eines politisch emanzipatorischen Umgang miteinander vorgestellt und in Verbindung mit dem Anspruch an eine historische Auseinandersetzung mit der Gef\u00e4ngnisgeschichte gebracht. Anschlie\u00dfend werden die verschiedenen Epochen der Nutzung des Geb\u00e4udes kurz vorgestellt \u2013 von der Herkunft des Namens Klapperfeld, \u00fcber Planung und Bau, Weimarer Republik, die Nutzung durch die Gestapo im Nationalsozialismus, weiter zur Nutzung in der Bundesrepublik Deutschland bis zu der Zeit als Abschiebegef\u00e4ngnis und der endg\u00fcltigen Schlie\u00dfung 2003. Welche Themen in die Gewichtung und mit welcher Intensit\u00e4t in die F\u00fchrung und Diskussionen einflie\u00dfen, wird bei den Vorgespr\u00e4chen festgelegt. Der Schwerpunkt aber liegt auf der Bedeutung des Klapperfeldes als Haftanstalt w\u00e4hrend des Nationalsozialismus. Der auf Grund hierf\u00fcr ist die Einzigartigkeit dieses Zivilisationsbruches und der Wichtigkeit des zug\u00e4nglich Machens von Informationen \u00fcber diese Zeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/faitesvotrejeu.blogsport.de\/images\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_04.jpg\" alt=\"\"><br \/>\n<em>Zellen im 2. Stock des Geb\u00e4udes. Dieser Trakt wurde von den 1980er Jahren bis zur Schlie\u00dfung 2002\/3 zur Inhaftierung von Abschiebeh\u00e4ftlingen genutzt.<br \/>\nAlle Fotos: AK Geschichte der Faites votre jeu!<\/em><\/p>\n<p>Vortrag und Gang durch das Geb\u00e4ude beginnen meist bei den im Originalzustand erhalten Zellen im Erdgeschoss, wenden sich dann der ehemalige sogenannte Judenabteilung im dritten Stock zu, begeben sich anschlie\u00dfend in den ehemaligen Gef\u00e4ngnishof und enden mit dem Besuch der Dauerausstellung in der Mitte des Kellers. Auf diesem Weg gibt es eine Auseinandersetzung mit der Machtergreifung und der Gleichschaltung durch das NS-Regime, mit der Verfolgung der verschiedenen Opfergruppen, mit  der Organisation der Gestapo, mit verschiedenen Formen des Widerstandes, mit der Bedeutung von Zwangsarbeit und \u00bbKnastalltag\u00ab und zuletzt der Aufl\u00f6sung des Gef\u00e4ngnisses und dem Einmarsch der Alliierten. <\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend, am Ende eines jeden Studientages im Klapperfeld, findet ein gemeinsames Gespr\u00e4ch \u00fcber das Gesehene und Erlebte statt. Sp\u00e4testen hier flie\u00dfen nochmal Gedanken der Teilnehmenden zu aktuellen Bez\u00fcgen, der Bedeutung von Gef\u00e4ngnis und Ausgrenzung in einer Gesellschaft sowie der Schaffung von Normen und Abweichungen  ein. <\/p>\n<p>H\u00e4ufig betonen Lehrer_innen und Sozialp\u00e4dagog_innen Grund f\u00fcr ihr gro\u00dfes Interesse am \u00bbKlapperfeld\u00ab und dem dortigen Angebot sei die Vermittlung und Vorstellung der besonderen Verbindung zwischen einem selbstverwalteten Projekt und einem Ort der Erinnerung. Dar\u00fcber hinaus sch\u00e4tzen sie, dass das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis mit seiner Geschichte und der zentralen Lage mitten in der Frankfurter Innenstadt mit seinem Angebot eine gut M\u00f6glichkeit zum anschaulichen Einstieg in die Thematik und die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit bietet.<\/p>\n<p><em>Faites votre jeu!<\/em> im Klapperfeld ist der lebendige Versuch einer aktiven, kritischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart einen kontinuierlichen Raum zu geben!<\/p>\n<p>Wenn Ihr Interesse an dem Veranstaltungsprogramm des Klapperfeldes, an Seminarausfl\u00fcgen und F\u00fchrungen geweckt worden ist oder sie Informationen und Anregungen f\u00fcr uns haben, freuen wir uns. Auch an einem Austausch und der intensiveren Zusammenarbeit mit anderen Gedenkst\u00e4tten haben wir gro\u00dfes Interesse.<\/p>\n<p>Faites votre jeu!<br \/>\nKlapperfeldstra\u00dfe 5, 60313 Frankfurt<br \/>\nwww.klapperfeld.de | info [\u00e4t] klapperfeld.de<\/p>\n<p>Telefon 0163 9401683<\/p>\n<p>Diplom-P\u00e4dagogik Studentin <strong>Sarah Friedrich<\/strong>, Dipl. Pol. <strong>Mirja Keller<\/strong> und <strong>J\u00f6rg Schmidt<\/strong> haben an der Instandsetzung des alten Polizeigef\u00e4ngnisses Klapperfeld mitgewirkt. Sie beteiligen sich aktiv im AK Geschichte von <em>Faites votre jeu!<\/em> und haben in diesem Rahmen an der Erarbeitung der Dauerausstellung teilgenommen. Weiterhin sind sie mitverantwortlich f\u00fcr die darauf aufbauende Bildungsarbeit. <\/p>\n<ol class=\"footnotes\">\n<li id=\"fn1286893453843n\">Vgl. <a href=\"http:\/\/www.kmffm.de\/polizeigewahrsam.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.kmffm.de\/polizeigewahrsam.html<\/a> [<a href=\"#fn1286893453843\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286893581377n\">Vgl. Nikolaus Wachsmann, Gefangen unter Hitler, M\u00fcnchen 2006, S. 17ff [<a href=\"#fn1286893581377\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286893603129n\">Vgl. <a href=\"http:\/\/www.kmffm.de\/polizeigewahrsam.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.kmffm.de\/polizeigewahrsam.html<\/a> [<a href=\"#fn1286893603129\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894062505n\">Nikolaus Wachsmann, Gefangen unter Hitler, M\u00fcnchen 2006, S. 39ff [<a href=\"#fn1286894062505\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894096345n\">Vgl. Klaus Otto Nass, Elsie K\u00fchn-Leitz. Mut zur Menschlichkeit, Bonn 1994, S. 50f [<a href=\"#fn1286894096345\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894326210n\">Monica Kingreen, Gewaltsam verschleppt aus Frankfurt, S. 383; in: Monica Kingreen, \u00bbNach der Kristallnacht\u00ab, Frankfurt 1999 [<a href=\"#fn1286894326210\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894378762n\">Monica Kingreen, Gewaltsam verschleppt aus Frankfurt, S. 383; in: Monica Kingreen, \u00bbNach der Kristallnacht\u00ab, Frankfurt 1999 [<a href=\"#fn1286894378762\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894407378n\">Ebd. S.56 [<a href=\"#fn1286894407378\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894423962n\">Ebd. S.56 [<a href=\"#fn1286894423962\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894444722n\">Ebd., S. 52ff [<a href=\"#fn1286894444722\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894487265n\">Michael Keller,  \u201eDas mit der Russenweibern is erledigt\u201c R\u00fcstungsproduktion, Zwangsarbeit, Massenmord und Bew\u00e4ltigung der Vergangenheit in Hirzenhain zwischen 1943 und 1991, Friedberg 1991. [<a href=\"#fn1286894487265\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<li id=\"fn1286894533994n\">Institut f\u00fcr Stadtgeschichte, Magistratsakten Sig. 5.887 [<a href=\"#fn1286894533994\">zur\u00fcck<\/a>]<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><u><strong>In der Ausgabe Nr. 157 des <em>Gedenkst\u00e4ttenRundbrief<\/em> ist ein Artikel des <em>Arbeitskreis Geschichte<\/em> erschienen. Der <em>Gedenkst\u00e4ttenRundbrief<\/em> erscheint sechs Mal im Jahr und wird von der <em>Stiftung Topographie des Terrors<\/em> in Berlin herausgegeben.<\/strong><\/u><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gedenkstaettenforum.de\/nc\/gedenkstaetten-rundbrief\/\" target=\"_blank\"><strong>Gedenkst\u00e4ttenRundbrief Nr. 157, Oktober 2010<\/strong><\/a><\/p>\n<p>(<strong>download pdf: <a href=\"http:\/\/www.klapperfeld.de\/images\/stories\/pressearchiv\/pdf\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_Einzelseiten.pdf\" target=\"_blank\">Einzelseiten<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.klapperfeld.de\/images\/stories\/pressearchiv\/pdf\/20101001_GedenkstaettenRundbrief_Nr_157_Doppelseiten.pdf\" target=\"_blank\">Doppelseiten<\/a><\/strong>)<\/p>\n<p><strong>Von Sarah Friedrich, Mirja Keller und J\u00f6rg Schmidt<\/strong><\/p>\n<p>Die Initiative <em>Faites votre jeu!<\/em> besetzte Anfang August 2008 ein ehemaliges Jugendzentrum in Frankfurt \u2013 Bockenheim. Ein selbstverwaltetes Projekt entstand. Obwohl das Projekt gut angenommen wurde hat die Stadt Frankfurt mit der R\u00e4umung gedroht. Nach Verhandlungen mit Vertreter_innen der Stadt im Jahr 2009 entschied sich die Initiative das ehemalige Polizeigef\u00e4ngnis in der Klapperfeldstrasse 5 als Ausweichqaurtier anzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[12,5,1],"tags":[2168,703,706,1823,679,695,697],"class_list":["post-19792","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-signs","category-spectacle","category-syndicated","tag-antisemitismus","tag-controls","tag-culturacisme","tag-dates","tag-frankfurt","tag-korper","tag-streetarzt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19792"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19792\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19871,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19792\/revisions\/19871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}