{"id":2198,"date":"2008-09-06T11:11:56","date_gmt":"2008-09-06T10:11:56","guid":{"rendered":"http:\/\/grenzposten.blogsport.de\/2008\/09\/06\/der-erlebnis-der-grenze\/"},"modified":"2009-07-12T16:23:08","modified_gmt":"2009-07-12T15:23:08","slug":"der-erlebnis-der-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2008\/09\/der-erlebnis-der-grenze\/","title":{"rendered":"Der Erlebnis der Grenze"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber die Verwandtschaft von Rassismus und Tourismus | Tina Goethe <\/strong><\/p>\n<p>\u201eMexiko gilt wegen seiner reichen kulturellen Geschichte, seiner einzigartigen landschaftlichen Vielfalt, seiner besonderen Musik- und Tanztraditionen und vor allem seiner Menschen zu Recht als eines der faszinierendsten L\u00e4nder der Welt.\u201c Ob Indien, Spanien, \u00c4gypten oder eben Mexiko: Erste S\u00e4tze aus dem Vorwort von Reisef\u00fchrern sind meist austauschbar. Dabei verlangt der Tourismus nach Einzigartigkeiten, die er vor allem in den \u2018unterschiedlichen Kulturen\u2019 der zu bereisenden L\u00e4nder sucht. Egal ob Volkskultur oder hochkulturelle Zeugnisse der Vergangenheit \u2013 Kultur, die zu besuchen es sich lohnt, muss vor allem anders sein. Bezugspunkt f\u00fcr die Feststellung von Differenz ist dabei immer die eigene Kultur, die der Touristen und der Tourismusindustrie. Die touristische Suche ist jedoch mehr als nur die Suche nach Unterschiedlichkeit: \u00dcber den Akt des Reisens wird diese Differenz oft erst hergestellt. Denn der auf Unterschiede zum Eigenen und Bekannten gerichtete touristische Blick ist selektiv und formt das Vorgefundene gem\u00e4\u00df der eigenen Erwartungen und W\u00fcnsche. Die auf diese Weise konstruierten Differenzen markieren dann selbst die Grenzen, deren \u00dcberschreitung Motivation und Ziel des Reisens ausmacht.<\/p>\n<p><a id=\"more-4\"><\/a>Im Tourismus werden tagt\u00e4glich millionenfach Grenzen \u00fcberschritten. Das Ritual der Passkontrolle am Flughafen oder auf der Autobahn ist f\u00fcr westliche TouristInnen in der Regel problemlos und scheint zunehmend an Bedeutung zu verlieren. Dennoch ist das Passieren der Grenzen konstitutiv f\u00fcr eine Reise, deren Beginn durch den Moment des \u00dcberschreitens markiert wird. So bedeutet Reisen neben dem tats\u00e4chlichen vor allem auch ein \u00dcberschreiten von Grenzen auf symbolischer Ebene. Das gilt sowohl f\u00fcr kulturelle Grenzen, vor allem aber f\u00fcr solch reale Grenzen wie die zwischen Nationalstaaten. \u201eEs gibt nichts Nat\u00fcrliches an der Grenze, sie ist ein h\u00f6chst konstruierter Ort, der durch \u00fcberschreitende Leute reproduziert wird, denn ohne das \u00dcberschreiten haben wir keine Grenze. Dann ist sie nur eine imagin\u00e4re Linie, ein Fluss oder einfach eine Wand\u201c, sagt die mexikanische K\u00fcnstlerin Bertha Jottar in Ursula Biemanns Videoessay \u2018Performing the Border\u2019. Tr\u00e4gt der Tourismus also zur Aufrechterhaltung von Grenzen bei?<\/p>\n<p>Auch der Rassismus beruht auf der Herstellung von Differenz und Grenzen. Dennoch werden Reisen und Rassismus ganz unterschiedlich bewertet. W\u00e4hrend im Tourismus die Differenz positiv erlebt wird \u2013 durch Suchen und Entdecken von Neuem \u2013, wird im Rassismus Differenz negativ wahrgenommen. Sie dient der Abwertung und Ausgrenzung. Im Rassismus werden die \u00fcber konstruierte und tats\u00e4chliche Unterschiede voneinander getrennten Gruppen in eine Hierarchie gestellt, die in bestehende Herrschaftsverh\u00e4ltnisse eingebettet ist und diese st\u00fctzt und reproduziert. Die rassistische Ideologie ist damit auf explizites Grenzziehen angelegt. Die \u00dcberschreitung dieser Grenzen, seien sie kulturell, politisch oder als beides \u2013 also in der Regel nationalstaatlich \u2013 konstruiert, ist nur erw\u00fcnscht, wenn sie mit kapitalistischen Interessen konform geht. Denn der Verlauf der Grenzen wie auch die Modalit\u00e4ten ihrer \u00dcberschreitung wurden und werden gem\u00e4\u00df der Interessen kolonialer und kapitalistischer Expansion festgelegt. An diesen realen wie imagin\u00e4ren Grenzen treffen sich Rassismus und Tourismus. (\u2026)<\/p>\n<p>Reisen und Rassismus basieren beide auf der Konstruktion von Grenzen zwischen unterschiedlichen Kulturen. Damit steht die Kultur im Zentrum von touristischen und rassistischen Betrachtungsweisen der Welt. Entlang des Begriffsfeldes der Kultur, das nicht zuf\u00e4llig auch in der Diskussion um Tourismus Hochkonjunktur hat, soll die strukturelle Verwandtschaft zwischen Tourismus und Rassismus nachgezeichnet werden.<\/p>\n<p><strong>Kultur und Zivilisation <\/strong><br \/>\nDer Begriff der Kultur hat sich in den vergangen Jahren zu einem schwer fassbaren, semantischen Monstrum ausgewachsen. Von K\u00f6rper-, Wohn- und so genannter \u2018Unternehmenskultur\u2019, von der Kultur des christlichen Abendlandes bis hin zur \u2018Ballermann-Kultur\u2019 ist da die Rede. Die klassischen Gegens\u00e4tze Hochkultur versus Volkskultur, Popkultur, Subkultur oder Kultur als Produktions- und Lebensformen scheinen mehr und mehr zu verschwimmen \u2013 hin zu einem alles umfassenden Kulturbegriff.<\/p>\n<p>Auch innerhalb der Diskussion um Tourismus wird mit einem sehr breiten Kulturbegriff operiert: Alles ist Kultur und lohnt besucht zu werden \u2013 seien es die Fresken der Sixtinischen Kapelle oder die traditionellen Methoden der Olivenernte. Doch trotz dieser zun\u00e4chst sehr offenen Auffassung von Kultur schleicht sich mit dem Blick auf das \u2018Fremde\u2019 meist ein statisches Kulturverst\u00e4ndnis ein. (\u2026) Kulturen sind als abgrenzbare Entit\u00e4ten mit ihren jeweiligen Besonderheiten vorstellbar, die an bestimmten Orten auffindbar, besuchbar und mehr oder weniger gut zu verstehen sind. Im Grunde sind Kulturen wie Pflanzen, unterschiedlich gro\u00df und bunt, die der Hege und Pflege bed\u00fcrfen (so man sich denn weiterhin an ihnen erfreuen will). Zentral ist vor allem ihre Ortsgebundenheit \u2013 sie \u2018wachsen\u2019 eben nur in \u2018bestimmten Regionen\u2019, die f\u00fcr sie g\u00fcnstig sind.<\/p>\n<p>Dieses f\u00fcr den Tourismus typische Kulturverst\u00e4ndnis geht oft einher mit der Klage \u00fcber die Kulturzerst\u00f6rung durch den Tourismus, eine Klage, die so alt ist wie der Tourismus selbst. Nicht nur von tourismuskritischen Kreisen wird immer wieder bedauert, wie fremde, bisher \u2018unber\u00fchrte und intakte\u2019 Kulturen durch den Kontakt mit westlichen TouristInnen \u2018verdorben\u2019 oder gar \u2018infiziert\u2019 w\u00fcrden. Der Kulturbegriff, der dabei f\u00fcr die bereisten L\u00e4nder angewendet wird, weicht oft stark davon ab, wie die Skeptiker ihre eigene Kultur definieren. Hier zeichnet sich ein grunds\u00e4tzlicher Widerspruch ab, der auf die Polarisierung der Begriffe \u2018Kultur\u2019 und \u2018Zivilisation\u2019 Ende des 19. Jahrhunderts zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>Waren die Begriffe \u2018Zivilisation\u2019 und \u2018Kultur\u2019 im 18. Jahrhundert noch Synonyme f\u00fcr den allgemeinen geistigen und materiellen Fortschritt, entwickelte sich ihr Gebrauch im 19. Jahrhundert zunehmend antithetisch. Zivilisation \u2013 gemeint war und ist damit die westliche, aufgekl\u00e4rte Zivilisation \u2013 erhielt ihre Bedeutung durch die Konstruktion des Gegensatzes zur \u2018Barbarei\u2019. Von den Barbaren und Wilden au\u00dferhalb der kapitalistischen Zentren grenzte man sich durch technischen Fortschritt und \u2018zivilisiertes\u2019 Verhalten ab. Mit diesem Zivilisationsbegriff einher ging eine Einteilung der Menschheit in verschiedene Kulturkreise und \u2018Rassen\u2019, die in eine Hierarchie gebracht wurden, in der das wei\u00dfe, christliche und aufgekl\u00e4rte Europa ganz oben stand \u2013 dazu berufen, den unzivilisierten Rest der Welt zu erobern und aufzukl\u00e4ren. Die Grenze verlief nicht nur geografisch, sondern auch historisch. Da Zivilisation f\u00fcr ein Modell des dauernden Fortschritts steht, impliziert jeder bestehende Entwicklungszustand ein Werturteil \u00fcber das Fr\u00fchere. Alles, was ist, ist nicht nur richtig, sondern auch besser als das, was war. Entsprechend wurden die \u2018Barbaren\u2019 oder \u2018Nicht-Zivilisierten\u2019 auf der Zeitachse bereits \u00fcberwunden geglaubten Entwicklungsstufen zugeordnet, was einerseits einer (Ab)Wertung entsprach, andererseits aber die theoretische Grundlage daf\u00fcr bot, die (noch) Nicht-Zivilisierten in das eigene Entwicklungsmodell zu integrieren.<\/p>\n<p>Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff der Zivilisation nicht nur im deutschen Idealismus zunehmend angegriffen. Mit dem Begriff der \u2018Kultur\u2019 sollten die als Kehrseiten empfundenen Aspekte der Zivilisation aufgezeigt werden. Der Kulturwissenschaftler Terry Eagleton beschreibt, wie \u2018Kultur\u2019 als Kritik am Bestehenden, als Kampfbegriff eingebracht wurde: \u201eEin Grund f\u00fcr den Aufstieg des Begriffs \u2018Kultur\u2019 war (\u2026) der Umstand, dass \u2018Zivilisation\u2019 als Wertbegriff immer weniger \u00fcberzeugend klang. (\u2026) Zivilisation war etwas Abstraktes, Entfremdetes, Fragmentarisches, Mechanistisches, Utilitaristisches und stand im Banne des krassen materialistischen Fortschrittsglaubens; Kultur war ganzheitlich, organisch, sinnlich, eingedenkend und trug ihr Ziel in sich. Der Konflikt zwischen Kultur und Zivilisation war Bestandteil eines Kampfes zwischen Tradition und Moderne.\u201c Kultur wurde als ortsgebunden und stammesm\u00e4\u00dfig verstanden und hatte nichts Kosmopolitisches mehr an sich. Es verkehrte sich damit zumindest in Deutschland in das Gegenteil von Zivilit\u00e4t. (\u2026)<\/p>\n<p>Insbesondere Herder verfolgte die Idee von Kultur als Zivilisationskritik. So habe jedes \u2018Volk\u2019 seine eigene, besondere Ausdrucksweise, seine eigene, besondere Kultur, womit der Begriff nur noch im Plural zu denken sei. Herders Kulturdefinition war bewusst gegen den Universalismus der Aufkl\u00e4rung gerichtet. (\u2026)<\/p>\n<p>Die Idee von der Kultur-als-bestimmte- Lebensform ist mit ihrer romantisch- antikolonialistischen Vorliebe f\u00fcr \u2018exotische\u2019 Gesellschaften bis heute pr\u00e4gend f\u00fcr die Definition von Kultur und Grundlage f\u00fcr die derzeit so gepriesene \u2018kulturelle Identit\u00e4t\u2019. Als ein zun\u00e4chst kritisch gegen die Anma\u00dfungen des Konzepts der Kultur-als-Zivilisation und deren scharf diskriminierenden Auswirkungen gedachter Begriff tendierte das Konzept der Kultur-als-Lebensweise jedoch von Anfang an zu einer Idealisierung der Volkskultur. (\u2026) Die Bedeutung von Kultur verschob sich damit paradoxerweise hin zu einer Beschreibung der Lebensformen von \u2018Wilden\u2019 und weg von der der Zivilisierten. Kultur \u2013 und damit gut \u2013 ist danach alles, was authentisch von den Menschen selber kommt.<\/p>\n<p>Aus dieser romantischen Version von Kultur wurde mit der Zeit eine \u2018wissenschaftliche\u2019: Im 20. Jahrhundert fand sie insbesondere in der Ethnologie Verwendung. Doch obwohl sie vorgab, keine Wertungen einzelner Kulturen vorzunehmen und sich der Theorie einer auf \u2018rassischen\u2019 Unterschieden gr\u00fcndenden Hierarchie der V\u00f6lker zu entziehen, ging es weiterhin darum, kulturelle Differenzen zu finden und zu beschreiben. Und indem sie sich der Kategorien bedienten, die innerhalb des gro\u00dfen Gegensatzes zwischen Westen und Nicht-Westen fungierten, arbeiteten diese Beschreibungen Schritt f\u00fcr Schritt an der kulturellen Ordnung der Welt. So lieferten auch die zun\u00e4chst \u2018neutralen\u2019 Analysen \u2018fremder Kulturen\u2019 Zeichen und Versatzst\u00fccke, die als Tr\u00e4ger \u00fcber sie hinausgehender Bedeutungen gew\u00e4hlt wurden und zu Wertungen einluden. Damit trug nicht nur die Rassenlehre, sondern auch die Ethnologie als Lehre der kulturellen Differenzen zu einer Botanisierung der Menschheit bei.<\/p>\n<p><strong>Vom Sightseeing zum Lifeseeing <\/strong><br \/>\nDie Parallelen zur touristischen Betrachtung von Welt liegen auf der Hand. Die \u2018Kultur-als-Lebensform\u2019 ist Zielpunkt der Begehrlichkeiten des modernen Tourismus. Besonders deutlich wird diese Parallele zwischen der Idealisierung von Volkskultur und touristischen Sehgewohnheiten im \u2018Lifeseeing\u2019.<\/p>\n<p>Standen im klassischen Sightseeing noch die (hoch-)kulturellen Leistungen aus Kunst und Architektur im Zentrum der Reise, wurden die Inhalte des \u201eKulturtourismus\u201c inzwischen um das Lifeseeing, also um die Alltagskultur erg\u00e4nzt. Suchte ein Bildungsreisender wie Goethe in Italien noch architektonische und k\u00fcnstlerische Zeugnisse vergangener Hochkulturen auf, die er voller Bewunderung beschrieb und die den Erzeugnissen der eigenen Kultur \u00fcberlegen schienen, so werden heute vornehmlich Kulturen- als-Lebensformen besucht. Wegen ihrer angeblich naturverbundenen Einfachheit werden auch diese zwar wieder romantisch verkl\u00e4rt und mit einer Sehnsucht nach den heilen Wurzeln der Menschheit erlebt. Dennoch kann sich kaum jemand ambivalenten Gef\u00fchlen entziehen, da das eigene Leben so offensichtlich fortgeschrittener, freier und \u00fcberlegen erscheint. (\u2026) Mit der Verschiebung hin zum \u2018Lifeseeing\u2019, das die Kultur als Lebensweise und eben nicht mehr als Hochkultur im Blick hat, tritt unweigerlich alles nicht-westliche hinter den Errungenschaften der Zivilisation zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch auf anderer Ebene wird die Hierarchie zwischen Zivilisation und Kultur-als-Lebensform im Tourismus erneut lebendig. Verstehen sich die meisten TouristInnen als Teil der westlichen Zivilisation, die sie als Segen oder als Fluch empfinden m\u00f6gen, ist die Motivation vieler Fernreisen der Besuch und\/oder das Kennenlernen fremder \u2018Kulturen\u2019. \u201eKultur \u2013 das sind die anderen!\u201c, schreibt Terry Eagleton \u00fcber die anthropologische Bedeutung von Kultur. \u201eWer die eigene Lebenswelt als Kultur definiert, l\u00e4uft Gefahr, sie zu relativieren. Die eigene Lebensweise ist immer einfach menschlich; die anderer Menschen ist ethnisch, eigent\u00fcmlich, kulturell besonders.\u201c \u2018Primitive\u2019, die heute etwas vorsichtiger nicht-westliche Kulturen genannt werden, werden auch und besonders im Tourismus als koh\u00e4rent und widerspruchsfrei imaginiert. (\u2026) Von dieser Projektion, die mit vielen bunten Details geschm\u00fcckt die Grundlage exotistischer Denkund Verhaltensmuster bildet, lebt die Tourismusindustrie. Gesucht und geboten werden vermeintlich \u2018intakte Lebenswelten\u2019, die in ihrer \u2018Unber\u00fchrtheit\u2019 eine lebendige Kraft ausstrahlen, die sie aus ihrer \u2018Verbundenheit\u2019 mit ihrer nat\u00fcrlichen Umwelt und ihren Traditionen sch\u00f6pfen. Diese Lebendigkeit, die sich f\u00fcr Europ\u00e4erInnen vornehmlich in Tanz, Musik und Ungezwungenheit ausdr\u00fcckt, scheint der eigenen \u2018Kultur\u2019, besser: Zivilisation verloren gegangen. Die Zivilisationsm\u00fcden suchen Unterhaltung, Frische oder gar Heilung in der fremden \u2018heilen\u2019 Welt.<\/p>\n<p>Die ist jedoch nur solange heile, wie sie von der eigenen Welt unber\u00fchrt bleibt. Denn obwohl die fremde Kultur als energiestrotzend und \u2018gesund\u2019 imaginiert wird, erscheint sie merkw\u00fcrdig anf\u00e4llig f\u00fcr Verunreinigungen. Dem Kontakt mit der unheilbringenden Zivilisation, der anscheinend den Beginn des Untergangs markiert, und den viele kulturpessimistische TourismuskritikerInnen gerade dem Tourismus zuschreiben, sind diese Kulturen meist hilflos ausgeliefert. (\u2026)<\/p>\n<p>Diese Perspektive \u2013 die Idealisierung einer heilen Welt und die Kritik an ihrer Zerst\u00f6rung durch den Einbruch der Zivilisation \u2013 gleicht dem romantischen Idealismus von Herders Zivilisationskritik auf\u2019s Haar. Und auch hier entspringt die durchaus berechtigte Kritik an den Folgen des Tourismus letztendlich einem Gef\u00fchl der Macht und \u00dcberlegenheit. Wie schon zu Kolonialzeiten scheint den au\u00dfereurop\u00e4ischen Kulturen der Status von Kindern zugesprochen zu werden. (\u2026) In alter paternalistischer Manier werden den Menschen dieser fremden Kulturen ernstzunehmende Reaktions- und Handlungsf\u00e4higkeiten abgesprochen. Als kulturell wahrgenommen und betont werden jene Aspekte des sozialen Lebens, in die die Menschen hinein geboren werden \u2013 Verwandtschaft, Sprache, Ritual und Brauchtum \u2013, die also bereits vorgegeben und nicht frei w\u00e4hlbar sind. \u2018Zivilisation\u2019 klingt gegen\u00fcber dieser deterministischen Beschreibung sehr viel mehr nach Bewusstsein und gezielter Handlung und projiziert damit den wei\u00dfen Teil der Menschheit zu vern\u00fcnftig denkenden und handelnden Subjekten.<\/p>\n<p>Die Kritik an der Zerst\u00f6rung eines \u2018heilen\u2019 naturnahen Paradieses entspringt einem Unwohlsein der Zivilisation an sich selbst, einem diffusen Unwohlsein der TouristInnen an hiesigen Verh\u00e4ltnissen, die dem Individuum entfremdet scheinen und es ganz und gar einer kapitalistischen Verwertungslogik unterordnen. Erst seit Mitte der 90er Jahre setzt eine Reflexion \u00fcber Motivationen und Hintergr\u00fcnde dieser Form der Kritik am Tourismus ein. Deutlich wurde dabei, dass hinter der Rede von der \u2018Kulturzerst\u00f6rung\u2019 oftmals von Paradiessehns\u00fcchten gen\u00e4hrte, exotistische Projektionen wie die des \u2018edlen Wilden\u2019 liegen. Die Tourismusindustrie suggeriert demgegen\u00fcber, dass es au\u00dferhalb der kapitalistischen Welt und ihrer Verwertungslogik auch anderes gibt. Von dieser Suggestion lebt der Tourismus. Er bietet scheinbar \u2018au\u00dferhalb\u2019 liegende Refugien an, die jedoch nur innerhalb eines touristischen Marktes denkbar sind. Denn bereits \u00fcber ihr Angebotenwerden sind diese imaginierten, \u2018marginalen Paradiese\u2019 in die kapitalistische Verwertungslogik einbezogen.<\/p>\n<p>Dass Tourismus an vielen Orten tats\u00e4chlich gro\u00dfen und zum Teil auch sehr negativen Einfluss auf die kulturellen Wandlungsprozesse der bereisten Gesellschaft hat, soll hier nicht geleugnet werden. (\u2026) Um [aber] die gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen in touristischen Regionen bewerten zu k\u00f6nnen, muss es zun\u00e4chst einmal um die M\u00f6glichkeiten der Mitbestimmung und Entscheidung f\u00fcr die betroffene Bev\u00f6lkerung innerhalb der touristischen Entwicklung gehen. (\u2026) Die Tatsache, dass der Tourismus bzw. die Tourismusindustrie nur allzu oft die materiell gest\u00fctzte Definitionsmacht besitzt und dar\u00fcber entscheidet, wie sich die besuchten \u2018Kulturen\u2019 darzustellen haben und verkaufen lassen, hei\u00dft zudem nicht, dass nicht auch die anderen Akteure \u2013 die am Tourismus Beteiligten und von ihm Betroffenen \u2013 eigenwillige Strategien im Umgang mit Tourismus entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Genuss auf Distanz <\/strong><br \/>\nDer R\u00fcckblick auf die philosophisch- historische Entwicklung des Kulturbegriffs verdeutlicht, welche Deutungsmuster der im Tourismus wirkungsm\u00e4chtigen Auffassung von Kultur zugrunde liegen. Die Lebensformen der Menschen au\u00dferhalb Europas werden der \u2018Zivilisation\u2019 als ortsgebundene Kulturen entgegengesetzt \u2013 ob in idealisierender oder abwertender Absicht geht es dabei immer um die Herstellung von Differenz. Dieses Kulturbild des Tourismus gleicht dem des Rassismus: Die beschriebenen bzw. besuchten Kulturen sind anders als \u2018wir\u2019 und \u2018wir\u2019 sind ihnen \u00fcberlegen. Manifest werden diese strukturellen \u00c4hnlichkeiten von touristischen und rassistischen Denkformen vor allem dann, wenn es um die allt\u00e4gliche, nicht-touristische Begegnung geht. Denn allzu oft werden die Menschen der Kulturen, die im Urlaub noch bestaunt und bewundert wurden, im eigenen Land als st\u00f6rend empfunden. Dieser widerspr\u00fcchliche Umgang mit kultureller Differenz \u2013 zuhause und auf Reisen \u2013 erscheint zun\u00e4chst frappant.<\/p>\n<p>Der Soziologe Zygmunt Baumann hat daf\u00fcr jedoch eine einfache Erkl\u00e4rung: \u201eDifferenz kann genossen werden, solange sie in sicherer Entfernung liegt.\u201c In seiner Arbeit \u201eFlaneure, Spieler und Touristen\u201c beschreibt er die Eigenheiten von Flaneuren und Touristen als exemplarisch f\u00fcr postmoderne Lebensformen. (\u2026) Nach Bauman lassen Flaneur und Tourist das Leben auf eine Weise an sich vorbeiziehen, die prim\u00e4r auf ihren Genuss ausgerichtet ist. Das Leben ist \u201elange genug im Blick, (\u2026) um Phantasien freizusetzen, aber nicht lange genug, um das, was phantasiert wurde, mit harter Gegenwart zu konfrontieren.\u201c<\/p>\n<p>Exotistische Projektionen auf die bereisten Menschen werden auf Reisen daher nur selten in Frage gestellt, denn ein Abhaken der von zuhause mitgebrachten Erwartungen und Bilder reicht vielen Reisenden als Erlebnis bereits aus. So wird letztendlich auch auf Reisen das \u2018Andere\u2019 auf sichere Distanz gehalten, man versichert sich lediglich der Existenz dieses \u2018Anderen\u2019, um das \u2018Eigene\u2019 mit seinen positiven oder auch negativen Anteilen deutlicher zu sp\u00fcren. Kommt jedoch das vermeintlich Fremde zu nah, wird es bedrohlich, da es die eigene Lebensweise, die G\u00fcltigkeit von Wertesystemen und Regeln in Frage stellen k\u00f6nnte. Die als kulturell anders Definierten nehmen im Alltag und in der n\u00e4chsten Umgebung \u2018Platz\u2019, und erzwingen eine oft unerw\u00fcnschte Auseinandersetzung, die die eigene Identit\u00e4t in Gefahr zu bringen scheint. Die Abgrenzung zum Anderen ist daher zuhause schwieriger, erscheint aber um so notwendiger. Denn das Fremde l\u00e4sst sich nicht einfach als h\u00fcbsches Souvenir mit nach Hause nehmen und als bereicherndes, willenloses Kleinod bruchlos in den eigenen Alltag, in das eigene Leben integrieren. (\u2026)<\/p>\n<p><strong>Kein Rassismus ohne Kultur <\/strong><br \/>\n(\u2026) Waren lange Zeit genetischbiologisch begr\u00fcndete Unterschiede Grundlage eines Rassismus, der Nicht-Europ\u00e4er abwertete und ausgrenzte, verschiebt sich die rassistische Argumentation mehr und mehr hin zu kulturell begr\u00fcndeten Deutungsmustern. Dabei stellen sich jedoch die kulturell definierten \u2018Unterschiede\u2019 als ebenso unverr\u00fcckbar heraus wie die ehemals biologisch begr\u00fcndeten. Die zentralen Definitionsmerkmale von \u2018Rassen\u2019, die gegenw\u00e4rtig eher als \u2018Ethnien\u2019 oder \u2018Volksgruppen\u2019 bezeichnet werden, sind zwar kultureller Natur, stehen den Einzelnen dabei aber eben so wenig f\u00fcr bewusste Ver\u00e4nderung offen wie ihre biologische Veranlagung. Dabei verlaufen die kulturellen Zuschreibungen im Rassismus nach bin\u00e4rem Muster ab: Die andere, ausgeschlossene Gruppe verk\u00f6rpert das Gegenteil der Eigenschaften und Tugenden, die die eigene Identit\u00e4tsgemeinschaft ausmacht. Nur \u00fcber diese Abgrenzung vom au\u00dfen, vom \u2018Anderen\u2019 ist es der eigenen Gruppe \u00fcberhaupt m\u00f6glich, sich \u00fcber alle inneren sozialen Widerspr\u00fcche hinweg als homogene Gruppe zu konstituieren. (\u2026)<\/p>\n<p>Wir sind wir, weil wir nicht \u2018ihr\u2019 sind, und ihr seid ihr, weil ihr nicht \u2018wir\u2019 seid, lautet die simple Formel. Innerhalb einer von Herrschaftsstrukturen bestimmten Welt kann diese Abgrenzung zwischen Gruppen nicht wertfrei sein. Egal, ob \u2018Kultur\u2019 als das unver\u00e4nderliche Besondere einer Gruppe begriffen wird, wie in der essentialistischen Kulturauffassung, oder als ein sich fortlaufend ver\u00e4ndernder Prozess, der Individuen in eine oder verschiedene Gruppen einbindet: die Differenzierung zur anderen Gruppe verl\u00e4uft immer kulturell konstruiert. Diese enge und grunds\u00e4tzliche Verbindung zwischen \u2018Kultur\u2019 und Rassismus analysiert Robert C. Young in seinem Buch \u201eColonial Desire\u201c. Ob Kultur nun im Sinne von Zivilisation als allgemeiner menschlicher Fortschritt verstanden wurde oder eben als jeweils spezifische Lebensform egal welcher Gruppen oder \u2018V\u00f6lker\u2019: \u201eKultur hat schon immer kulturelle Differenz bezeichnet, indem das Andere erst produziert wurde. Kultur war stets vergleichend; und Rassismus war von jeher wesentlicher Bestandteil von Kultur. Sie sind untrennbar miteinander verwoben, bedingen sich gegenseitig. Rasse wurde schon immer kulturell konstruiert und Kultur wurde schon immer rassisch konstruiert.\u201c (\u2026)<\/p>\n<p><strong>Landkarten der Bedeutung <\/strong><br \/>\nIn Abgrenzung zu dem statischen und essentialistischen Verst\u00e4ndnis von Kultur, wie es im Alltagsdenken verbreitet ist und \u00fcber Tourismus best\u00e4rkt wird, operieren wissenschaftliche Disziplinen wie die Cultural Studies mit einem sehr breiten Kulturbegriff. Dort wird Kultur allgemein und jenseits von Nationen als Wechselbeziehung zwischen Werten und Alltagshandlungen, zwischen Struktur und Praxis verstanden: \u201eEine Kultur enth\u00e4lt die \u2018Landkarten der Bedeutung\u2019, welche die Dinge f\u00fcr ihre Mitglieder verstehbar machen. Diese \u2018Landkarten der Bedeutung\u2019 tr\u00e4gt man nicht einfach im Kopf mit herum: Sie sind in den Formen der gesellschaftlichen Organisationen und Beziehungen objektiviert, durch die das Individuum zu einem \u2018gesellschaftlichen\u2019 Individuum wird. Kultur ist die Art, wie die Beziehungen einer Gruppe strukturiert und geformt sind; aber sie ist auch die Art, wie diese Formen erfahren, verstanden und interpretiert werden (\u2026) So bilden die bestehenden kulturellen Muster eine Art historisches Reservoir \u2013 \u2018ein vorab konstituiertes Feld der M\u00f6glichkeiten\u2019, das die Gruppen aufgreifen, transformieren und weiterentwickeln\u201c (Clarke, zit. n. Kalpaka\/ R\u00e4thzel). Damit ger\u00e4t neben den Sitten und Traditionen, die einem meist als erstes zu \u2018Kultur\u2019 einfallen, auch ein implizites Wissen in den Kulturbegriff, ein Wissen dar\u00fcber, wie Akteure, Objekte, Beziehungen und das Ich in einer Gesellschaft zu deuten sind. Das Wissen ist offen und ver\u00e4ndert sich mit den \u2018Erfahrungen seiner Akteure und der historischen Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Innerhalb dieses Wissens nimmt der Tourismus eine zunehmend prominente Stellung ein. Tourismus ist nicht nur \u00fcber das selbstverst\u00e4ndliche und millionenfache Reisen in den westlichen Gesellschaften pr\u00e4sent. Auch die von ihm produzierten Bilder sind aus den Alltagswahrnehmungen nicht mehr weg zu denken. Tourismus schreibt mit an den \u2018Landkarten der Bedeutung\u2019, \u00fcber die sich die Individuen die gesellschaftlichen Zusammenh\u00e4nge erkl\u00e4ren. Denn Kultur und Tourismus sind sowohl in den reisenden wie auch in den bereisten Gesellschaften eng miteinander verwoben. (\u2026)<\/p>\n<p>Analog zum Verh\u00e4ltnis zwischen Tourismus und Kultur kann auch die Wechselwirkung zwischen Tourismus und Rassismus beschrieben werden: In, mit und durch Tourismus entfaltet sich das rassistische Wissen. \u00dcber die Herstellung und Verfestigung kultureller Differenzen auf der individuellen Ebene des Reisens, auf medialer Ebene in Reisekatalogen und Reisef\u00fchrern sowie auf der Ebene des internationalen Marktes der Tourismusindustrie, die Nachfrage und Angebot aufeinander abstimmt, spielt der Tourismus eine zentrale Rolle f\u00fcr die Produktion und Reproduktion rassistischer Bilder und Strukturen. Indem Tourismus nationale und kulturelle Grenzen in nie dagewesenem Ausma\u00df zu \u00fcberschreiten vorgibt, ger\u00e4t leicht aus dem Blickfeld, dass er von der Existenz eben dieser Grenzen direkt abh\u00e4ngt und an ihrer Herstellung massiv beteiligt ist. Das pers\u00f6nliche Erlebnis dieser \u00dcberschreitungen macht die Grenzen erst real. Jede \u00dcberschreitung best\u00e4tigt die Erwartung, \u2018das Eigene\u2019 zu verlassen und das \u2018Andere\u2019 in seiner eigentlichen Form an seinem eigentlichen Ort zu Gesicht zu bekommen. So baut der Tourismus mit an der symbolischen Ordnung der Welt, in der dem aktiven und freien, da mobilen Teil der Welt viele authentische und sich im historischen Stillstand befindliche Teile gegen\u00fcber stehen. Eine Welt, die aus einer, \u00fcberlegenen, Zivilisation und vielen, zu bereisenden, Kulturen besteht.<\/p>\n<p>Abdruck und K\u00fcrzungen mit Genehmigung der Autorin.<\/p>\n<p><strong>Literatur <\/strong><br \/>\nBauman, Zygmunt: Flaneure, Spieler und Touristen. Essays zu postmodernen Lebensformen. Hamburg 1997.<br \/>\nBiemann, Ursula: been there and back to nowhere. Geschlecht in transnationalen Orten. Postproduction Documents 1988 &#8211; 2000. Berlin 2000.<br \/>\nEagleton, Terry: Was ist Kultur? M\u00fcnchen 2001.<br \/>\nFlitner, Michael\/ Langlo, Peter\/ Liebsch, Katharina: Kultur kaputt. Variationen einer Denkfigur der Tourismuskritik. In: Voyage \u2013 Jahrbuch f\u00fcr Reise- und Tourismusforschung. K\u00f6ln 1997.<br \/>\nHahn, Heinz\/ Kagelmann, J\u00fcrgen: Tourismuspsychologie und Tourismussoziologie. Ein Handbuch zur Tourismuswissenschaft. M\u00fcnchen 1993.<br \/>\nHall, Stuart: Rassismus als ideologischer Diskurs. In: R\u00e4thzel, Nora (Hg.): Theorien \u00fcber Rassismus. Hamburg 2000.<br \/>\nKalpaka, Annita\/ R\u00e4thzel, Nora (Hg.): Die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein. Leer 1990.<br \/>\nMagiros, Angelika: Demontage des Neo- Rassismus. Moderne und postmoderne Konzepte in der Rassismustheorie. In: iz3w 250 und 251, Freiburg 2001.<br \/>\nRojek, Chris\/ Urry, John: Touring Cultures. Transformations of Travel and Theory. London, New York 1997.<br \/>\nStock, Christian: Reise in die Vergn\u00fcgungsperipherie.<br \/>\nDie Tourismuskritik und die Dritte Welt. iz3w 241, Freiburg 1999.<br \/>\nVogel, Christopher: Multikulturelle Gesellschaft auf Reisen. Der kulturalistische Blick auf \u201adie Fremden\u2019 in Deutschland und im Ferntourismus. Diplomarbeit, unver\u00f6ffentlichtes Manuskript. Kassel 2002.<br \/>\nYoung, Roben C.: Colonial Desire. London, New York 1995.<\/p>\n<p><strong>Erschienen in:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.oeku-buero.de\/veroeff\/inf72\/infoblatt_72.pdf\">Infoblatt 72<\/a> | migrare &#8211; reisen | Juni 2008<\/p>\n<p><strong>Der komplette Text ist hier erschienen: <\/strong><br \/>\nBackes, Martina | Goethe Tina | G\u00fcnther, Stephan | Magg, Rosaly (Hg.): Im Handgep\u00e4ck Rassismus. Beitr\u00e4ge zu Tourismus und Kultur | iz3w | Juni 2002<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\t\u00dcber die Verwandtschaft von Rassismus und Tourismus &#166; Tina Goethe<br \/>\n\t\u201eMexiko gilt wegen seiner reichen kulturellen Geschichte, seiner einzigartigen landschaftlichen Vielfalt, seiner besonderen Musik- und Tanztraditionen und vor allem seiner Menschen zu Recht als eines der faszinierendsten L\u00e4nder der Welt.\u201c Ob Indien, Spanien, \u00c4gypten oder eben Mexiko: Erste S\u00e4tze aus dem Vorwort von Reisef\u00fchrern sind [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":52,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1817,12,5,1],"tags":[704,706,695,1821,698],"class_list":["post-2198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-auvidio","category-signs","category-spectacle","category-syndicated","tag-borders","tag-culturacisme","tag-korper","tag-listendance","tag-pops"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/52"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2198"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2198\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}