{"id":2256,"date":"1999-11-05T15:13:44","date_gmt":"1999-11-05T14:13:44","guid":{"rendered":"http:\/\/meta.copyriot.com\/?p=2256"},"modified":"2009-06-17T14:28:13","modified_gmt":"2009-06-17T13:28:13","slug":"queer-kongress-in-frankfurt-am-main","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/1999\/11\/queer-kongress-in-frankfurt-am-main\/","title":{"rendered":"queer: kongress in frankfurt am main"},"content":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/tagungdate.htm\" target=\"_top\">queer-kongress in frankfurt am main<\/a><\/h3>\n<table style=\"height: 99%;\" border=\"0\" cellspacing=\"5\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><big><strong><big><\/big><big><\/big><big><\/big><big>Queer<\/big><\/strong><\/big><br \/>\n<big><strong>beliebt<\/strong><\/big><big><strong><br \/>\noder beliebig ????<\/strong><br \/>\n<\/big><small><br \/>\nTagung am 13. und<br \/>\n14. November 1999<br \/>\nin Frankfurt\/M.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>In        der Tagung &#8222;Queer &#8211; beliebt oder beliebig ????&#8220; soll es um Fragen        zur konkreten Ausgestaltung von &#8218;queer politics&#8216;, dar\u00fcber hinaus aber        auch zur gesellschaftlichen Produktion von Sexualit\u00e4t und \u201aBegehren&#8216;        gehen. Dabei stellt sich die Frage nach der Problematik der \u00dcbertragung        des Konzeptes &#8218;queer&#8216; auf den bundesrepublikanischen Kontext: Es entsteht        die paradoxe Situation, da\u00df sich ein in den USA in politischen Praxen        gelebtes Modell in der BRD fast ausschlie\u00dflich im akademischen Diskurs        finden l\u00e4\u00dft.Gerade        diese Paradoxie veranla\u00dfte uns zu dem Versuch die akademischen Diskurse        zu &#8218;queer&#8216; mit gelebten Praxen in Bezug zu setzen. <\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Diese        Punkte wollen wir nun zum Thema einer zweit\u00e4gigen Veranstaltung machen,        um sie breiter, expliziter und ideenreicher zu diskutieren. Den Hintergrund        der kommenden Tagung &#8218;Queer &#8211; beliebt oder beliebig ????&#8216; bilden somit Fragen        danach:<\/small><\/p>\n<ul>\n<li><small>wer \u201aqueer politics&#8216; und            \u201averqueere&#8216; geschlechtliche \/ sexuelle Arrangements gestalten kann,<\/small><\/li>\n<li><small>und ob es bestimmte gesellschaftliche            Voraussetzungen gibt, diese zu leben.<\/small><\/li>\n<\/ul>\n<p><small><\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>&#8218;Queer politics&#8216;<\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/queerzeit.html\">Samstag, den 13. November 1999<\/a><\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong>Corinna Genschel<\/strong> wird die Gegen\u00fcberstellung von &#8218;queer politics&#8216;        und &#8218;Identit\u00e4tspolitik&#8216; problematisieren. Ausgehend von einem Identit\u00e4tsverst\u00e4ndnis,        das nicht nur die geschlechtliche, ethnische, sexuelle etc., sondern auch        die politische Verortung umfa\u00dft, wird sie Fragen nach dem Verh\u00e4ltnis dieser        scheinbar festgelegten Politikformen<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>in Bezug auf den politischen Kontext und die politischen Ziele        stellen. Ausgangspunkt bleibt, da\u00df &#8222;Queer&#8220; seine politische Sprengkraft        nicht als neues (Des-) Identifikationsangebot entfaltet, schon alleine deshalb        nicht, weil es so Gefahr l\u00e4uft, als &#8222;Identit\u00e4t&#8220; verdinglicht zu        werden, sondern als Methode kritischer Reflexion von Politik und Theoriebildung        innerhalb jeweils konkreter politischer Verh\u00e4ltnisse.<\/small><\/p>\n<p><small><strong>Volker Woltersdorf<\/strong> und <strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/lit_nancy.htm\">Nancy N\u00fcchtern<\/a><\/strong> wollen in ihrem Vortrag auf schwule Identit\u00e4t in den Begriffen der Ideologie-Kritik        eingehen und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr politische Ziele und Handlungsm\u00f6glichkeiten        nach dem Ende dieser Identit\u00e4t entwickeln.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Mit Althusser wird die Subkultur als ideologischer (&#8222;Staats&#8220;)          Apparat verstanden, der Praktiken und Rituale der Anrufung b\u00fcndelt. Die          (kapitalistische) \u00d6konomie dieses Apparates und seine (z.B. juristisch          fixierte) Struktur haben in seinem &#8222;Produkt&#8220; &#8217;schwule Identit\u00e4t&#8216;          deutliche Spuren hinterlassen.<\/small><\/p>\n<p><small>Identitatskritik l\u00e4sst sich in politisches Handeln umsetzen, wenn die          materiellen Bedingungen der Identit\u00e4tsproduktion ebenfalls kritisiert          werden. Der Vortrag soll auch Beispiele f\u00fcr anti-identit\u00e4re Politik vorstellen          und diese kritisch w\u00fcrdigen.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Nico Beger<\/strong> wird sich mit der Beziehung von &#8218;queer politics&#8216;        zu offiziellen Politikstrukturen befassen. Von Interesse ist dabei, ob sich        hier zwei konkurrierende Politikmodelle gegen\u00fcberstehen, die sich nicht        einfach verbinden \/ erg\u00e4nzen k\u00f6nnen. Drei Geschichten aus dem Leben gegriffen        sollen die Problematik und die unlebbaren Br\u00fcche illustrieren, um diese        dann theoretisch zu kontextualisieren und somit das Dilemma oder die Dynamik        des Zusammenspiels von Kritik und politischer Praxis herauszuarbeiten. Nico        Beger wird versuchen die Spannung, wenn auch nicht aufzul\u00f6sen, so doch fruchtbar        zu machen, durch eine Anwendung des Konzepts von Hybridit\u00e4t.<\/small><\/p>\n<p><small><\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Encarnacion Gutierrez-Rodriguez<\/strong> und <strong>Maria del Mar Castro        Varela<\/strong> werden sich den Paradoxien von sexual politics im Kontext von        Asyl und Migration zuwenden. Seit 1992 unterscheidet die EU zwischen EU-B\u00fcrgerInnen        und sogenannten Drittstaatenmitgliedern. In den feministischen und queertheoretischen        Ans\u00e4tzen finden diese Ereignisse keine Ber\u00fccksichtigung. Es wird nicht gefragt,        wenn allgemein von &#8222;Frauen&#8220;, &#8222;Lesben&#8220;, &#8222;Schwulen&#8220;        die Rede ist, in welchem geographischen Kontext diese eingebettet sind.        Vor diesem Hintergrund wird in dem Vortag der Blick auf eine Gruppe von        &#8222;Frauen&#8220; gerichtet, die zu mehreren gesellschaftlichen Achsen        quer zu liegen scheint: die Gruppe der im Exil und in der Migration lesbisch        lebender Frauen.<br \/>\n<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><br \/>\n<strong>&#8218;Begehren&#8216;<\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/queerzeit.html\">Sonntag, den 14. November 1999<\/a><\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/lit_birgit.htm\">Birgit Wartenpfuhl<\/a><\/strong> wird in ihrem Vortrag        mit der Organisation von Begehren im Kontext gesellschaftlicher Machtverh\u00e4ltnisse        befassen. Daran wird sich die Frage anschlie\u00dfen, inwieweit queer, als ein        kritischer Begriff, mit dem gerade versucht wurde, essentialistische, psychologistische,        wesenm\u00e4\u00dfige oder nat\u00fcrliche Zuschreibungen und Festlegungen von Begehren        zur\u00fcckzuweisen, auf einer latenten Ebene doch wieder mit der Vorstellung        einer authentischen sexuellen Orientierung und Begehren verbunden ist.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small> In diesem Zusammenhang geh\u00f6rt auch die Frage, inwieweit es mit        queer gelungen ist, Identit\u00e4tspolitiken zu verlassen und die Konstruktion        von Begehren immer nur als kontextgebunden zu begreifen.<\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/lit_paula.htm\">Paula-Irene Villa<\/a><\/strong> wird sich anhand einer        kritischen Lekt\u00fcre von Judith Butler auf gesellschaftstheoretische bzw.        soziologische Defizite in den Erkl\u00e4rungen zum Verh\u00e4ltnis K\u00f6rper-Sexualit\u00e4t-Subjektivit\u00e4t        konzentrieren (wer spricht wor\u00fcber zu wem?). Sie wird sich dabei folgenden        Fragen widmen:<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Welches sind die Logiken des Denkens, Sprechens und Agierens, die uns     zumuten, nur eine substantielle Identit\u00e4t zu haben? Und warum mu\u00df Identit\u00e4t (ob     sexuell, geschlechtlich, &#8218;ethnisch&#8216; etc.) ausschlie\u00dfend sein, d.h. letztendlich gebettet     in Dualismen, die sich gegenseitig definieren? Der Vortrag soll sich mit einigen     Binarit\u00e4ten besch\u00e4ftigen, bei denen der K\u00f6rper gleichsam zwischen die Fronten geraten     ist: Natur vs. Kultur; Sprache bzw. Diskurs vs. Materialit\u00e4t; Konstruktion vs.     Authentizit\u00e4t und andere. Wie das genau zu verstehen ist und was das f\u00fcr     Identit\u00e4tspolitik und eigene Lebensentw\u00fcrfe bedeutet, soll aus k\u00f6rpersoziologischer     Perspektive ausgeleuchtet werden.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Antke Engel<\/strong> wird sich in ihrem Vortrag mit Begriffen wie        Intelligibilit\u00e4t und Nicht- Intelligibilit\u00e4t auseinandersetzen und die damit        verbundenen politischen Implikationen herausarbeiten. Im Vortrag werden        somit folgende Fragen eine Rolle spielen: Ist der Gegensatz zum Repr\u00e4sentierten        wirklich das Nicht-Repr\u00e4sentierbare? Wo sind Spielr\u00e4ume innerhalb kultureller        Wahrnehmungs- und Darstellungsmuster und Chancen f\u00fcr ver\u00e4nderndes Eingreifen        in die Regeln und Mechanismen der Repr\u00e4sentation gegeben?<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Die Tagung ist so strukturiert, da\u00df nach jedem Vortrag im Plenum vertiefende     Arbeitsgruppen stattfinden, in denen Raum f\u00fcr Diskussionen sein wird. Die Ergebnisse     dieser Arbeitsgruppen sollen zum Tagesabschlu\u00df im Plenum zusammengetragen werden.<\/small><\/p>\n<p><small>Am Samstagabend werden uns Claudia Kr\u00fcger und Nykra        Kalaschnikowa &#8211; auch bekannt als die &#8218;B\u00f6sen Tanten&#8216; &#8211; eine am\u00fcsante und        denk-w\u00fcrdige Vorstellung geben und das zu freiem Eintritt.<\/small><\/p>\n<p><small>Wegen begrenzter TeilnehmerInnenzahl ist eine vorherige Anmeldung zur Tagung        dringend notwendig.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Die Teilnahmegeb\u00fchr betr\u00e4gt 100,- \/ 70,- (erm.) DM f\u00fcr beide Tage oder     80,- \/ 60,- (erm.) DM f\u00fcr einen Tag. Darin sind jeweils ein Buffet pro Tag enthalten.     \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr TeilnehmerInnen k\u00f6nnen wir nicht organisieren, wir     bem\u00fchen uns aber bei Anfragen, private Schlafpl\u00e4tze oder Pensionen \/ Hotels zu     vermitteln. Nach Eingang der Teilnahmegeb\u00fchr erhaltet Ihr von uns eine Best\u00e4tigung mit     weiteren Informationen. Wer mit dem Rolli kommt, sagt bitte vorher Bescheid. Falls Ihr     noch Fragen habt, wendet Euch bitte an unten angegebene Adresse.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Anmeldung<\/strong> bitte schriftlich bei:<br \/>\n&#8218;queer&#8216;-AG<br \/>\nc\/o Autonomes FrauenLesbenReferat<br \/>\nim ASTA Uni Frankfurt\/M.<br \/>\nMertonstr. 26-28<br \/>\n60325 Frankfurt\/M.<br \/>\noder per e-mail: <a href=\"mailto:queer@copyriot.com\">queer@copyriot.com<\/a><\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Hiermit     melde ich mich verbindlich zur Tagung<\/small><br \/>\n<small>&#8218;Queer &#8211; beliebt oder beliebig?????&#8216;<\/small><br \/>\n<small>am 13.\/14.11.1999 in Frankfurt\/M. an.<\/small><\/p>\n<form method=\"post\"><input name=\"C1\" type=\"checkbox\" value=\"ON\" \/><small>f\u00fcr den       13. + 14.11.1999<\/small><br \/>\n<input name=\"C2\" type=\"checkbox\" value=\"ON\" \/><small>f\u00fcr den 13.11.1999<\/small><br \/>\n<input name=\"C3\" type=\"checkbox\" value=\"ON\" \/><small>f\u00fcr den 14.11.1999<\/small><\/p>\n<p><small> <\/small><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><small>Name:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>Vorname:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>Stra\u00dfe:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>PLZ \/ Ort:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>Telefon:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><small> <\/small><small><br \/>\nDen Teilnahmebetrag habe ich auf das<br \/>\nKonto 657 439 600,<br \/>\nPostbank Frankfurt\/M., BLZ 500 100 60 \u00fcberwiesen.<\/small><\/p>\n<\/form>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h3><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/tagungdate.htm\" target=\"_top\">queer-kongress in frankfurt am main<\/a><\/h3>\n<table style=\"height: 99%;\" border=\"0\" cellspacing=\"5\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><big><strong><big><\/big><big><\/big><big><\/big><big>Queer<\/big><\/strong><\/big><br \/>\n<big><strong>beliebt<\/strong><\/big><big><strong><br \/>\noder beliebig ????<\/strong><br \/>\n<\/big><small><br \/>\nTagung am 13. und<br \/>\n14. November 1999<br \/>\nin Frankfurt\/M.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>In        der Tagung &#8222;Queer &#8211; beliebt oder beliebig ????&#8220; soll es um Fragen        zur konkreten Ausgestaltung von &#8218;queer politics&#8216;, dar\u00fcber hinaus aber        auch zur gesellschaftlichen Produktion von Sexualit\u00e4t und \u201aBegehren&#8216;        gehen. Dabei stellt sich die Frage nach der Problematik der \u00dcbertragung        des Konzeptes &#8218;queer&#8216; auf den bundesrepublikanischen Kontext: Es entsteht        die paradoxe Situation, da\u00df sich ein in den USA in politischen Praxen        gelebtes Modell in der BRD fast ausschlie\u00dflich im akademischen Diskurs        finden l\u00e4\u00dft.Gerade        diese Paradoxie veranla\u00dfte uns zu dem Versuch die akademischen Diskurse        zu &#8218;queer&#8216; mit gelebten Praxen in Bezug zu setzen. <\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Diese        Punkte wollen wir nun zum Thema einer zweit\u00e4gigen Veranstaltung machen,        um sie breiter, expliziter und ideenreicher zu diskutieren. Den Hintergrund        der kommenden Tagung &#8218;Queer &#8211; beliebt oder beliebig ????&#8216; bilden somit Fragen        danach:<\/small><\/p>\n<ul>\n<li><small>wer \u201aqueer politics&#8216; und            \u201averqueere&#8216; geschlechtliche \/ sexuelle Arrangements gestalten kann,<\/small><\/li>\n<li><small>und ob es bestimmte gesellschaftliche            Voraussetzungen gibt, diese zu leben.<\/small><\/li>\n<\/ul>\n<p><small><\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>&#8218;Queer politics&#8216;<\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/queerzeit.html\">Samstag, den 13. November 1999<\/a><\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong>Corinna Genschel<\/strong> wird die Gegen\u00fcberstellung von &#8218;queer politics&#8216;        und &#8218;Identit\u00e4tspolitik&#8216; problematisieren. Ausgehend von einem Identit\u00e4tsverst\u00e4ndnis,        das nicht nur die geschlechtliche, ethnische, sexuelle etc., sondern auch        die politische Verortung umfa\u00dft, wird sie Fragen nach dem Verh\u00e4ltnis dieser        scheinbar festgelegten Politikformen<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>in Bezug auf den politischen Kontext und die politischen Ziele        stellen. Ausgangspunkt bleibt, da\u00df &#8222;Queer&#8220; seine politische Sprengkraft        nicht als neues (Des-) Identifikationsangebot entfaltet, schon alleine deshalb        nicht, weil es so Gefahr l\u00e4uft, als &#8222;Identit\u00e4t&#8220; verdinglicht zu        werden, sondern als Methode kritischer Reflexion von Politik und Theoriebildung        innerhalb jeweils konkreter politischer Verh\u00e4ltnisse.<\/small><\/p>\n<p><small><strong>Volker Woltersdorf<\/strong> und <strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/lit_nancy.htm\">Nancy N\u00fcchtern<\/a><\/strong> wollen in ihrem Vortrag auf schwule Identit\u00e4t in den Begriffen der Ideologie-Kritik        eingehen und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr politische Ziele und Handlungsm\u00f6glichkeiten        nach dem Ende dieser Identit\u00e4t entwickeln.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Mit Althusser wird die Subkultur als ideologischer (&#8222;Staats&#8220;)          Apparat verstanden, der Praktiken und Rituale der Anrufung b\u00fcndelt. Die          (kapitalistische) \u00d6konomie dieses Apparates und seine (z.B. juristisch          fixierte) Struktur haben in seinem &#8222;Produkt&#8220; &#8217;schwule Identit\u00e4t&#8216;          deutliche Spuren hinterlassen.<\/small><\/p>\n<p><small>Identitatskritik l\u00e4sst sich in politisches Handeln umsetzen, wenn die          materiellen Bedingungen der Identit\u00e4tsproduktion ebenfalls kritisiert          werden. Der Vortrag soll auch Beispiele f\u00fcr anti-identit\u00e4re Politik vorstellen          und diese kritisch w\u00fcrdigen.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Nico Beger<\/strong> wird sich mit der Beziehung von &#8218;queer politics&#8216;        zu offiziellen Politikstrukturen befassen. Von Interesse ist dabei, ob sich        hier zwei konkurrierende Politikmodelle gegen\u00fcberstehen, die sich nicht        einfach verbinden \/ erg\u00e4nzen k\u00f6nnen. Drei Geschichten aus dem Leben gegriffen        sollen die Problematik und die unlebbaren Br\u00fcche illustrieren, um diese        dann theoretisch zu kontextualisieren und somit das Dilemma oder die Dynamik        des Zusammenspiels von Kritik und politischer Praxis herauszuarbeiten. Nico        Beger wird versuchen die Spannung, wenn auch nicht aufzul\u00f6sen, so doch fruchtbar        zu machen, durch eine Anwendung des Konzepts von Hybridit\u00e4t.<\/small><\/p>\n<p><small><\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Encarnacion Gutierrez-Rodriguez<\/strong> und <strong>Maria del Mar Castro        Varela<\/strong> werden sich den Paradoxien von sexual politics im Kontext von        Asyl und Migration zuwenden. Seit 1992 unterscheidet die EU zwischen EU-B\u00fcrgerInnen        und sogenannten Drittstaatenmitgliedern. In den feministischen und queertheoretischen        Ans\u00e4tzen finden diese Ereignisse keine Ber\u00fccksichtigung. Es wird nicht gefragt,        wenn allgemein von &#8222;Frauen&#8220;, &#8222;Lesben&#8220;, &#8222;Schwulen&#8220;        die Rede ist, in welchem geographischen Kontext diese eingebettet sind.        Vor diesem Hintergrund wird in dem Vortag der Blick auf eine Gruppe von        &#8222;Frauen&#8220; gerichtet, die zu mehreren gesellschaftlichen Achsen        quer zu liegen scheint: die Gruppe der im Exil und in der Migration lesbisch        lebender Frauen.<br \/>\n<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><br \/>\n<strong>&#8218;Begehren&#8216;<\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/queerzeit.html\">Sonntag, den 14. November 1999<\/a><\/strong><\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/lit_birgit.htm\">Birgit Wartenpfuhl<\/a><\/strong> wird in ihrem Vortrag        mit der Organisation von Begehren im Kontext gesellschaftlicher Machtverh\u00e4ltnisse        befassen. Daran wird sich die Frage anschlie\u00dfen, inwieweit queer, als ein        kritischer Begriff, mit dem gerade versucht wurde, essentialistische, psychologistische,        wesenm\u00e4\u00dfige oder nat\u00fcrliche Zuschreibungen und Festlegungen von Begehren        zur\u00fcckzuweisen, auf einer latenten Ebene doch wieder mit der Vorstellung        einer authentischen sexuellen Orientierung und Begehren verbunden ist.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small> In diesem Zusammenhang geh\u00f6rt auch die Frage, inwieweit es mit        queer gelungen ist, Identit\u00e4tspolitiken zu verlassen und die Konstruktion        von Begehren immer nur als kontextgebunden zu begreifen.<\/small><\/p>\n<p><small><strong><a href=\"http:\/\/copyriot.com\/queer\/lit_paula.htm\">Paula-Irene Villa<\/a><\/strong> wird sich anhand einer        kritischen Lekt\u00fcre von Judith Butler auf gesellschaftstheoretische bzw.        soziologische Defizite in den Erkl\u00e4rungen zum Verh\u00e4ltnis K\u00f6rper-Sexualit\u00e4t-Subjektivit\u00e4t        konzentrieren (wer spricht wor\u00fcber zu wem?). Sie wird sich dabei folgenden        Fragen widmen:<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Welches sind die Logiken des Denkens, Sprechens und Agierens, die uns     zumuten, nur eine substantielle Identit\u00e4t zu haben? Und warum mu\u00df Identit\u00e4t (ob     sexuell, geschlechtlich, &#8218;ethnisch&#8216; etc.) ausschlie\u00dfend sein, d.h. letztendlich gebettet     in Dualismen, die sich gegenseitig definieren? Der Vortrag soll sich mit einigen     Binarit\u00e4ten besch\u00e4ftigen, bei denen der K\u00f6rper gleichsam zwischen die Fronten geraten     ist: Natur vs. Kultur; Sprache bzw. Diskurs vs. Materialit\u00e4t; Konstruktion vs.     Authentizit\u00e4t und andere. Wie das genau zu verstehen ist und was das f\u00fcr     Identit\u00e4tspolitik und eigene Lebensentw\u00fcrfe bedeutet, soll aus k\u00f6rpersoziologischer     Perspektive ausgeleuchtet werden.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Antke Engel<\/strong> wird sich in ihrem Vortrag mit Begriffen wie        Intelligibilit\u00e4t und Nicht- Intelligibilit\u00e4t auseinandersetzen und die damit        verbundenen politischen Implikationen herausarbeiten. Im Vortrag werden        somit folgende Fragen eine Rolle spielen: Ist der Gegensatz zum Repr\u00e4sentierten        wirklich das Nicht-Repr\u00e4sentierbare? Wo sind Spielr\u00e4ume innerhalb kultureller        Wahrnehmungs- und Darstellungsmuster und Chancen f\u00fcr ver\u00e4nderndes Eingreifen        in die Regeln und Mechanismen der Repr\u00e4sentation gegeben?<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Die Tagung ist so strukturiert, da\u00df nach jedem Vortrag im Plenum vertiefende     Arbeitsgruppen stattfinden, in denen Raum f\u00fcr Diskussionen sein wird. Die Ergebnisse     dieser Arbeitsgruppen sollen zum Tagesabschlu\u00df im Plenum zusammengetragen werden.<\/small><\/p>\n<p><small>Am Samstagabend werden uns Claudia Kr\u00fcger und Nykra        Kalaschnikowa &#8211; auch bekannt als die &#8218;B\u00f6sen Tanten&#8216; &#8211; eine am\u00fcsante und        denk-w\u00fcrdige Vorstellung geben und das zu freiem Eintritt.<\/small><\/p>\n<p><small>Wegen begrenzter TeilnehmerInnenzahl ist eine vorherige Anmeldung zur Tagung        dringend notwendig.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Die Teilnahmegeb\u00fchr betr\u00e4gt 100,- \/ 70,- (erm.) DM f\u00fcr beide Tage oder     80,- \/ 60,- (erm.) DM f\u00fcr einen Tag. Darin sind jeweils ein Buffet pro Tag enthalten.     \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr TeilnehmerInnen k\u00f6nnen wir nicht organisieren, wir     bem\u00fchen uns aber bei Anfragen, private Schlafpl\u00e4tze oder Pensionen \/ Hotels zu     vermitteln. Nach Eingang der Teilnahmegeb\u00fchr erhaltet Ihr von uns eine Best\u00e4tigung mit     weiteren Informationen. Wer mit dem Rolli kommt, sagt bitte vorher Bescheid. Falls Ihr     noch Fragen habt, wendet Euch bitte an unten angegebene Adresse.<\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small><strong>Anmeldung<\/strong> bitte schriftlich bei:<br \/>\n&#8218;queer&#8216;-AG<br \/>\nc\/o Autonomes FrauenLesbenReferat<br \/>\nim ASTA Uni Frankfurt\/M.<br \/>\nMertonstr. 26-28<br \/>\n60325 Frankfurt\/M.<br \/>\noder per e-mail: <a href=\"mailto:queer@copyriot.com\">queer@copyriot.com<\/a><\/small><\/td>\n<td width=\"300\" align=\"left\" valign=\"middle\" bgcolor=\"#ffffff\"><small>Hiermit     melde ich mich verbindlich zur Tagung<\/small><br \/>\n<small>&#8218;Queer &#8211; beliebt oder beliebig?????&#8216;<\/small><br \/>\n<small>am 13.\/14.11.1999 in Frankfurt\/M. an.<\/small><\/p>\n<form method=\"post\"><input name=\"C1\" type=\"checkbox\" value=\"ON\" \/><small>f\u00fcr den       13. + 14.11.1999<\/small><br \/>\n<input name=\"C2\" type=\"checkbox\" value=\"ON\" \/><small>f\u00fcr den 13.11.1999<\/small><br \/>\n<input name=\"C3\" type=\"checkbox\" value=\"ON\" \/><small>f\u00fcr den 14.11.1999<\/small><\/p>\n<p><small> <\/small><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><small>Name:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>Vorname:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>Stra\u00dfe:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>PLZ \/ Ort:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><small>Telefon:<\/small><\/td>\n<td><small>______________________________<\/small><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><small> <\/small><small><br \/>\nDen Teilnahmebetrag habe ich auf das<br \/>\nKonto 657 439 600,<br \/>\nPostbank Frankfurt\/M., BLZ 500 100 60 \u00fcberwiesen.<\/small><\/p>\n<\/form>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center 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