{"id":24494,"date":"2012-04-11T14:29:41","date_gmt":"2012-04-11T13:29:41","guid":{"rendered":"http:\/\/agqueerstudies.de\/?p=1962"},"modified":"2012-04-11T14:29:41","modified_gmt":"2012-04-11T13:29:41","slug":"vortrage-mit-ubersetzung-in-deutscher-gebardensprache-im-sommersemester-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2012\/04\/vortrage-mit-ubersetzung-in-deutscher-gebardensprache-im-sommersemester-2012\/","title":{"rendered":"Vortr\u00e4ge mit \u00dcbersetzung in Deutscher Geb\u00e4rdensprache im Sommersemester 2012"},"content":{"rendered":"<p>Wir freuen uns mitteilen zu k\u00f6nnen, dass dieses Semester vier Vortr\u00e4ge in der Ringvorlesung &#8220;Jenseits der Geschlechtergrenzenh&#8221; in Deutsche Geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnen. Leider sind unsere finanziellen Mittel begrenzt und wir k\u00f6nnen deshalb nicht alle Vortr\u00e4ge dolmetschen lassen. Wir setzen uns aber daf\u00fcr ein, dass es in Zukunft mehr Vortr\u00e4ge sein werden. Folgende Vortr\u00e4ge werden gedolmetscht (ausf\u00fchrliche Beschreibung weiter unten):<br \/>\nVon-Melle-Park 5, 20146 Hamburg, Raum 0079, mittwochs 19.15 &#8211; 21 Uhr<\/p>\n<p>18.04.2012<br \/>\n<strong>Roma und Sinti in Europa &#8211; zwischen Romantisierung und Ausgrenzung<\/strong><br \/>\nVerena Spilker, M.A., freie Redakteurin und Amaro Drom e.V. Mitarbeiterin aus Berlin<\/p>\n<p>25.04.2012<br \/>\n<strong>T\u00e4uschend echt?! Zum Gewicht der Illusion im Feld trans*inter*feindlicher Diskriminierung und Gewalt.<\/strong><br \/>\nInes Pohlkamp, Bremen, Referentin f\u00fcr queer-feministische M\u00e4dchenarbeit, intersektionale Bildung, Forschung zu heteronormativer Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen<\/p>\n<p>16.05.2012<br \/>\n<strong>Theorie und Praxis &#8211; doch weit voneinander entfernt? Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks<\/strong><br \/>\nNadine Lantzsch, M.A. Gender &#038; Diversity Kompetenz, feministische Aktivistin und freie Autorin, Berlin<\/p>\n<p>27.06.2012<br \/>\n<strong>(Un-)wirklichkeiten von (A-)Sexualit\u00e4t<\/strong><br \/>\nDipl.-Soz. Judith Scheunemann, AG Queer Studies, Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t Hamburg, Universit\u00e4t Kassel<\/p>\n<p><strong>Kurzbeschreibungen der Vortr\u00e4ge:<\/strong><\/p>\n<p>18.04.2012<br \/>\n<strong>Roma und Sinti in Europa &#8211; zwischen Romantisierung und Ausgrenzung<\/strong><br \/>\nVerena Spilker, M.A., freie Redakteurin und Mitarbeiterin bei Amaro Drom e.V., Berlin<\/p>\n<p>Roma, Sinti und andere als &#8220;Zigeuner&#8221; diskriminierte Gruppen leben seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt und trotzdem hat die Mehrheitsbev\u00f6lkerung oft nichts als Vorurteile und stereotype Bilder im Kopf. In der Ukraine, wo ich zwei Jahre lang in unterschiedlichen Roma-Gemeinschaften gelebt habe, konnte ich das in jedem einzelnen Gespr\u00e4ch feststellen, das ich mit den Menschen der Mehrheitsbev\u00f6lkerung dort f\u00fchrte. Und auch hier in Deutschland werde ich immer wieder mit den unterschiedlichsten Fragen konfrontiert: Wo kommen diese Vorurteile her? Wie ist die Situation f\u00fcr Roma und Sinti in Europa heute, und welche gesellschaftlich-historischen Entwicklungen haben dazu gef\u00fchrt? Welche Bezeichnungen sind politisch korrekt?Dies und warum das Problem bei der Mehrheitsbev\u00f6lkerung und nirgendwo anders liegt, m\u00f6chte ich gerne an ausgew\u00e4hlten Beispielen erl\u00e4utern und anschlie\u00dfend diskutieren.<\/p>\n<p>25.04.2012<br \/>\n<strong>T\u00e4uschend echt?! Zum Gewicht der Illusion im Feld trans*inter*feindlicher Diskriminierung und Gewalt.<\/strong><br \/>\nInes Pohlkamp, Bremen, Referentin f\u00fcr queer-feministische M\u00e4dchenarbeit, intersektionale Bildung, Forschung zu heteronormativer Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen<\/p>\n<p>Transphobie hat viele Gesichter: Eine Seminarteilnehmerin berichtet von den Erfahrungen eines Freundes: \u201eDer hat die sch\u00f6ne Frau gek\u00fcsst. Und dann hatte die einen Penis!\u201c Alle anderen im Raum lachen. Einer ruft: \u201eAber man will doch wissen, mit wem man ins Bett geht.\u201c Im Vortrag \u201eT\u00e4uschend echt?!\u201c fragt Ines Pohlkamp nach der Bedeutung von &#8216;Echtheit&#8217; und der &#8216;Falschheit&#8217; von Geschlecht im Feld der Diskriminierung und Gewalt. Die Referentin l\u00e4dt zur Reflexion \u00fcber diskursm\u00e4chtige \u201et\u00e4uschend echte\u201c Ph\u00e4nomene der Zweigeschlechtlichkeit ein und pr\u00e4sentiert Ergebnisse aus ihrer qualitativen Studie zur Trans*Inter*feindlichen Diskriminierung und Gewalt. Anhand von ausgew\u00e4hltem Interviewmaterial mit geschlechtlich nonkonformen Personen wie Transgender, Crossdresser_innen oder intersexuellen Personen veranschaulicht sie die zentrale Stellung des Stereotyps der \u201eT\u00e4uschung\u201c (Talia M. Bettcher). Mit Hilfe ihrer Ergebnisse hinterfragt sie das Ph\u00e4nomen geschlechtlicher Authentizit\u00e4t.<\/p>\n<p>16.05.2012<br \/>\n<strong>Theorie und Praxis &#8211; doch weit voneinander entfernt? Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks<\/strong><br \/>\nNadine Lantzsch, Berlin, M.A. Gender &#038; Diversity Kompetenz, feministische Aktivistin und freie Autorin<\/p>\n<p>Die Kritik, die Frauen mit Behinderungen, Lesben, Schwarze Frauen, Migrant_innen, Trans* und einige andere Gruppen bereits vor Jahrzehnten an der feministischen Bewegung formulierten, ist nach wie vor aktuell. Auch die Slutwalks, die Demonstrationswelle gegen sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungsverharmlosung, sahen sich mit nahezu identischen Anw\u00fcrfen konfrontiert. Obwohl die Organisator_innen die intersektionalen Verschr\u00e4nkungen sozialer Positionen in ihrer Arbeit versuchten zu ber\u00fccksichtigen \u2013 sei es im Selbstverst\u00e4ndnis, in der Organisation der Demo selbst oder in der Nachbereitung. Nach wie vor kommt es innerhalb feministischer Gruppen und Bewegungen zu Ausschl\u00fcssen, Aneignungen und \u00dcbergriffen jeglicher Art, ungeachtet der Tatsache, dass Feminist_innen heute auf das Wissen ihrer Vorg\u00e4nger_innen zur\u00fcckgreifen (k\u00f6nnen).<br \/>\nDer Vortrag will der Frage nachgehen, inwiefern feministische Theorie und Praxis im Widerspruch stehen, welche Grenzen, Schwierigkeiten und Paradoxien feministischen Handlungs- und Widerstandsweisen zu Grunde liegt und warum Intersektionalit\u00e4t oft nur Theorie ist.<\/p>\n<p>27.06.2012<br \/>\n<strong>(Un-)wirklichkeiten von (A-)Sexualit\u00e4t<\/strong><br \/>\nDipl.-Soz. Judith Scheunemann, AG Queer Studies, Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t Hamburg, Universit\u00e4t Kassel<\/p>\n<p>Seit ich mich im Jahr 2008\/2009 im Rahmen meiner Diplomarbeit mit dem Ph\u00e4nomen der Asexualit\u00e4t besch\u00e4ftigt habe, ist mir \u2013 genau wie ich es aus Berichterstattungen von Personen kenne, die sich als asexuell bezeichnen \u2013 eine Frage immer wieder begegnet: \u201eGibt es Asexualit\u00e4t wirklich?\u201c Dahinter steht die Annahme, Sexualit\u00e4t sei etwas nat\u00fcrliches, jeder Mensch sei von Geburt an sexuell. Abweichungen von dieser Norm, so die Annahme, k\u00f6nnten nur pathologisch oder nicht wirklich existent sein.<br \/>\nUm ein Verst\u00e4ndnis menschlicher Sexualit\u00e4t zu bekommen, sind Freuds Werke noch immer eine der prominentesten Quellen. Dieser Spur m\u00f6chte auch ich nachgehen, mit der Frage: Wie l\u00e4sst sich Freud auf den heutigen Begriff der Asexualit\u00e4t anwenden und wie stellt er diese dar? Nach dieser historisch- psychoanalytischen Perspektive wende ich mich st\u00e4rker soziologisch-konstruktivistischen Theorien zur (A-)Sexualit\u00e4t zu. Dies geschieht mit der Fragestellung, ob und inwiefern ein Unterschied zur vorherigen Perspektive besteht und ob neuere Theorien helfen, das Ph\u00e4nomen Asexualit\u00e4t genauer zu erfassen.<br \/>\nDa ich davon ausgehe, dass es f\u00fcr ein breiteres Verst\u00e4ndnis eines Ph\u00e4nomens sinnvoll ist, nicht nur die Theorie einzubeziehen, m\u00f6chte ich auch die Empirie betrachten. Daher werde ich Beispiele aus der Empirie mit folgender Frage untersuchen: Wie definieren sich asexuelle Personen selbst? Hierf\u00fcr beziehe ich mich auf meine inhaltsanalytische Auswertung der Internetseite AVEN (Asexual Visibility and Education Network), einer Internetseite von asexuellen Personen, die im Jahr 2004 in Deutschland entstand. Der Bogen zur anf\u00e4nglich angesprochenen Problematik der Fremdwahrnehmung von Asexualit\u00e4t schlie\u00dft sich schlussendlich, indem ich mir zuletzt genauer anschaue, wie Medien (besonders Zeitungen) das \u00f6ffentlich pr\u00e4senter werdende Thema verhandeln.<\/p>\n<p class=\"wp-flattr-button\">\n<p><a href=\"http:\/\/agqueerstudies.de\/?flattrss_redirect&amp;id=1962&amp;md5=e6f9a5c818a75b73ecf1614de4ea8b20\" title=\"Flattr\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/agqueerstudies.de\/wp-content\/plugins\/flattr\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"flattr this!\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir freuen uns mitteilen zu k\u00f6nnen, dass dieses Semester vier Vortr\u00e4ge in der Ringvorlesung &#8222;Jenseits der Geschlechtergrenzenh&#8220; in Deutsche Geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzt werden k\u00f6nnen. Leider sind unsere finanziellen Mittel begrenzt und wir k\u00f6nnen deshalb nicht alle Vortr\u00e4ge dolmetschen lassen. Wir setzen uns aber daf\u00fcr ein, dass es in Zukunft mehr Vortr\u00e4ge sein werden. 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