{"id":27077,"date":"2012-12-02T22:12:44","date_gmt":"2012-12-02T21:12:44","guid":{"rendered":"http:\/\/agqueerstudies.de\/?p=2259"},"modified":"2012-12-02T22:12:44","modified_gmt":"2012-12-02T21:12:44","slug":"offener-brief-fur-den-erhalt-des-zentrums-fur-disability-studies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2012\/12\/offener-brief-fur-den-erhalt-des-zentrums-fur-disability-studies\/","title":{"rendered":"Offener Brief f\u00fcr den Erhalt des Zentrums f\u00fcr Disability Studies"},"content":{"rendered":"<p>Im Folgenden m\u00f6chten wir einen Offenen Brief dokumentieren, den wir zur Unterst\u00fctzung des Zentrums f\u00fcr Disability Studies (ZeDiS) geschrieben haben. Das ZeDiS freut sich sicherlich auch \u00fcber weitere Wortmeldungen in dieser Sache:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Sehr geehrte Frau Dr. Stapelfeldt, sehr geehrte Frau K\u00f6rner, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lenzen, sehr geehrte Mitglieder des Wissenschaftsausschusses,<\/p>\n<p>die AG Queer Studies ist eine Arbeitsgruppe an der Universit\u00e4t Hamburg, die unter anderem eine seit \u00fcber 20 Jahren bestehende interdisziplin\u00e4re Ringvorlesung organisiert und sich dar\u00fcber hinaus gemeinsam mit dem Zentrum f\u00fcr Disability Studies (ZeDiS) und dem Zentrum Gender Wissen f\u00fcr einen Studiengang Intersectionality Studies einsetzt, der Diskriminierung und Benachteiligung in der Gesellschaft thematisieren und interdisziplin\u00e4r untersuchen will.<\/p>\n<p>Wie wir erfahren haben, ist der Bestand des ZeDiS an der Universit\u00e4t Hamburg \u00fcber das Ende der gegenw\u00e4rtigen Projektf\u00f6rderung hinaus nicht gesichert. Dabei leistet das ZeDiS seit nunmehr sieben Jahren mit seinen Veranstaltungen und seinem Lehr- und Beratungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems und zur Etablierung der Disability Studies im deutschsprachigen Raum.<\/p>\n<p>Die Disability Studies sind ein junges, aber international bereits etabliertes Forschungsfeld, welches das Thema Behinderung nicht mehr mit einem defizitorientierten, oft haupts\u00e4chlich medizinischen Zugang erforscht, sondern die Barrieren und Hindernisse in der Gesellschaft insgesamt interdisziplin\u00e4r untersucht. Sowohl in den USA als auch in Gro\u00dfbritannien existieren bereits zahlreiche Institute und Lehrst\u00fchle f\u00fcr Disability Studies und auch im deutschsprachigen Raum sind inzwischen in Berlin, Bochum, Bremen, Dortmund, D\u00fcsseldorf, Marburg sowie in Innsbruck und Z\u00fcrich Lehr- und Forschungst\u00e4tigkeiten zu verzeichnen. Eigenst\u00e4ndige Forschungseinrichtungen zu diesem Thema bestehen aber derzeit nur in K\u00f6ln mit der Internationalen Forschungsstelle Disability Studies und an der Universit\u00e4t Hamburg mit dem Zentrum f\u00fcr Disability Studies. Damit z\u00e4hlt die Universit\u00e4t Hamburg zu den f\u00fchrenden Hochschulen in diesem Bereich im deutschsprachigen Raum. Das ZeDiS hat in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Lehrangebot sowie mehrere wissenschaftliche Tagungen organisiert und einen Nebenfachstudiengang in Disability Studies entworfen. Gemeinsam mit der AG Queer Studies hat das ZeDis den Workshop \u201eQueer meets Disability\u201c mit Prof. Robert McRuer (George Washington University) und Dr. Heike Raab (Universit\u00e4t Innsbruck) veranstaltet. Weitere Veranstaltungen und wissenschaftliche Sammelb\u00e4nde sind in diesem Arbeitszusammenhang bereits geplant.<\/p>\n<p>Es erscheint uns daher um so unverst\u00e4ndlicher, dass die Existenz des ZeDiS an der Universit\u00e4t Hamburg nicht nachhaltig gesichert ist und sogar vor dem Ende steht. Wir m\u00f6chten Sie hierbei an einen Fehler der Vergangenheit erinnern: Die Universit\u00e4t Hamburg z\u00e4hlte zu den ersten Universit\u00e4ten, die einen Studiengang in Gender Studies einf\u00fchrten. Nach einem guten Start des interdisziplin\u00e4ren und hochschul\u00fcbergreifenden Studienprogrammes wurden vergleichsweise geringe finanzielle Mittel nicht mehr  zur Verf\u00fcgung gestellt, so dass der Studiengang nach wenigen Semestern wieder abgeschafft wurde. Mit dem Zentrum f\u00fcr Disability Studies w\u00fcrde die Universit\u00e4t Hamburg wiederum eine Vorreiterrolle in einem wichtigen Forschungszweig aufgeben.<\/p>\n<p>Hiergegen protestiert die AG Queer Studies! Wir m\u00f6chten Sie dringend darum bitten, die Forschung und Lehre im Bereich der Disability Studies an der Universit\u00e4t Hamburg langfristig zu verankern. Dazu ist eine entsprechende langfristig gesicherte Finanzierung notwendig. Sie w\u00fcrden damit nicht nur f\u00fcr mehr Inklusion im Hochschulbereich sorgen und damit der gesellschaftlichen Verantwortung von Universit\u00e4ten in Deutschland Rechnung tragen, sondern auch der Wissenschaft in Hamburg einen Dienst erweisen: Sorgen Sie f\u00fcr den Erhalt des ZeDiS!<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>AG Queer Studies<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/agqueerstudies.de\/?flattrss_redirect&amp;id=2259&amp;md5=efca35ce5ee572d02d346899f9726534\" title=\"Flattr\" ><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/agqueerstudies.de\/wp-content\/plugins\/flattrss\/img\/flattr-badge-large.png\" alt=\"flattr this!\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Folgenden m\u00f6chten wir einen Offenen Brief dokumentieren, den wir zur Unterst\u00fctzung des Zentrums f\u00fcr Disability Studies (ZeDiS) geschrieben haben. Das ZeDiS freut sich sicherlich auch \u00fcber weitere Wortmeldungen in dieser Sache: Sehr geehrte Frau Dr. Stapelfeldt, sehr geehrte Frau K\u00f6rner, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lenzen, sehr geehrte Mitglieder des Wissenschaftsausschusses, die AG Queer [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":170,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[677],"class_list":["post-27077","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-syndicated","tag-queer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/170"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27077"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27077\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27128,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27077\/revisions\/27128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}