{"id":28245,"date":"2011-06-20T18:15:05","date_gmt":"2011-06-20T17:15:05","guid":{"rendered":"http:\/\/alextext.wordpress.com\/?p=137"},"modified":"2011-06-20T18:15:05","modified_gmt":"2011-06-20T17:15:05","slug":"partei-der-letzten-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2011\/06\/partei-der-letzten-chance\/","title":{"rendered":"PARTEI DER LETZTEN CHANCE"},"content":{"rendered":"<p>Der Junge Genosse<em>:<\/em><\/p>\n<p><em>Wer aber ist die Partei?\/Sitzt sie in einem Haus mit Telefonen?\/ Sind ihre Gedanken geheim, ihre Entschl\u00fcsse unbekannt?\/ Wer ist sie?<\/em><\/p>\n<p>Die drei Agitatoren:<em> <\/em><\/p>\n<p><em>Wir sind sie.\/ Du und ich\u00a0 und ihr \u2013 wir alle&#8230;<\/em><\/p>\n<p>(Bertolt Brecht: Die Ma\u00dfnahme)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/alextext.files.wordpress.com\/2011\/06\/dsc001421.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-149\" title=\"DSC00142\" src=\"http:\/\/alextext.files.wordpress.com\/2011\/06\/dsc001421.jpg?w=300&#038;h=225\" alt=\"Aufkleber\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Die Geschichte von <a href=\"http:\/\/www.schlingensief.com\/projekt.php?id=t014\">CHANCE 2000<\/a> ist schnell erz\u00e4hlt: Am Anfang stand der Zauber der Jahreszahlenfolge 68 \u2013 89 \u2013 98 als Formel f\u00fcr den Regierungswechsel, der die APO-Erlebnisgeneration in die Chefsessel bef\u00f6rderte, die \u201a\u00c4ra Kohl\u2019 und die Bonner Republik beendete und die sieben rot-gr\u00fcnen Jahre einl\u00e4utete. Deutschland bekam eine neue Adresse, das wiedervereinigte Land zog um in die wiedervereinigte Stadt, in der sich der Staat neue Pal\u00e4ste gebaut hatte. Doch im Herzen der Bestie, mitten in Berlin, steht das Theater des Volkes: die <a href=\"http:\/\/www.volksbuehne-berlin.de\/?PHPSESSID=c5226f7479241ea6c31b5ce186cc7bd1\">Volksb\u00fchne am Rosa-Luxemburg-Platz<\/a>, gleich neben dem Karl-Liebknecht-Haus, in dem die LINKE (Partei des demokratischen Sozialismus) wohnt. Da, wo das neue Deutschland ankam \u2013 in MITTE \u2013 steht der Prater: am Prenzlberg. Dort er\u00f6ffnete Christoph Schlingensief am 13.2.1998 den Wahlkampf im Zirkuszelt der Familie Sperlich mit dem Aufruf: W\u00c4HLE DICH SELBST! Vor versammelten Publikum erkl\u00e4rte der Theater- und Filmemacher, dass jeder und jede ein Volk sei: 1 V. Der Countdown zu Regierungs- und Jahrtausend-wechsel stand im Zeichen der radikalen Zuspitzung des deutschen demokratischen Urgebr\u00fclls von <em>\u201eWir sind das Volk!\u201c<\/em> \u00fcber <em>\u201eWir sind ein Volk!\u201c<\/em> (1989) zu <em>\u201eWir sind jeder ein Volk!\u201c<\/em> (1998): Du und du und ich&#8230; Die Botschaft von CHANCE 2000 \u2013 Partei der letzten Chance: Jede\/r kann kandidieren! Das Motto: \u201eBeweis, dass es Dich gibt! Wir wissen wie das geht.\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn1\">[1]<\/a> Und zwar so: Sammle 2000 Unterschriften. 2000 Wahlberichtigte aus einem Wahlbezirk m\u00fcssen davon \u00fcberzeugt werden, dass man nichts von ihnen will au\u00dfer einer Unterschrift, etwa so: \u201eGeben Sie mir nicht Ihre Stimme, geben Sie mir Ihre Unterschrift, damit ich mich selbst w\u00e4hlen kann!\u201c \u00dcberzeugt das 2000 Leute, die zwar w\u00e4hlen d\u00fcrfen, sich aber nicht selbst w\u00e4hlen wollen oder schon jemand anderen unterst\u00fctzen, ist man dabei und steht, zumindest in einem Wahlbezirk, auf dem Wahlzettel als \u201eChance M\u00fcller\u201c etc. So direkt kann parlamentarische Demokratie sein! Vorausgesetzt alle Beteiligten sind Wahlberichtigte, keine Kinder oder Ausl\u00e4nder, sondern m\u00fcndige Inl\u00e4nder. Sobald das vom Wahlleiter amtlich festgestellt ist, gilt die Wette. Und dann hei\u00dft es: SCHEITERN ALS CHANCE! Frei nach Herbert Achternbusch: \u201eDu hast keine Chance, also nutze sie!\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn2\">[2]<\/a> Dann ist man ein Held, nach Emmanuel L\u00e9vinas: \u201eDer Held ist der, der immer eine letzte Chance sieht; er ist der Mensch, der sich darauf versteift, Chancen zu finden.\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Das war schon alles: Ein Kurs in angewandter Staatsb\u00fcrgerkunde, sch\u00f6n und schlicht wie die ber\u00fchmte T\u00fcte von Joseph Beuys gegen Parteienherrschaft f\u00fcr direkte Demokratie<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn4\">[4]<\/a> (Organisation der Nichtw\u00e4hler f\u00fcr freie Volksabstimmung, 1971). Oder doch eher ein DIY-Manual f\u00fcr die Mitglieder der liberal-kapitalistischen Gesellschaft nach dem Untergang des Kommunismus according to Achim von Paczensky alias Heiner M\u00fcller: \u201eDie wahre Trag\u00f6die des Jahrhunderts ist das Scheitern des sozialistischen Experiments.\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn5\">[5]<\/a> Gegen Ende seines Lebens hat er begeistert postheroische Managementtheorie rezipiert<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn6\">[6]<\/a>: CHANCE 2000 ist die einzige wahre M\u00fcller-Partei, das 1 V, das sich eigenverantwortlich engagiert, eine politische Ich-AG. Die Idee hinter dem Unwort des Jahres 2002 ist alt, neoliberale Ideol, die im Zuge des neokonservativen <em>Rollbacks<\/em> in den 1980ern propagiert wurde (<em>Reagonomics &amp; Thatcherism<\/em>), bis es 1999 im Blair-Schr\u00f6der-Papier wieder auftauchte. Der Durchlauferhitzer f\u00fcr den Abbruch des alten Klassenkompromisses namens Sozialstaat war die \u201akalifornische Ideologie\u2019 (Agentur Bilwet), die Manie des hei\u00df laufenden Dotcom-Kapitalismus, die Anfang der 1990er auf den Zusammenbruch der staatssozialistischen Regime folgte. Ihr manic preacher war Tom <em>WOW-Effect<\/em> Peters, der dem Dramaturgen Carl Hegemann die Parolen lieferte: \u201eAlles aufgeben! Fehler machen! Scheitern ist Chance! Nicht Wandel, sondern Revolution! Nicht Revolution, sondern permanente Revolution!<em> <\/em><em>Verr\u00fcckte Unternehmen f\u00fcr verr\u00fcckte Zeiten!\u201c<\/em><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn7\">[7]<\/a> Der Appell ist nicht nur, etwas zu tun, sondern: Gutes zu tun: Handeln! Handeln! Handeln! Helfen! Helfen! Helfen! Das Modell war ein \u201epostcaritatives Theater\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn8\">[8]<\/a>, das Lied dazu lieferte Bert Old Brecht: <em>\u201eDe-her Blick\/ in das Gesicht\/ eines Menschen\/ dem ge-holfen ist\/ ist der Blick in eine sch\u00f6ne Gegend\/ Freund! Freund! Freund!\u201c<\/em> Die Message lautete: \u201eRettet die Marktwirtschaft, verschenkt Euer Geld!\u201c Wir hatten uns also dieses Mal f\u00fcr das Gute entschieden. Das war nur konsequent, denn \u201enach dem Interesse f\u00fcr das B\u00f6se in den achtziger Jahren haben wir es heute mit dem Interesse am Scheitern zu tun: der gute Sozialismus machte zurecht Platz f\u00fcr den Kapitalismus des Scheiterns.\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn9\">[9]<\/a> Schon 1926 hatte Brecht sich \u00fcber den Sozialismus notiert: \u201eEs ist kein Gl\u00fcck, denn es fehlt die Chance und das Risiko. Chance und Risiko, das gr\u00f6\u00dfte und sittlichste, was es gibt.\u201c Dass die ganze Spekulationsblase im April 2000 platzen musste war kein Scherz, sondern eine Ma\u00dfnahme, um das allgemeine Trag\u00f6dienbewusstsein zu erh\u00f6hen:<\/p>\n<p>\u201eUND VIELES\/ WIE AUF DEN SCHULTERN EINE\/LAST VON SCHEITERN IST\/ ZU BEHALTEN&#8230;\u201c (H\u00f6lderlin)<\/p>\n<p>Was also war CHANCE 2000? Ein Spektakel, das die Krise der Repr\u00e4sentation enth\u00fcllte, in dem es konsequent die Ideologie des Individualismus in den demokratischen Wettbewerb einf\u00fchrte? Sicherlich, denn wenn alle sich selber w\u00e4hlen wollten, k\u00f6nnte keiner eine Untersch\u00fctzungsunterschrift leisten. Wenn niemand seine Stimme abgibt, bricht das System der Stellvertretung in sich zusammen. Das war die Grundidee von CHANCE 2000 als \u201emodernstem Netzwerk der Welt\u201c, als Rhizom. Diese Aufgabe wurde von CHANCE 2000 e. V. garantiert \u2013 die \u201aPartei der letzten Chance\u2019 war als Referenzpartei eine Parodie auf Realpolitik: Spaltung und Wiedervereinigung innerhalb eines Monats usw. Dass irgendwann die Parole ausgegeben wurde: \u201eGr\u00fcndet zwei, drei, viele Landesverb\u00e4nde!\u201c hatte weniger damit zu tun, dass Schlingensief Udo Lindenbergs Phantasie der Bunten Republik Deutschland ausleben und Kanzler werden wollte, sondern mit einem magischen Wort, das die APPD (Anarchistische Pogo-Partei Deutschland) in die Runde geworfen hatte: Wahlkampfkostenr\u00fcckerstattung. <em>Let\u2019s found a party \u2013 to have a party!<\/em> Doch ist es der Versuch, Identit\u00e4t zwischen Regierenden und Regierten herzustellen, der zur Explosion f\u00fchrt. Das ist just der Moment, den Schlingensief im Theater immer gesucht hat: der Augenblick, in dem die \u201avierte Wand\u2019 f\u00e4llt. Die Sehnsucht nach der Emanzipation der Zuschauer vom Voyeur und Claqueur zum Akteur! Zu mitspielenden Zuschauern: <em>specta<\/em>c<em>tors<\/em>. Die Dekonstruktion der Differenz von Saal und B\u00fchne als Politisierung des Theaters gegen die Theatralisierung der Politik durch Spa\u00dfparteien wie die FDP. Damit das Spektakel stirbt und die Gro\u00dfe Diskussion beginnen kann, die die Voraussetzung der Gro\u00dfen Produktion ist (Brecht). Solange die alte Arbeiterbewegung nicht von einer Arbeitslosenbewegung beerbt wird, die diesen Zusammenhang aufdeckt<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn10\">[10]<\/a>, so lange muss man versuchen, die Ferienh\u00e4user der M\u00e4chtigen unter Wasser zu setzen. Kommen wir zum Ende: Der Showdown der Kampagne war das kollektive Bad im Wolfgangssee am 2.8.1998, St. Gilgen 16h, das hohe Wellen schlug: Ein geballter Schlag ins Wasser! Dass die Millionen Arbeitslosen lieber zu Hause blieben, statt sich einer Massentaufe zu unterziehen beweist nur ihre Autonomie, sagten wir. Dass das Sichtbarmachen der Unsichtbaren \u2013 Arbeitslosen, Behinderten, illegalen Migranten \u2013 nicht die L\u00f6sung der Probleme der parlamentarischen Demokratie ist, schien manifest geworden zu sein.<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn11\">[11]<\/a> Doch die Formel, dass die Minderheiten zusammen die Mehrheit h\u00e4tten ist auch nicht als \u00dcberschreitung des Proporz-Systems durch \u00dcbererf\u00fcllung zu verstehen, sondern im Sinne von Deleuze, der dem Sein der normsetzenden Majorit\u00e4t (wei\u00dfe, erwachsene, urbane, christliche, heterosexuelle M\u00e4nner), die in Wahrheit in der Minderheit ist, das Werden der Minorit\u00e4ten gegen\u00fcberstellt (Frauen, Kinder, Migranten und alle anderen Anderen).<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn12\">[12]<\/a> Am 27.9.1998, dem Tag des Wechsels, wurde um 17.58h auf der B\u00fchne des Volkes das \u00dcbertragungskabel durchgehackt und wir sind dorthin aufgebrochen, wohin vor uns noch nie jemand gegangen ist: ins System II.<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn13\">[13]<\/a> Etwas wird passieren \u2013 darin besteht laut Derrida die Chance: \u201eEtwas bek\u00e4me endlich die Chance, zu geschehen oder stattzufinden, das ist alles. Es steht nicht fest, es ist nicht voraussagbar \u2013 es ist einfach<em> besser, dass etwas geschieht.<\/em> Das ist alles: Dass etwas geschieht, ist besser, das ist alles. Aber es ist eine schwindelerregende Wahl: Sie geht jeder Ethik, jeder Politik, jeder \u00c4sthetik, jeder historischen und sozialen Realit\u00e4t voraus.\u201c<a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftn14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>P.S. Die Chance ist also das Gegenteil eines Programms. Die Feststellung, dass Chance 2000 gar kein Parteiprogramm hatte ist ebenso wahr wie daraus einen Vorwurf zu machen falsch: Programme wollen Chance, Zufall, spontanes Geschehen, das <em>Ereignis<\/em> gerade ausschlie\u00dfen. Eine Partei ist die Versicherung, dass nichts geschehen wird. Daf\u00fcr bietet sie Dauer, Stetigkeit, Berechenbarkeit, Normalit\u00e4t. Und so ist es \u2013 aus der Perspektive des Programms \u2013 nur konsequent, dass Chance 2000 auch nach dem 27.9.1998 noch weiter besteht. Als n\u00e4chstes stand der Hessen-Wahlkampf an, der Roland Koch, den \u201aHessen-Hitler\u2019 (Titanic) an die Macht brachte, indem auch die CDU pl\u00f6tzlich Unterschriften sammelte: gegen Ausl\u00e4nder, bzw. gegen die doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft. Die Partei ging daraufhin in den Untergrund. Es gab auch gar keine andere Chance: Sie konnte n\u00e4mlich nicht einfach so aufgel\u00f6st werden, die urspr\u00fcnglichen Gr\u00fcndungs-mitglieder waren gar nicht mehr zu versammeln und also einen ordentlichen Parteitag abzuhalten unm\u00f6glich geworden. Aber Ordnung muss sein: Ein laufendes Programm bricht man nicht einfach ab. Ist eine Partei erstmal gegr\u00fcndet, so bleibt sie bestehen wie ein Staat. Das Parteienrecht sieht spontane Selbst-Aufl\u00f6sungen nicht vor. Aufl\u00f6sen k\u00f6nnen sich Parteien eigentlich nur in anderen. Oder verboten werden (und das Beispiel NPD zeigt, dass auch das nicht so einfach ist). Und so wird sich Chance 2000 dieses Jahr, 13 Jahre nach der Gr\u00fcndung, in der <a href=\"http:\/\/www.piratenpartei.de\/\">Piratenpartei<\/a> aufl\u00f6sen wie einst Beuys\u2019 Aktion Unabh\u00e4ngiger Deutscher (A.U.D.) in den Gr\u00fcnen. Also werde ich Pirat, \u201eder Feind aller\u201c \u2013 f\u00fcr 13 min. Dann werde ich endlich wieder das, was die Medien von sich behaupten zu sein: parteiunabh\u00e4ngig. Ein Volk unter vielen:\u00a0\u00a0 1 V. Denn darin besteht unsre Chance \u2013 unsre letzte: Chance 2011\/12.<\/p>\n<div id=\"attachment_152\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/alextext.files.wordpress.com\/2011\/06\/dsc001891.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-152\" title=\"DSC00189\" src=\"http:\/\/alextext.files.wordpress.com\/2011\/06\/dsc001891.jpg?w=300&#038;h=225\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\">Freiheit statt Angst Demo<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref1\">[1]<\/a> Christoph Schlingensief und Carl Hegemann: CHANCE 2000. W\u00e4hle Dich selbst, Berlin 1998, S. 119ff.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref2\">[2]<\/a> Herbert Achternbusch: Das Haus am Nil (Schriften 1980-81), Frankfurt\/ M. 1987<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref3\">[3]<\/a> Emmanuel L\u00e9vinas: Die Zeit und der Andere, Hamburg 1995, S. 46.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref4\">[4]<\/a> Joseph Beuys, art inter media EDITION, Tragetasche aus Poly\u00e4thylen mit Filzplastik, 1. Auflage 10.000 Exemplare, 1971.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref5\">[5]<\/a> M\u00fcller, Heiner: Dem Terrorismus die Utopie entrei\u00dfen. Alternative DDR, in: Zur Lage der Nation, Berlin 1990, S. 22.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref6\">[6]<\/a> M\u00fcller, Heiner: Episches Theater und postheroisches Management, in: Kluge, Alexander\/ M\u00fcller, Heiner: Ich bin ein Landvermesser, Hamburg 1996, S. 159 (gesendet am 18. M\u00e4rz 1996). Vgl.: Baecker, Dirk: M\u00fcllers Vermutung. In: Lettre International<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref7\">[7]<\/a> Hegemann, Carl: Was Chance2000 dem Wirtschaftsrat der CDU r\u00e4t, in: Dokumentation Chance2000,<\/p>\n<p>Agenbach 1999, S. 164-167. Zuerst abgedruckt in: taz vom 29. Mai 1998. Vorgetragen auf dem Kongress des Bundesverbands Junger Unternehmer in der Frankfurter Paulskirch vom hessischen Landesverband am<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref8\">[8]<\/a> Hegemann, Carl: F\u00fcr ein postcaritatives Theater, in: Lochte, Julia und Schulz, Wilfried (Hg.): Schlingensief! Notruf f\u00fcr Deutschland. Hamburg 1998, S. 159-164.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref9\">[9]<\/a> Agentur Bilwet<em>: <\/em>Von der Gesellschaft des Spektakels zur Gesellschaft des Debakels,<em> <\/em>in: elektronische einsamkeit, K\u00f6ln 1997, S. 19-28.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref10\">[10]<\/a> Den Zusammenhang zwischen dem Fehlen einer sichtbaren Erwerbslosenbewegung und den Aktionen von Schlingensief hat Klaus Theweleit als erster hergestellt, in: Canettis Masse-Begriff: Verschwinden der Masse? Masse &amp; Serie, in: Ders.: Ghosts: Drei leicht inkorrekte Vortr\u00e4ge, Basel u. Frankfurt 1998, S. 161-250.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref11\">[11]<\/a> Als erster darauf hingewiesen hatte Diedrich Diederichsen in seinem vielfach neu abgedruckten Artikel in der ZEIT 17 vom 16.4.1998, z.B.: Magie und Massenarbeitslosigkeit: Christoph Schlingensiefs \u201aChance 2000\u2019 im \u201aPrater\u2019 im Prenzlauer Berg, in: Engagement und Skandal. Ein Gespr\u00e4ch von Josef Bierbichler, Christoph Schlingensief, Harald Martenstein, hg. v. Alexander Wewerka, Berlin 1998, S. 69-89.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref12\">[12]<\/a> Gilles Deleuze: Philosophie und Minderheit, in: Kleine Schriften, Berlin\u00a0 1980, S. 27-29.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref13\">[13]<\/a> Vgl. Vf.: Change 2000, in: Finke, Johannes und Matthias Wulff (Hg.): Die Dokumentation, Agenbach 1999, S. 266-276.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"http:\/\/alextext.wordpress.com\/2011\/06\/20\/partei-der-letzten-chance\/#_ftnref14\">[14]<\/a> Derrida, Jacques: Einige Statements und Binsenweisheiten \u00fcber Neologismen, New-Ismen, Post-Ismen, Parasitismen und andere kleine Seismen, Berlin 1997, S. 37.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>  <a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/feeds.wordpress.com\/1.0\/gocomments\/alextext.wordpress.com\/137\/\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" border=\"0\" src=\"http:\/\/feeds.wordpress.com\/1.0\/comments\/alextext.wordpress.com\/137\/\" \/><\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" border=\"0\" src=\"http:\/\/pixel.wp.com\/b.gif?host=alextext.wordpress.com&#038;blog=14305490&#038;%23038;post=137&#038;%23038;subd=alextext&#038;%23038;ref=&#038;%23038;feed=1\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Junge Genosse: Wer aber ist die Partei?\/Sitzt sie in einem Haus mit Telefonen?\/ Sind ihre Gedanken geheim, ihre Entschl&uuml;sse unbekannt?\/ Wer ist sie? 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