{"id":44220,"date":"2017-06-29T10:00:12","date_gmt":"2017-06-29T09:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/lizaswelt.net\/?p=24936"},"modified":"2017-06-29T10:00:12","modified_gmt":"2017-06-29T09:00:12","slug":"die-kaltherzigkeit-der-ertappten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2017\/06\/die-kaltherzigkeit-der-ertappten\/","title":{"rendered":"Die Kaltherzigkeit der Ertappten"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" data-attachment-id=\"24938\" data-permalink=\"https:\/\/lizaswelt.net\/2017\/06\/29\/die-kaltherzigkeit-der-ertappten\/maischberger\/\" data-orig-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=610\" data-orig-size=\"560,400\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Rolf Verleger, Gemma P\u00f6rzgen und Sandra Maischberger in der Talksendung \u00bbMaischberger\u00ab, 21. Juni 2017 (Screenshot)\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=610?w=300\" data-large-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=610?w=500\" class=\"alignnone wp-image-24938 size-full\" title=\"Rolf Verleger, Gemma P\u00f6rzgen und Sandra Maischberger in der Talksendung \u00bbMaischberger\u00ab, 21. Juni 2017 (Screenshot)\" src=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=610\" alt=\"Rolf Verleger, Gemma P\u00f6rzgen und Sandra Maischberger in der Talksendung \u00bbMaischberger\u00ab, 21. Juni 2017 (Screenshot)\" srcset=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg 560w, https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=150 150w, https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=300 300w, https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2017\/06\/maischberger.jpg?w=500 500w\" sizes=\"(max-width: 560px) 100vw, 560px\"   \/><\/p>\n<p><strong>Der WDR und <em>Arte <\/em>haben den derzeit besten und wichtigsten Film zum Antisemitismus in Europa nach langer Weigerung schlie\u00dflich ausgestrahlt \u2013 und sich dabei massiv und auf bizarre Weise von ihm distanziert. Anders, als die Sender behaupten, hatte das jedoch weder journalistische noch handwerkliche Gr\u00fcnde, sondern handfeste politische. Zur Rekapitulation und Einordnung eines veritablen Skandals.<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende wurde sie dann doch noch im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt, die Dokumentation \u00bb<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8fzoE12Bg7o\"  rel=\"noopener noreferrer\">Auserw\u00e4hlt und ausgegrenzt \u2013 Der Hass auf Juden in Europa<\/a>\u00ab von Joachim Schroeder und Sophie Hafner. Danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen, nachdem der deutsch-franz\u00f6sische Sender <em>Arte<\/em>, f\u00fcr den der Film urspr\u00fcnglich produziert worden war, eine Ausstrahlung kategorisch <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/abgelehnte-antisemitismus-doku-ein-armutszeugnis-fuer-arte\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">abgelehnt hatte<\/a> \u2013 trotz der Abnahme durch die zust\u00e4ndige, zum <em>Westdeutschen Rundfunk<\/em> geh\u00f6rende Redakteurin Sabine Rollberg. F\u00fcr die Weigerung hatte <em>Arte<\/em> zun\u00e4chst offiziell formale Gr\u00fcnde geltend gemacht: Die Dokumentation, so hie\u00df es, entspreche \u00bbin wesentlichen Punkten\u00ab nicht dem vereinbarten Projekt \u2013 zu wenig Europa, zu viel Naher Osten. Au\u00dferdem habe der arabisch-israelische Autor und Psychologe Ahmad Mansour, der die \u00bbAusgewogenheit\u00ab und \u00bbErgebnisoffenheit\u00ab garantieren sollte \u2013 eine h\u00f6chst merkw\u00fcrdige Vorgabe beim Thema Antisemitismus \u2013, nicht wie ausgemacht mitgewirkt.<\/p>\n<p>Dass diese Argumente nur vorgeschoben waren und es in Wahrheit um die politische Sto\u00dfrichtung des Films ging, lie\u00df sich schon fr\u00fch mehr als nur vermuten, zumal die Autoren glaubw\u00fcrdig berichtet hatten, dass die Verantwortlichen des Senders ihr Werk f\u00fcr eine \u00bbantimuslimische, antiprotestantische und proisraelische Provokation\u00ab hielten, mit der \u00bb\u00d6l ins Feuer\u00ab gegossen werde. Beim Vertragspartner WDR sah man gleichwohl \u2013 respektive genau deshalb \u2013 keinen Handlungsbedarf und stellte sich hinter <em>Arte<\/em>. In der Folge gerieten die Sender allm\u00e4hlich unter Druck: Zum einen h\u00e4uften sich in den Medien die Beitr\u00e4ge von Journalisten und Redakteuren, die den Film zu sehen bekommen hatten und die Ablehnung der Ausstrahlung kritisierten, so etwa Ren\u00e9 Martens <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/%215416329\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">in der <em>taz<\/em><\/a> und Jan Grossarth <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/arte-und-wdr-zeigen-eine-dokumentation-ueber-antisemitismus-nicht-15044790.html\"  rel=\"noopener noreferrer\">in der FAZ<\/a>. Zum anderen erhob sich auch in den Social Media einige Emp\u00f6rung \u00fcber die st\u00f6rrische Haltung von <em>Arte<\/em> und WDR. Doch die beiden Anstalten blieben bei ihrem Entschluss, die Dokumentation dem Publikum vorzuenthalten.<\/p>\n<p>Das \u00e4nderte sich erst, als die <em>Bild<\/em>-Zeitung sich der Sache annahm, ganzseitig \u00fcber den Film berichtete und ihn schlie\u00dflich sogar einfach f\u00fcr 24 Stunden auf ihrer Website online stellte. Ein Akt der digitalen Piraterie, der f\u00fcr den <em>Springer<\/em>-Konzern ein \u00fcberschaubares Risiko darstellte. Schlie\u00dflich konnte er davon ausgehen, dass <em>Arte<\/em> und der WDR schon aus Imagegr\u00fcnden an einem Rechtsstreit kein Interesse haben w\u00fcrden. Nun war die Dokumentation im Netz und damit der Kontrolle der beiden TV-Sender entzogen. Der bewusste Leak heizte die Debatte erst richtig an. Zwar sprangen manche Journalisten jetzt <em>Arte<\/em> zur Seite: Der Film sei einseitig und fehlerhaft, hie\u00df es verschiedentlich, deshalb sei es richtig oder zumindest verst\u00e4ndlich, dass seine Ausstrahlung abgelehnt wurde. Doch es gab auch viel Anerkennung f\u00fcr den Schritt des Boulevardblatts, die Dokumentation zu zeigen, und viel Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bockbeinigkeit der Fernsehanstalten.<\/p>\n<p><strong>Kein \u00bbFaktencheck\u00ab, sondern Gesinnung<\/strong><\/p>\n<p>Beim Versuch, die Diskurshoheit zur\u00fcckzugewinnen, ergriff die ARD schlie\u00dflich die Flucht nach vorne und nahm den Film kurzfristig doch noch ins Programm, gewiss nicht zuletzt deshalb, weil es sie st\u00f6rte, dass die <em>Bild<\/em>-Zeitung sich als H\u00fcterin der Presse- und Meinungsfreiheit pr\u00e4sentierte, w\u00e4hrend <em>Arte<\/em> und der WDR sich mit dem \u2013 berechtigten \u2013 Vorwurf der Zensur herumschlagen mussten. Die Ausstrahlung am 21. Juni sollte jedoch nicht ohne Auflagen und Einschr\u00e4nkungen erfolgen, ganz im Gegenteil. Zum einen wurde eine <em>Maischberger<\/em>-Talkshow im Anschluss an den Film anberaumt, deren mehrheitliche Besetzung mit \u00bbIsraelkritikern\u00ab erwarten lie\u00df, dass der Dokumentation und seinen Machern der mediale Todessto\u00df verpasst werden sollte. Zum anderen wurden Schroeder und Hafner vom WDR unter Druck gesetzt: Sie sollten innerhalb kurzer Zeit einen umfangreichen <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/unternehmen\/der-wdr\/unternehmen\/doku-faktencheck\/doku-faktencheck-fragenkatalog-100.html\"  rel=\"noopener noreferrer\">Katalog mit Fragen<\/a> zu ihren Quellen und Belegen beantworten, au\u00dferdem erhielten sie zwei Tage vor dem Sendetermin per E-Mail eine Aufforderung des Senders, den Film noch einmal an mehreren Stellen zu \u00fcberarbeiten. Ansonsten sei es \u00bbnicht gut m\u00f6glich\u00ab, ihn \u00bbin dieser Fassung auszustrahlen\u00ab.<\/p>\n<p>Nachdem die Dokumentation seit Monaten in einer von einer WDR-Redakteurin abgesegneten Fassung vorlag und die Autoren dennoch immer wieder \u2013 erfolglos \u2013 ihre Bereitschaft signalisiert hatten, verbliebene Differenzen auf dem Gespr\u00e4chsweg zu kl\u00e4ren, hatte es der WDR also pl\u00f6tzlich eilig. Schroeder und Hafner beantworteten die Fragen trotzdem und nahmen auch die geforderten, rechtlich angeblich notwendigen Bearbeitungen vor. Allein, es half nichts: Die ARD zeigte den Film mit zahlreichen Einblendungen und redaktionellen Hinweisen, die eine vehemente Distanzierung von der Dokumentation darstellten. Parallel dazu ver\u00f6ffentlichte der WDR im Internet einen <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/unternehmen\/der-wdr\/unternehmen\/doku-faktencheck\/doku-faktencheck-gesamt-100.html\"  rel=\"noopener noreferrer\">\u00bbFaktencheck\u00ab<\/a> mit Anmerkungen zu nicht weniger als 29 Stellen im Film. \u00bbBetreutes Fernsehen\u00ab nannten sowohl <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/betreutes-fernsehen\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">Thomas Eppinger<\/a> als auch <a href=\"http:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/article\/view\/id\/28911\"  rel=\"noopener noreferrer\">Gideon B\u00f6ss<\/a> diese Art von Kommentierung, die man sonst nur rechtsradikalen Werken wie Hitlers \u00bbMein Kampf\u00ab angedeihen l\u00e4sst. Man tritt dem WDR vermutlich nicht zu nahe, wenn man davon ausgeht, dass diese Art der Pr\u00e4sentation bereits vor den Antworten und \u00c4nderungen der Filmemacher feststand.<\/p>\n<p>Wie wenig der \u00bbFaktencheck\u00ab <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/wdr-faktencheck-recht-auf-einspruch-nur-fuer-israelhasser\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">seine Bezeichnung verdient<\/a> und was er eigentlich bezweckt, lie\u00df der WDR h\u00f6chstselbst auf seinem Twitter-Account deutlich werden. Dort <a href=\"https:\/\/twitter.com\/WDR\/status\/877897089937625088\"  rel=\"noopener noreferrer\">hie\u00df es<\/a> unumwunden: \u00bbDer Faktencheck soll zur Meinungsbildung berechtigte Gegenthesen anbieten.\u00ab Es geht ihm also um Gesinnung, nicht um Tatsachen, womit er nichts anderes als eine Mogelpackung ist. Entsprechend sieht er aus: Statt Fakten enth\u00e4lt er allerlei politische Wertungen, die den Einsch\u00e4tzungen der Filmemacher widersprechen, und der WDR mag nicht einmal dort Antisemitismus erkennen, wo er offensichtlicher kaum sein k\u00f6nnte. Etwa bei <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/applaus-fuer-antisemitische-hetze-im-eu-parlament\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">Mahmud Abbas\u2018 Rede<\/a> vor dem Europaparlament, bei Richard Wagner oder bei der im Film zu h\u00f6renden Behauptung der Linken-Abgeordneten Annette Groth, die Israelis vergifteten das Mittelmeer mit Tausenden Tonnen toxischer Chemikalien.<\/p>\n<p>Oder beim <a href=\"https:\/\/lizaswelt.net\/2015\/11\/15\/bataclan-ein-antisemitischer-anschlag\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">Anschlag auf das Pariser <em>Bataclan<\/em><\/a> im November 2015. Es gebe, schreibt der WDR, \u00bbkeinerlei Belege daf\u00fcr\u00ab, dass dieser Angriff des IS \u00bbantisemitisch motiviert war\u00ab. Er k\u00f6nne deshalb \u00bbnicht in eine Aufz\u00e4hlung antisemitischer Attentate aufgenommen werden\u00ab. Dass das Etablissement Juden geh\u00f6rte und wegen proisraelischer Veranstaltungen immer wieder bedroht wurde; dass eine salafistische Terrorgruppe, die sich sp\u00e4ter dem IS anschloss, schon Jahre zuvor kundgetan hatte, einen Anschlag auf das <em>Bataclan<\/em> zu planen, \u00bbweil die Eigent\u00fcmer Juden sind\u00ab; dass der IS generell genauso wenig einen Hehl aus seiner antij\u00fcdischen Gesinnung macht wie andere islamistische Organisationen \u2013 all das gen\u00fcgt dem <em>Westdeutschen Rundfunk<\/em> nicht, um in dem Angriff auf die Lokalit\u00e4t und ihre Besucher eine antisemitische Tat zu sehen. Ob das ein Ausdruck politischer Blindheit ist oder eine ideologische \u00dcberzeugung widerspiegelt, ist dabei fast schon nebens\u00e4chlich.<\/p>\n<p><strong>Sandra Maischberger und die \u00bbIsraelkritiker\u00ab<\/strong><\/p>\n<p>An anderen Stellen gibt der \u00bbFaktencheck\u00ab schriftliche Einlassungen <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/ein-faktencheck-zum-faktencheck-des-wdr\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">der im Film kritisierten NGOs und Nahost-Initiativen<\/a> wieder, die \u2013 wenig \u00fcberraschend und noch weniger \u00fcberzeugend, weil argumentativ \u00e4u\u00dferst d\u00fcrftig \u2013 den Vorwurf zur\u00fcckweisen, zum Antisemitismus beizutragen. Wenn man diese Stellungnahmen mit den <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/unternehmen\/der-wdr\/unternehmen\/doku-faktencheck\/doku-faktencheck-fragenkatalog-100.html\"  rel=\"noopener noreferrer\">Antworten von Schroeder und Hafner<\/a> auf den Fragenkatalog der WDR abgleicht, zeigt sich noch einmal, dass die beiden Autoren gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr hatten, die Arbeit von Organisationen wie <em>Brot f\u00fcr die Welt<\/em>, <em>B\u2019Tselem<\/em> und EAPPI in Israel und den pal\u00e4stinensischen Gebieten in einer Dokumentation \u00fcber Antisemitismus einer Kritik zu unterziehen. Umgekehrt hat es der WDR bisweilen selbst nicht so genau mit den eigenen hohen Anspr\u00fcchen genommen, etwa in seinen Ausf\u00fchrungen zur israelischen Organisation <em>NGO Monitor<\/em>, die den Sender in einem Schreiben deshalb auch deutlich auf seine Fehler und Vers\u00e4umnisse <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/wdr-faktencheck-sender-diffamiert-israelische-ngo\/\">hingewiesen hat<\/a>.<\/p>\n<p>Auch der Historiker Michael Wolffsohn wies bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MGLQ9bpEBeU\"  rel=\"noopener noreferrer\"><em>Maischberger<\/em><\/a> \u00fcberzeugend nach, dass der WDR mit zweierlei Ma\u00df misst. Ein Film aus dem Jahr 2012 \u00fcber Goldman Sachs mit dem verschw\u00f6rungstheoretischen Titel \u00bbEine Bank lenkt die Welt\u00ab und eine unl\u00e4ngst ausgestrahlte <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/westdeutscher-rundfunk-geert-wilders-ein-spion-der-juden\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">Dokumentation \u00fcber Geert Wilders<\/a>, die jeweils mit antisemitischen Stereotypen hantierten, seien schlie\u00dflich auch nicht mit einem \u00bbFaktencheck\u00ab gesendet worden, sagte er in der Talkshow zum WDR-Fernsehdirektor J\u00f6rg Sch\u00f6nenborn. Im Falle des Wilders-Films hatte der Sender den Kritikern nach der Ausstrahlung zun\u00e4chst sogar entgegnet, es gebe nichts zu beanstanden, sondern lediglich einige \u00bbMissverst\u00e4ndnisse\u00ab, bevor er die Produktion schlie\u00dflich doch noch <a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/geert-wilders-doku-westdeutscher-rundfunk-in-not\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">widerwillig<\/a> f\u00fcr seine Mediathek \u00fcberarbeitete. Diese Doppelstandards unterstreichen noch einmal, dass politische Motive f\u00fcr den skandal\u00f6sen Umgang des WDR und von <em>Arte <\/em>mit der Dokumentation von Joachim Schroeder und Sophie Hafner ausschlaggebend waren. Weil Sch\u00f6nenborn aber partout die Sprachregelung von den formalen und handwerklichen Gr\u00fcnden f\u00fcr die Ablehnung aufrechterhalten wollte, ging er gegen Wolffsohn verdienterma\u00dfen unter.<\/p>\n<p>Die Filmautoren hatte man nicht in die Diskussionssendung eingeladen \u2013 mit der bizarren Begr\u00fcndung, sie w\u00fcrden dann schlie\u00dflich \u00fcber ihren Film reden wollen und nicht \u00fcber dessen Gegenstand. Daf\u00fcr redeten dann andere nicht \u00fcber den Antisemitismus in Europa: Der peinliche Norbert Bl\u00fcm etwa, der sich von der \u00bbAntisemitismuskeule\u00ab bedroht f\u00fchlt, der Dokumentation eine \u00bbLogik der Rache\u00ab unterstellt und aus dem Nationalsozialismus nicht etwa die Konsequenz zieht, Israel gegen Angriffe zu verteidigen und sich gegen den Hass auf Juden zu positionieren, sondern vielmehr, den j\u00fcdischen Staat zu attackieren. Oder Rolf Verleger, der immer dann zum Gespr\u00e4ch gebeten wird, wenn es einen j\u00fcdischen Kronzeugen der Anklage gegen Israel braucht. Auch Gemma P\u00f6rzgen sa\u00df in der Runde, eine Journalistin, die vor einem Jahrzehnt mal zwei Jahre lang Nahostkorrespondentin f\u00fcr ein paar deutsche Zeitungen war und sich nun durch einen Facebook-Eintrag, in dem sie Schroeders und Hafners Film \u00bbpropagandistisch\u00ab fand, f\u00fcr <em>Maischberger<\/em> qualifiziert hatte. Was die drei von sich gaben, b\u00f6te <a href=\"http:\/\/www.salonkolumnisten.com\/hellste-kerze-bluem\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">gen\u00fcgend Stoff<\/a> f\u00fcr eine Fortsetzung der Dokumentation von Schroeder und Hafner.<\/p>\n<p><strong>Kaltherzig und ohne Empathie<\/strong><\/p>\n<p>Die Moderatorin selbst wiederum, Sandra Maischberger, fragte J\u00f6rg Sch\u00f6nenborn, ob ein Film \u00fcber Antisemitismus eigentlich \u00bbproj\u00fcdisch\u00ab sein m\u00fcsse. Und der Fernsehdirektor antwortete ganz im Ernst, er m\u00fcsse \u00bbpromenschlich\u00ab sein, was f\u00fcr ihn offenbar etwas anderes ist. Es sind nicht zuletzt diese Empathielosigkeit und diese Kaltherzigkeit, die nicht nur im \u00f6ffentlich-rechtlichen Umgang mit der Dokumentation zu finden sind, sondern die Juden in Deutschland und Europa generell entgegenschlagen und dem j\u00fcdischen Staat im Besonderen. Der WDR und <em>Arte<\/em> \u2013 der deutsch-franz\u00f6sische Sender zeigte den Film am selben Abend zeitversetzt in einer identischen Fassung \u2013 haben zwei Autoren \u00f6ffentlich desavouiert (und \u00fcberdies eine verdiente Redakteurin <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/arte-und-wdr-streit-um-antisemitismus-doku.2907.de.html?dram:article_id=388010\"  rel=\"noopener noreferrer\">veranlasst<\/a>, in den Vorruhestand zu gehen), die mit ihrer Arbeit dieser omnipr\u00e4senten Empathielosigkeit und Kaltherzigkeit etwas entgegensetzen wollten und dabei v\u00f6llig zu Recht nicht nur das rechte und neonazistische Spektrum in den Blick genommen haben, sondern auch andere Milieus, in denen der Antisemitismus vor allem in seiner \u00bbisraelkritischen\u00ab Variante w\u00e4chst, bl\u00fcht und gedeiht: die Islamisten, die Linken und Linksliberalen, die Nahost-NGOs, die Rapper.<\/p>\n<p>Mag der Film auch die eine oder andere journalistische Schw\u00e4che haben \u2013 darum geht es letztlich nicht, dieses Problem h\u00e4tte sich ohne gro\u00dfen Aufwand rechtzeitig beheben lassen, dazu waren Schroeder und Hafner nachweislich jederzeit bereit. Was <em>Arte<\/em> und den WDR vielmehr gest\u00f6rt hat, war, dass auch sie mit der Dokumentation gemeint waren. Deshalb die permanenten Warnhinweise und Laufb\u00e4nder im Film, die es sonst nie gibt, deshalb der unterirdische \u00bbFaktencheck\u00ab \u2013 den die Direktorin der Berliner Dependance des <em>American Jewish Committee<\/em> (AJC), Deidre Berger, sehr zu Recht eine \u00bbVerharmlosung von Antisemitismus\u00ab <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/deirdre-berger-ueber-die-antisemitismus-doku-das-ist-eine-verharmlosung-von-antisemitismus\/19978250.html?utm_referrer\"  rel=\"noopener noreferrer\">genannt hat<\/a> \u2013, deshalb die Einladung von Bl\u00fcm, Verleger, P\u00f6rzgen und Sch\u00f6nenborn zu <em>Maischberger<\/em>. Dass diese vier gegen Wolffsohn und Ahmad Mansour \u2013 die einzigen Diskutanten, die beim Thema Antisemitismus tats\u00e4chlich einen Expertenstatus beanspruchen k\u00f6nnen \u2013 argumentativ und intellektuell klar unterlegen waren, ist zwar tr\u00f6stlich. Aber es macht den ideologischen Unsinn, den dieses Quartett in der Sendung von sich gab, nicht wett, und es \u00e4ndert auch nichts an den Skandal, den der WDR produziert hat.<\/p>\n<p>Es ist bezeichnend, dass es eine Boulevardzeitung war, die den derzeit besten und wichtigsten Film zum Antisemitismus in ihrer urspr\u00fcnglich abgenommenen Fassung gezeigt hat, w\u00e4hrend das \u00f6ffentlich-rechtliche, also quasi-staatliche Fernsehen nach langer Weigerung, sie \u00fcberhaupt ins Programm zu nehmen, lediglich bereit war, sie in einer Fassung und auf eine Weise zu pr\u00e4sentieren, die eine Diskreditierung der Autoren und ihrer Arbeit bedeutete \u2013 und in Abrede stellte, dass Hass gegen Juden au\u00dferhalb der rechten Szene \u00fcberhaupt existiert. Im j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2017\/kw25-de-antisemitismusbericht\/509752\"  rel=\"noopener noreferrer\">Antisemitismusbericht<\/a> des Deutschen Bundestages wird die Zustimmung zur \u00bbisraelkritischen\u00ab Variante des Antisemitismus in Deutschland auf 40 Prozent beziffert. Schon an dieser \u2013 vermutlich immer noch viel zu niedrigen \u2013 Zahl wird deutlich, dass das Problem nicht blo\u00df bei Neonazis existiert. Wenn dann aber Ross und Reiter genannt werden, wie es \u00bbAuserw\u00e4hlt und ausgegrenzt \u2013 Der Hass auf Juden in Europa\u00ab tut, setzt bei jenen, die angesprochen sind oder sich ertappt f\u00fchlen d\u00fcrfen, die gro\u00dfe Abwehrreaktion ein, wird der Antisemitismus von ihnen wegdefiniert und geleugnet. Und das sagt \u00fcber diese ganz erheblich mehr aus als \u00fcber die Kritiker des Antisemitismus.<\/p>\n<p><span style=\"font-size:85%;\">Zuerst ver\u00f6ffentlicht auf <em><a href=\"http:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/wdr-die-kaltherzigkeit-der-ertappten\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">MENA-Watch<\/a><\/em>.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:85%;\"><em>Zum Foto:<\/em> Rolf Verleger, Gemma P\u00f6rzgen und Sandra Maischberger in der Talksendung <em>Maischberger<\/em>, 21. Juni 2017 (Screenshot).<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.addtoany.com\/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2017%2F06%2F29%2Fdie-kaltherzigkeit-der-ertappten%2F&amp;linkname=Die%20Kaltherzigkeit%20der%20Ertappten\"  rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Diesen Beitrag mit anderen teilen\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/static.addtoany.com\/buttons\/share_save_256_24.png\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"24\" \/><\/a> <a href=\"mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback%20zu:%20Die%20Kaltherzigkeit%20der%20Ertappten\"  rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1197\" data-permalink=\"https:\/\/lizaswelt.net\/2010\/07\/16\/projektionsflaeche-palaestinenser\/feedback\/\" data-orig-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback.jpg\" data-orig-size=\"151,24\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Feedback\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback.jpg?w=151\" data-large-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback.jpg?w=151\" class=\"size-full wp-image-1197 alignright\" title=\"Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden\" src=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback1.jpg?w=610\" alt=\"\"   \/><\/a><\/p>\n<p>Einsortiert unter:<a href='https:\/\/lizaswelt.net\/category\/politik\/'>Politik<\/a> Tagged: <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/ahmad-mansour\/'>Ahmad Mansour<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/antisemitismus\/'>Antisemitismus<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/arte\/'>Arte<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/gemma-poerzgen\/'>Gemma P\u00f6rzgen<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/israel\/'>Israel<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/jorg-schonenborn\/'>J\u00f6rg Sch\u00f6nenborn<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/joachim-schroeder\/'>Joachim Schroeder<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/michael-wolffsohn\/'>Michael Wolffsohn<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/norbert-bluem\/'>Norbert Bl\u00fcm<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/rolf-verleger\/'>Rolf Verleger<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/sandra-maischberger\/'>Sandra Maischberger<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/sophie-hafner\/'>Sophie Hafner<\/a>, <a href='https:\/\/lizaswelt.net\/tag\/wdr\/'>WDR<\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" border=\"0\" src=\"https:\/\/pixel.wp.com\/b.gif?host=lizaswelt.net&#038;blog=14674973&#038;%23038;post=24936&#038;%23038;subd=lizaswelt2010&#038;%23038;ref=&#038;%23038;feed=1\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der WDR und Arte haben den derzeit besten und wichtigsten Film zum Antisemitismus in Europa nach langer Weigerung schlie&szlig;lich ausgestrahlt &ndash; und sich dabei massiv und auf bizarre Weise von ihm distanziert. Anders, als die Sender behaupten, hatte das jedoch weder journalistische noch handwerkliche Gr&uuml;nde, sondern handfeste politische. Zur Rekapitulation und Einordnung eines veritablen Skandals. [&hellip;]<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" border=\"0\" src=\"https:\/\/pixel.wp.com\/b.gif?host=lizaswelt.net&amp;blog=14674973&amp;post=24936&amp;subd=lizaswelt2010&amp;ref=&amp;feed=1\" width=\"1\" height=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"author":922,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2205,2168,1618,2206,2172,2208,2207,2209,2210,1819,2211,2212,2213,2214],"class_list":["post-44220","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-syndicated","tag-ahmad-mansour","tag-antisemitismus","tag-arte","tag-gemma-poerzgen","tag-israel","tag-joachim-schroeder","tag-joerg-schoenenborn","tag-michael-wolffsohn","tag-norbert-bluem","tag-politik","tag-rolf-verleger","tag-sandra-maischberger","tag-sophie-hafner","tag-wdr"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/922"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44220"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44221,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44220\/revisions\/44221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}