{"id":47159,"date":"2019-07-17T23:01:50","date_gmt":"2019-07-17T22:01:50","guid":{"rendered":"http:\/\/lizaswelt.net\/?p=25544"},"modified":"2019-07-17T23:01:50","modified_gmt":"2019-07-17T22:01:50","slug":"eine-antisemitische-raeuberpistole","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2019\/07\/eine-antisemitische-raeuberpistole\/","title":{"rendered":"Eine antisemitische R\u00e4uberpistole"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" data-attachment-id=\"25545\" data-permalink=\"https:\/\/lizaswelt.net\/2019\/07\/18\/eine-antisemitische-raeuberpistole\/spiegelcover\/\" data-orig-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg\" data-orig-size=\"560,397\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Screenshot der Vorschau auf den Spiegel-Text bei Twitter \u2013 in dieser Version ist sogar die Rede davon, die beiden kleinen Vereine steuerten (!) die deutsche Nahostpolitik\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg?w=300\" data-large-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg?w=500\" class=\"alignnone wp-image-25545 size-full\" title=\"Screenshot der Vorschau auf den Spiegel-Text bei Twitter \u2013 in dieser Version ist sogar die Rede davon, die beiden kleinen Vereine steuerten (!) die deutsche Nahostpolitik\" src=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg?w=610\" alt=\"Screenshot der Vorschau auf den Spiegel-Text bei Twitter \u2013 in dieser Version ist sogar die Rede davon, die beiden kleinen Vereine steuerten (!) die deutsche Nahostpolitik\" srcset=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg 560w, https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg?w=150 150w, https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg?w=300 300w, https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2019\/07\/spiegelcover.jpg?w=500 500w\" sizes=\"(max-width: 560px) 100vw, 560px\"   \/><\/p>\n<p><strong>Folgt man dem\u00a0<em>Spiegel<\/em>, dann nimmt eine aus zwei kleinen Vereinen bestehende, von der israelischen Regierung und dem Mossad gesteuerte j\u00fcdische Lobby mit Geld und schmutzigen Tricks entscheidenden Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik. Das klingt nicht nur abenteuerlich, das ist es auch, denn Beweise f\u00fcr ihre steile These bleiben die sechs Autoren nat\u00fcrlich schuldig.<\/strong><\/p>\n<p>Sommerloch, die Auswirkungen des Relotius-Skandals auf die Reputation, eine best\u00e4ndig sinkende Verkaufsauflage \u2013 vielleicht brauchte der\u00a0<em>Spiegel<\/em>\u00a0einfach mal wieder eine Knallergeschichte, die sein (potenzielles) Publikum in Wallung versetzt. Eine, die als Ergebnis harter Recherche daherkommt, vorzugsweise an einem vermeintlichen Tabu r\u00fchrt und am Ende doch nur best\u00e4tigt, was der\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Leser, der ja stets mehr wei\u00df, nat\u00fcrlich l\u00e4ngst durchschaut hat. Der Beitrag mit dem Titel\u00a0<a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/SP\/2019\/29\/164875318\/\"  rel=\"noopener\">\u00bbGezielte Kampagne\u00ab<\/a>\u00a0jedenfalls, der in der aktuellen Ausgabe des Wochenmagazins erschienen ist, erf\u00fcllt all diese Voraussetzungen perfekt. \u00bbLobbyismus: Ein deutsch-j\u00fcdischer und ein proisraelischer Verein haben im Bundestag ein enges Netzwerk gespannt \u2013 mit fragw\u00fcrdigen Methoden. Es geht um eine andere Nahostpolitik\u00ab, lautet der Vorspann des Textes, der gegen Bezahlung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/plus\/lobbyismus-im-bundestag-wie-zwei-vereine-die-deutsche-nahostpolitik-beeinflussen-wollen-a-00000000-0002-0001-0000-000164871539\"  rel=\"noopener\">auch online<\/a>\u00a0verf\u00fcgbar ist. Dort ist die Haupt\u00fcberschrift eine andere: \u00bbLobbyismus im Bundestag: Wie zwei Vereine die deutsche Nahostpolitik beeinflussen wollen\u00ab, lautet sie inzwischen.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich stand dort hinter dem Doppelpunkt: \u00bbSo\u00a0<em>steuern<\/em>\u00a0zwei Vereine die deutsche Nahostpolitik\u00ab [Hervorh. d. Verf.]. Aber offenbar ist es irgendwann doch noch jemandem in der Redaktion aufgefallen, dass die Behauptung, die deutsche Au\u00dfenpolitik im Nahen Osten werde von einer j\u00fcdischen Lobby gelenkt, derart offenkundig antisemitisch ist, dass man mit ihr zumindest nicht die Schlagzeile f\u00fcllen sollte. Blo\u00df fasst diese \u00dcberschrift pr\u00e4zise das zusammen, was im Text steht. Gleich sechs Journalisten hatte der\u00a0<em>Spiegel\u00a0<\/em>ausschw\u00e4rmen lassen, um den unermesslich gro\u00dfen j\u00fcdischen Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik zu lokalisieren und zu personifizieren. Unmittelbarer Anlass daf\u00fcr war der Mitte Mai verabschiedete Bundestagsbeschluss \u00bb<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/101\/1910191.pdf\"  rel=\"noopener\">Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten \u2013 Antisemitismus bek\u00e4mpfen<\/a>\u00ab. Zwei der auch jetzt beteiligten\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Autoren, Christoph Schult und Christoph Sydow, hatten seinerzeit auf\u00a0<em>Spiegel Online\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/israel-streit-um-anti-bds-beschluss-im-bundestag-a-1267584.html\"  rel=\"noopener\">deutlich gemacht<\/a>, wie wenig sie von diesem Beschluss halten.<\/p>\n<p>Es half nichts, der interfraktionelle Antrag wurde mit gro\u00dfer Mehrheit verabschiedet. Das habe \u00bbauch an Elio Adler\u00ab gelegen, hei\u00dft es nun im\u00a0<em>Spiegel<\/em>. Adler ist Vorsitzender der\u00a0<a href=\"https:\/\/werteinitiative.de\/\"  rel=\"noopener\"><em>WerteInitiative<\/em><\/a>, eines Vereins, der j\u00fcdisch-deutsche Positionen vertritt, wie auf seiner Website zu lesen ist. Au\u00dferdem habe Adler bis vor kurzem im Vorstand des\u00a0<a href=\"https:\/\/naffo.de\/\"  rel=\"noopener\"><em>Nahost-Friedensforums<\/em><\/a>\u00a0(NAFFO) gesessen, eines Vereins, der \u00bbdie deutsche Nahostpolitik infrage\u00ab stelle, \u00bbf\u00fcr Positionen des israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanyahu\u00ab werbe und \u00bbim Berliner Regierungsviertel offensiv Lobbyarbeit\u00ab betreibe \u2013 drei Merkmale, die man dem\u00a0<em>Spiegel<\/em>\u00a0zufolge offenbar als absolutes No-go zu betrachten hat. Nun wissen nat\u00fcrlich auch Schult, Sydow und ihre Mitautoren, dass es nicht ungew\u00f6hnlich ist, wenn \u00bbVereine versuchen, Parlamentariern ihre Interessen und politischen Vorstellungen nahezubringen\u00ab, wie sie selbst schreiben. Doch der Einfluss dieser beiden Vereine, \u00bbdie relativ klein und einer breiteren \u00d6ffentlichkeit kaum bekannt sind\u00ab, sei besonders gro\u00df, und vor allem seien \u00bbmanche ihrer Methoden h\u00f6chst fragw\u00fcrdig\u00ab.<\/p>\n<p><strong>Weil es keine Beweise gibt, wird geraunt, suggeriert und angedeutet<\/strong><\/p>\n<p>Sommerloch, die Auswirkungen des Relotius-Skandals auf die Reputation, eine best\u00e4ndig sinkende Verkaufsauflage \u2013 vielleicht brauchte der\u00a0<em>Spiegel<\/em>\u00a0einfach mal wieder eine Knallergeschichte, die sein (potenzielles) Publikum in Wallung versetzt. Eine, die als Ergebnis harter Recherche daherkommt, vorzugsweise an einem vermeintlichen Tabu r\u00fchrt und am Ende doch nur best\u00e4tigt, was der\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Leser, der ja stets mehr wei\u00df, nat\u00fcrlich l\u00e4ngst durchschaut hat. Der Beitrag mit dem Titel\u00a0<a href=\"https:\/\/magazin.spiegel.de\/SP\/2019\/29\/164875318\/\"  rel=\"noopener\">\u00bbGezielte Kampagne\u00ab<\/a>\u00a0jedenfalls, der in der aktuellen Ausgabe des Wochenmagazins erschienen ist, erf\u00fcllt all diese Voraussetzungen perfekt. \u00bbLobbyismus: Ein deutsch-j\u00fcdischer und ein proisraelischer Verein haben im Bundestag ein enges Netzwerk gespannt \u2013 mit fragw\u00fcrdigen Methoden. Es geht um eine andere Nahostpolitik\u00ab, lautet der Vorspann des Textes, der gegen Bezahlung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/plus\/lobbyismus-im-bundestag-wie-zwei-vereine-die-deutsche-nahostpolitik-beeinflussen-wollen-a-00000000-0002-0001-0000-000164871539\"  rel=\"noopener\">auch online<\/a>\u00a0verf\u00fcgbar ist. Dort ist die Haupt\u00fcberschrift eine andere: \u00bbLobbyismus im Bundestag: Wie zwei Vereine die deutsche Nahostpolitik beeinflussen wollen\u00ab, lautet sie inzwischen.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich stand dort hinter dem Doppelpunkt: \u00bbSo\u00a0<em>steuern<\/em>\u00a0zwei Vereine die deutsche Nahostpolitik\u00ab [Hervorh. d. Verf.]. Aber offenbar ist es irgendwann doch noch jemandem in der Redaktion aufgefallen, dass die Behauptung, die deutsche Au\u00dfenpolitik im Nahen Osten werde von einer j\u00fcdischen Lobby gelenkt, derart offenkundig antisemitisch ist, dass man mit ihr zumindest nicht die Schlagzeile f\u00fcllen sollte. Blo\u00df fasst diese \u00dcberschrift pr\u00e4zise das zusammen, was im Text steht. Gleich sechs Journalisten hatte der\u00a0<em>Spiegel\u00a0<\/em>ausschw\u00e4rmen lassen, um den unermesslich gro\u00dfen j\u00fcdischen Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik zu lokalisieren und zu personifizieren. Unmittelbarer Anlass daf\u00fcr war der Mitte Mai verabschiedete Bundestagsbeschluss \u00bb<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/101\/1910191.pdf\"  rel=\"noopener\">Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten \u2013 Antisemitismus bek\u00e4mpfen<\/a>\u00ab. Zwei der auch jetzt beteiligten\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Autoren, Christoph Schult und Christoph Sydow, hatten seinerzeit auf\u00a0<em>Spiegel Online\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/israel-streit-um-anti-bds-beschluss-im-bundestag-a-1267584.html\"  rel=\"noopener\">deutlich gemacht<\/a>, wie wenig sie von diesem Beschluss halten.<\/p>\n<p>Es half nichts, der interfraktionelle Antrag wurde mit gro\u00dfer Mehrheit verabschiedet. Das habe \u00bbauch an Elio Adler\u00ab gelegen, hei\u00dft es nun im\u00a0<em>Spiegel<\/em>. Adler ist Vorsitzender der\u00a0<a href=\"https:\/\/werteinitiative.de\/\"  rel=\"noopener\"><em>WerteInitiative<\/em><\/a>, eines Vereins, der j\u00fcdisch-deutsche Positionen vertritt, wie auf seiner Website zu lesen ist. Au\u00dferdem habe Adler bis vor kurzem im Vorstand des\u00a0<a href=\"https:\/\/naffo.de\/\"  rel=\"noopener\"><em>Nahost-Friedensforums<\/em><\/a>\u00a0(NAFFO) gesessen, eines Vereins, der \u00bbdie deutsche Nahostpolitik infrage\u00ab stelle, \u00bbf\u00fcr Positionen des israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanyahu\u00ab werbe und \u00bbim Berliner Regierungsviertel offensiv Lobbyarbeit\u00ab betreibe \u2013 drei Merkmale, die man dem\u00a0<em>Spiegel<\/em> zufolge offenbar als absolutes No-go zu betrachten hat. Nun wissen nat\u00fcrlich auch Schult, Sydow und ihre Mitautoren, dass es nicht ungew\u00f6hnlich ist, wenn \u00bbVereine versuchen, Parlamentariern ihre Interessen und politischen Vorstellungen nahezubringen\u00ab, wie sie selbst schreiben. Doch der Einfluss dieser beiden Vereine, \u00bbdie relativ klein und einer breiteren \u00d6ffentlichkeit kaum bekannt sind\u00ab, sei besonders gro\u00df, und vor allem seien \u00bbmanche ihrer Methoden h\u00f6chst fragw\u00fcrdig\u00ab.<\/p>\n<p><strong>Weil es keine Beweise gibt, wird geraunt, suggeriert und angedeutet<\/strong><\/p>\n<p>Beim\u00a0<em>Spiegel\u00a0<\/em>scheint man es sich nicht vorstellen zu k\u00f6nnen, dass es Abgeordnete gibt, die sich aus \u00dcberzeugung f\u00fcr den j\u00fcdischen Staat und gegen israelbezogenen Antisemitismus einsetzen. Und die sich deshalb gerne mit Menschen wie Elio Adler und Organisationen wie der\u00a0<em>WerteInitiative\u00a0<\/em>und dem NAFFO einlassen, die das ebenfalls tun.<\/p>\n<p>Auch Frank M\u00fcller-Rosentritt bekam offenbar dieses geballte Unverst\u00e4ndnis zu sp\u00fcren. Der FDP-Abgeordnete und sein Fraktionskollege Bijan Djir-Saraj waren die Hauptinitiatoren des interfraktionellen Anti-BDS-Antrags, was die beiden M\u00fcller-Rosentritt zufolge ins Zentrum der Aufmerksamkeit der\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Autoren r\u00fccken lie\u00df: \u00bbErst wollten sie was \u00fcber mich und Bijan machen, weil wir angeblich gesteuert werden\u00ab, schreibt er\u00a0<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/malca.goldsteinwolf\/posts\/2561091717237097?comment_id=2561343447211924&amp;comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R%22%7D\"  rel=\"noopener\">in einem Facebook-Kommentar<\/a>. \u00bbHaben aber nichts gefunden, weil nichts ist, und nun das.\u00ab Dank\u00a0<em>Spiegel<\/em>-Redakteur Schult habe er \u00bbzwei intensive letzte Wochen mit den absurdesten Vorw\u00fcrfen\u00ab hinter sich. \u00bbOb ich Geld bekommen w\u00fcrde oder ob ich von der israelischen Regierung gesteuert werde. Und da alles nicht stimmt, muss nun das \u203ainternationale Finanzjudentum\u2039 herhalten. Unertr\u00e4glich!\u00ab<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich m\u00fcssen sich die Autoren den Vorwurf gefallen lassen, in ihrem Beitrag klassische Topoi des Antisemitismus bedient zu haben, mal unmittelbar, mal zwischen den Zeilen: Die M\u00e4r von der j\u00fcdischen Lobby, die das Parlament steuert; der Mythos von der Bestechung der Abgeordneten durch das Geld dieser Lobby; die Unterstellung, Juden seien gegen\u00fcber Israel loyaler als gegen\u00fcber dem Land, in dem sie leben; die Darstellung von Parlamentariern als Marionetten der israelischen Regierung und des Mossad; das angebliche Wirken der j\u00fcdischen Lobby im Verborgenen \u2013 es kommt eine ganze Menge zusammen. Die sechs Autoren inszenieren sich dabei als k\u00fchne Aufkl\u00e4rer, die die schmutzigen Deals der j\u00fcdischen Lobby aus dem Hinterzimmer ans Tageslicht gezerrt haben. Sie haben ihr ein Gesicht gegeben und dieses Gesicht der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert, die genau danach giert.<\/p>\n<p>Das ist niedertr\u00e4chtig und vor allem in Zeiten wachsenden Antisemitismus \u2013 vor dem der\u00a0<em>Spiegel<\/em>\u00a0nat\u00fcrlich stets warnt \u2013 auch brandgef\u00e4hrlich. Facebook mag allzu oft nicht eben ein Quell der Erkenntnis sein, in diesem Fall jedoch brachte es dort ein Kommentator\u00a0<a href=\"https:\/\/twitter.com\/KonLex09\/status\/1149796317012615169\"  rel=\"noopener\">auf den Punkt<\/a>: \u00bbSieht aus, als d\u00fcrfte man als Jude in Deutschland mit seinen Bundestags- und Landtagsabgeordneten und seinen Stadt- und Gemeinder\u00e4ten nicht \u00fcber Israel, BDS und Antisemitismus reden. Sollte man es doch wagen, dann ist man Teil der j\u00fcdischen Weltverschw\u00f6rung und wird von obskuren Geldgebern finanziert, ist mutma\u00dflicher Mossadagent und [wird] von Netanjahu und Trump als U-Boot gegen das deutsche Parlament eingesetzt. Dieser Unsinn ist von einem halben Dutzend Journalisten verfasst worden, die sich noch nicht einmal sch\u00e4men, ihre Name unter solch einen Quatsch zu setzen.\u00ab<\/p>\n<p><span style=\"font-size:85%;\">Zuerst ver\u00f6ffentlicht auf <em><a href=\"https:\/\/www.mena-watch.com\/mena-analysen-beitraege\/eine-antisemitische-raeuberpistole-des-spiegel\/\"  rel=\"noopener noreferrer\">MENA-Watch<\/a><\/em>. Siehe auch dieses erg\u00e4nzende <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/lizaswelt\/posts\/3365670306792145\"  rel=\"noopener\">Facebook-Posting von\u00a0<em>Lizas Welt<\/em><\/a> nach der Erkl\u00e4rung der Chefredaktion des\u00a0<em>Spiegel<\/em> zur Kritik am Beitrag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:85%;\"><em>Zum Foto:<\/em> Screenshot der Vorschau auf den <em>Spiegel<\/em>-Text bei Twitter. In dieser Version ist sogar die Rede davon, die beiden kleinen Vereine steuerten (!) die deutsche Nahostpolitik.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.addtoany.com\/share_save?linkurl=http%3A%2F%2Flizaswelt.net%2F2019%2F07%2F18%2Feine-antisemitische-raeuberpistole%2F&amp;linkname=Eine%20antisemitische%20R%C3%A4uberpistole\"  rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Diesen Beitrag mit anderen teilen\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/static.addtoany.com\/buttons\/share_save_256_24.png\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"24\" \/><\/a> <a href=\"mailto:lizaswelt@gmail.com?subject=Feedback%20zu:%20Eine%20antisemitische%20R%C3%A4uberpistole\"  rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1197\" data-permalink=\"https:\/\/lizaswelt.net\/2010\/07\/16\/projektionsflaeche-palaestinenser\/feedback\/\" data-orig-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback.jpg\" data-orig-size=\"151,24\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Feedback\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback.jpg?w=151\" data-large-file=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback.jpg?w=151\" class=\"size-full wp-image-1197 alignright\" title=\"Feedback zu diesem Beitrag an Lizas Welt senden\" src=\"https:\/\/lizaswelt2010.files.wordpress.com\/2010\/07\/feedback1.jpg?w=610\" alt=\"\"   \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgt man dem&nbsp;Spiegel, dann nimmt eine aus zwei kleinen Vereinen bestehende, von der israelischen Regierung und dem Mossad gesteuerte j&uuml;dische Lobby mit Geld und schmutzigen Tricks entscheidenden Einfluss auf die deutsche Nahostpolitik. 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