{"id":55898,"date":"2021-02-03T17:06:27","date_gmt":"2021-02-03T16:06:27","guid":{"rendered":"https:\/\/evibes.org\/?p=78082"},"modified":"2021-02-03T17:06:27","modified_gmt":"2021-02-03T16:06:27","slug":"veranstaltungsreihe-keine-sicheren-raeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2021\/02\/veranstaltungsreihe-keine-sicheren-raeume\/","title":{"rendered":"Veranstaltungsreihe \u2013 Keine sicheren R\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p>Im Nachgang der Veranstaltung \u201eKeine sicheren R\u00e4ume?\u201c am 17.09.2020 in Berlin (<a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/black-mojito\/keine-sicheren-raume-diskussion-about-blank?fbclid=IwAR0cjUSBkaH-NF3NKZjlz1URC92_XicngCFNA_tgSDy9msg2YeUe-Glc7m8\">Mitschnitt hier<\/a>), bei der eine Vertreterin von e*space und Kim Posster miteinander diskutierten, modiert von Jeja Klein und veranstaltet von :\/\/about party, wurde der\u00a0 Diskussionsfaden aufrecht erhalten und weitere thematische Diskussionen organisiert.<\/p>\n<p>18. Februar:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/events\/406574143759940\/\">\u00bbFight Law and Order\u00ab? \u2013 Und wie wehren wir uns gegen sexistische Gewalt?<\/a><\/p>\n<p>25. Februar<br \/>\nAwareness: Fluch oder Segen?<\/p>\n<p>18. M\u00e4rz<br \/>\n\u00bbFLINT* only\u00ab \u2013 Spaltung oder St\u00e4rkung?<\/p>\n<p>Schaut mal hier: <a href=\"https:\/\/bebizine.de\/veranstaltungsreihe-keine-sicheren-raeume\/\">https:\/\/bebizine.de\/veranstaltungsreihe-keine-sicheren-raeume\/<\/a><\/p>\n<p><span id=\"more-78082\"><\/span><\/p>\n<p>Die Reihe \u00bbKeine sicheren R\u00e4ume?!\u00ab wird organisiert von: e*space Dresden, der Redaktion BEBI sowie der <a href=\"https:\/\/monaliesa.de\/\">feministischen Bibliothek MONAliesA<\/a> und gef\u00f6rdert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem <a href=\"https:\/\/www.asta-hannover.de\/hochschulpolitik\/studentische-selbstverwaltung\/au%C2%ADto%C2%ADno%C2%ADmes-fe%C2%ADmi%C2%ADnis%C2%ADti%C2%ADsches-kol%C2%ADlek%C2%ADtiv\/\">Autonomen Feministischen Kollektiv Hannover<\/a>, In Zusammenarbeit mit <a href=\"https:\/\/www.weiterdenken.de\/de\/start\">Weiterdenken Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung Sachsen<\/a>. tba<\/p>\n<p>Ank\u00fcndigungen:<\/p>\n<p>18. Februar:<br \/>\n\u00bbFight Law and Order\u00ab? \u2013 Und wie wehren wir uns gegen sexistische Gewalt?<\/p>\n<p>Wenn sexuelle \u00dcbergriffe oder sexualisierte Gewalt geschehen, stellt sich h\u00e4ufig die Frage: zur Polizei gehen oder nicht? In linken Kontexten jedoch ist das Verh\u00e4ltnis zu den Verfolgungsbeh\u00f6rden aus naheliegenden Gr\u00fcnden traditionell angespannt. Ist es aber blo\u00df ein linker Reflex, auf gar keinen Fall zur Polizei gehen zu wollen, der T\u00e4ter sch\u00fctzt, weil sie links sind? Kann es nicht auch Vorteile bieten, zur Polizei zu gehen? Ist es vielleicht sogar wichtig, damit die F\u00e4lle in den Statistiken auftauchen und sich die Politik zu einem Handeln gezwungen sieht? Oder f\u00fchrt es eigentlich nur dazu, gelangweilten, voreingenommenen und frauenfeindlichen Polizist*innen gegen\u00fcber zu sitzen und sich eine Retraumatisierung abzuholen? Mal abgesehen davon, dass es in den Sternen steht, ob es zu einem Prozess kommt oder der T\u00e4ter eine Strafe erh\u00e4lt: wir alle kennen die ern\u00fcchternden Zahlen zu den Chancen, die Betroffene in einem rechtsstaatlichen Prozess haben. Au\u00dferdem stellt sich f\u00fcr Linke immer die Frage: ist Strafe \u00fcberhaupt das, was ich will? Sollte es nicht vielmehr um einen Prozess gehen, aus dem der T\u00e4ter gel\u00e4utert hervorgeht, damit andere in Zukunft sicher vor ihm sind? Wenn ja: ist das \u00fcberhaupt eine realistische Perspektive? Die Rechte und W\u00fcnsche der Betroffenen* spielen, das d\u00fcrfte klar sein, im juristischen Prozess keine Rolle. Hat man ein mal die Anzeige aufgegeben, entzieht sich das Folgende vollkommen der Kontrolle. Schlagworte wie \u201eCommunity Accountability\u201c und \u201eTransformative Justice\u201c wabern durch die Szenediskurse und doch scheint v\u00f6llig unklar, was damit konkret gemeint ist: irgendwie T\u00e4terarbeit, irgendwie die Szene ver\u00e4ndern? Was sagen diese Konzepte zu ihrem Verh\u00e4ltnis zur staatlichen Rechtssprechung und haben sie glaubw\u00fcrdige Alternativen zu bieten? Klar ist: so, wie es ist, kann es nicht bleiben. Doch wie dann? Darauf haben unsere G\u00e4ste unterschiedliche Antworten, die wir kritisch, aber auch solidarisch, miteinander diskutieren wollen.<\/p>\n<p>Es diskutieren:<br \/>\n* Christina Clemm<br \/>\n* Rehzi Malzahn<br \/>\n* Julia Rieger<br \/>\n* Dounia von den Falken Jena<br \/>\nModeration: Jeja Klein<\/p>\n<p>Details zur Teilnahme\/Link zum YouTube-Stream folgen<\/p>\n<p>25. Februar<br \/>\nAwareness: Fluch oder Segen?<\/p>\n<p>Awareness-Gruppen geh\u00f6ren inzwischen beinahe zum Chique linker Partys. Sie vermitteln, dass man in Szene-R\u00e4umen nicht alleine ist, wenn es zu \u00dcbergriffen, Bel\u00e4stigungen oder Rassismus kommt. Doch k\u00f6nnen die Gruppen damit Gewalt auf Partys vorbeugen, k\u00f6nnen sie Betroffene wirklich auffangen oder verhindern sie im Gegensatz zum Anspruch eine effektive Ver\u00e4nderung der verunsichernden Normalit\u00e4t? Wir haben unterschiedliche Effekte in linker Feierkultur beobachtet: den unkomplizierten, schnellen Ausschluss bel\u00e4stigender Personen ebenso wie Awareness-Gruppen, die vorrangig dazu da zu sein scheinen, dass Typen, die ihre H\u00e4nde nicht bei sich lassen wollen, daf\u00fcr nicht aufs Maul kriegen. An manchen Orten scheinen die Gruppen gro\u00dfes Vertrauen zu genie\u00dfen. Doch an anderen Orten trauen sich Betroffene nicht, die Gruppen anzusprechen \u2013 oder sie sind schlicht nicht wirklich greifbar oder pr\u00e4sent auf der Party. Auch das Ph\u00e4nomen, dass pl\u00f6tzlich fragw\u00fcrdige Typen als Mitglieder von Awareness-Gruppen Szene-Credibility generieren und sich vor Konsequenzen f\u00fcr ihr eigenes Verhalten sch\u00fctzen, wird immer wieder diskutiert. Was umfasst \u201eAchtsamkeit\u201c auf Veranstaltungen und wen schlie\u00dft sie aus, weil bestimmte dazu geh\u00f6rende Codes nicht bedient werden? Wer hat dann welche Macht? Und was ist eigentlich mit den \u201efiesesten und h\u00e4ufigsten Tat-Orte[n] sexualisierter Gewalt wie Familien und Beziehungen\u201c? Und g\u00e4be es sie nicht, w\u00e4re die H\u00e4ufigkeit von sexualisierter Gewalt dann nicht noch viel gr\u00f6\u00dfer?<\/p>\n<p>Es diskutieren:<br \/>\n* Jemand von der Clubcommission<br \/>\n* tba<br \/>\nModeration: Jeja Klein<\/p>\n<p>Details zur Teilnahme\/Link zum YouTube-Stream folgen<\/p>\n<p>18. M\u00e4rz<br \/>\n\u00bbFLINT* only\u00ab \u2013 Spaltung oder St\u00e4rkung?<\/p>\n<p>Die Linke will Differenzen ernst nehmen und trotzdem oder gerade dadurch gemeinsam f\u00fcr Emanzipation streiten. Doch gerade bei der Kategorie Geschlecht wird offensichtlich, wie sehr sie an diesem Anspruch scheitert: Sexismus, m\u00e4nnerb\u00fcndische Strukturen und sexuelle \u00dcbergriffe oder sexualisierte Gewalt geh\u00f6ren schlie\u00dflich auch in der Linken zum Alltag. Gemeinsame Organisation und politische Praxis von Cis-M\u00e4nnern und FLINT*s endet so immer wieder in Frust, Entt\u00e4uschung und manchmal der Abkehr von politischer Organisation \u00fcberhaupt. Da ist es mehr als verst\u00e4ndlich, dass sich eigene FLINT*-R\u00e4ume, -Gruppen und-Veranstaltungsformate durchgesetzt haben. Nicht nur, damit FLINT*s auch mal der (links-)m\u00e4nnlichen Dominanz entkommen k\u00f6nnen, sondern auch um Prozesse der feministischen (Selbst-)Bildung, Vernetzung und Best\u00e4rkung zu erm\u00f6glichen, die zusammen mit Cis-M\u00e4nnern oft unm\u00f6glich erscheinen. Doch ist autonome Organisation von FLINT*s unabh\u00e4ngig von Cis-M\u00e4nnern schon DIE Antwort auf das Patriarchat oder ist sie nur die kollektive Verwaltung des sexistischen Elends innerhalb der Linken herrscht? Was ist noch selbstbewusster Aufbau feministischer (Gegen-)Macht und was ist schon defensiver R\u00fcckzug in sogenannte Schutzr\u00e4ume, die gar nicht mehr nach dem gro\u00dfen Ganzen fragen k\u00f6nnen? Wie k\u00f6nnen wir dabei von anderen separatistischen Organisierungsformen lernen? Braucht es mehr Anspruch auf eine feministische Organisierung mit allen Geschlechtern oder doch mehr Mut zur Spaltung? Und was ist eigentlich mit den Cis-M\u00e4nnern selbst? Warum scheitert die gemeinsame Praxis mit ihnen so h\u00e4ufig und sind Organisationsformen von Cis-M\u00e4nnern vorstellbar, die nicht M\u00e4nnerb\u00fcnde, sondern die Kritik an M\u00e4nnlichkeit st\u00e4rken k\u00f6nnten? Das Podium soll M\u00f6glichkeiten und Fallstricke \u201eseparatistischer\u201c Organisation an Hand von Geschlecht kontrovers diskutieren.<\/p>\n<p>Es diskutieren:<br \/>\n* Jemand von FLINTA*ktion<br \/>\n* Jemand von mybodyisnotyourporn<br \/>\n* Jemand von den Falken Jena<br \/>\n* Kim Posster<br \/>\nModeration: Jeja Klein<\/p>\n<p>Details zur Teilnahme\/Link zum YouTube-Stream folgen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Nachgang der Veranstaltung \u201eKeine sicheren R\u00e4ume?\u201c am 17.09.2020 in Berlin (Mitschnitt hier), bei der eine Vertreterin von e*space und Kim Posster miteinander diskutierten, modiert von Jeja Klein und veranstaltet von :\/\/about party, wurde der\u00a0 Diskussionsfaden aufrecht erhalten und weitere thematische Diskussionen organisiert. 18. Februar: \u00bbFight Law and Order\u00ab? \u2013 Und wie wehren wir uns [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":912,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2376],"class_list":["post-55898","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-syndicated","tag-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55898","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/912"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55898"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55898\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":56238,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55898\/revisions\/56238"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55898"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55898"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/meta.copyriot.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55898"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}