{"id":63115,"date":"2023-08-09T11:13:45","date_gmt":"2023-08-09T10:13:45","guid":{"rendered":"http:\/\/emafrie.de\/?p=8727"},"modified":"2023-08-09T11:13:45","modified_gmt":"2023-08-09T10:13:45","slug":"mehr-wronsky-wagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2023\/08\/mehr-wronsky-wagen\/","title":{"rendered":"Mehr Wronsky wagen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pl\u00e4doyer f\u00fcr ein neues 20.-Juli-Gedenken<\/strong><\/p>\n<p> Von <em>Thomas Tews<\/em><\/p>\n<p>(zuerst erschienen am 20. Juli 2023 \u2013 2 Av 5783 bei <a href=\"https:\/\/www.hagalil.com\/2023\/07\/20-juli\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.hagalil.com\/2023\/07\/20-juli\/\"  rel=\"noreferrer noopener\">haGalil.com<\/a>)<\/p>\n<p><em>Der 20. Juli ist ein geschichtstr\u00e4chtiges Datum, das die Frage aufwirft, wer Platz in der deutschen \u203aErinnerungskultur\u2039 findet und wer (bislang) nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Stauffenberg \u2013 ambivalenter <\/strong><strong>\u203a<\/strong><strong>Held<\/strong><strong>\u2039<\/strong><strong> mit festem Platz in der deutschen <\/strong><strong>\u203a<\/strong><strong>Erinnerungskultur<\/strong><strong>\u2039<\/strong><\/p>\n<p>In erinnerungspolitischer Hinsicht denken die meisten Deutschen beim 20. Juli sofort an das gescheiterte Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907\u20131944). Selbstverst\u00e4ndlich ist es Stauffenberg positiv anzurechnen, dass er 1943 zur Umsturzbewegung stie\u00df und am 20.&nbsp;Juli 1944 unter Einsatz seines Lebens versuchte, der nationalsozialistischen Barbarei ein Ende zu setzen. Dies vermag jedoch nicht dar\u00fcber hinwegzut\u00e4uschen, dass Stauffenberg Jahre lang ein willf\u00e4hriges Glied ebendieser Barbarei gewesen war. Der deutsche \u00dcberfall auf Polen bereitete dem Offizier Stauffenberg gar berufliche Befriedigung, da er sein \u00fcber viele Jahre erworbenes Wissen nun in der Praxis anwenden und sich milit\u00e4rischen Herausforderungen stellen konnte. In einem Feldpostbrief an seine Familie vom 14. September 1939 beschrieb er die Bev\u00f6lkerung in den eroberten Gebieten Polens wie folgt:<\/p>\n<p><em>\u00bb<\/em><em>Die Bev\u00f6lkerung ist ein unglaublicher P\u00f6bel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlf\u00fchlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu brauchen, arbeitsam, willig und gen\u00fcgsam.<\/em><em>\u00ab<a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote1sym\" id=\"sdendnote1anc\"><sup>i<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p><span id=\"more-8727\"><\/span><\/p>\n<p>Stauffenberg reiste nach dem deutschen \u00dcberfall auf die Sowjetunion ab dem Sommer 1941 mehrfach an die Ostfront, um f\u00fcr die Organisationsabteilung des Generalstabes des Heeres den Stand der Ausr\u00fcstung zu \u00fcberpr\u00fcfen. Auf dem R\u00fcckflug von der Ostfront am 16.&nbsp;September 1941 hielt er in einem Brief an seinen Freund und Vertrauten Frank Mehnert seine Eindr\u00fccke fest:<\/p>\n<p><em>\u00bb<\/em><em>Drei Eindr\u00fccke haben sich besonders eingepr\u00e4gt: die unerh\u00f6rte G\u00fcte und Leistung des deutschen Soldaten, die Trostlosigkeit [\u2026] der eroberten Gebiete und die satanische Barbarei des bolschewistischen Spuks. Es ist wohl kaum m\u00f6glich diese Irrlehre im ganzen Umfang ihrer Menschenunw\u00fcrdigkeit zu erfassen, wenn man nicht mit eigenen Augen die erschreckenden Ergebnisse gesehen hat. [\u2026] In wenigen Jahren w\u00e4ren sie materiell so weit gewesen, dass sie Europa h\u00e4tten \u00fcberrennen k\u00f6nnen, dass sie das Abendland h\u00e4tten vernichten k\u00f6nnen. Da ist es so schon besser!<\/em><em>\u00ab<a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote2sym\" id=\"sdendnote2anc\"><sup>ii<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>Angesichts der Tatsache, dass im deutschen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1944 nicht nur 2,4 Millionen sowjetische J\u00fcdinnen*Juden, sondern insgesamt 15,2 Millionen sowjetische Zivilist*innen starben<a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote3sym\" id=\"sdendnote3anc\"><sup>iii<\/sup><\/a>, wirkt Stauffenbergs Darstellung der deutschen Invasoren als g\u00fctige Retter des Abendlandes mehr als zynisch. Auch wenn sich 1942 Stauffenbergs Haltung zum Krieg und zum NS-Regime wandelte, kann dies seine anf\u00e4ngliche Unterst\u00fctzung nicht vergessen machen. Eignet er sich daher wirklich als Identifikationsfigur f\u00fcr unsere Gesellschaft? 2021 postulierte die damalige Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer in ihrer Rede anl\u00e4sslich des ritualisierten feierlichen Gel\u00f6bnisses von Bundeswehrrekrut*innen am 20. Juli im Bendlerblock in Berlin:<\/p>\n<p><em>\u00bb[\u2026]<\/em><em> Es bleibt dennoch der Triumph Stauffenbergs und seiner Mitverschw\u00f6rer, dass der 20. Juli bis heute Sinn stiftet. Der 20. Juli und der Widerstand gegen Hitler geh\u00f6ren zur DNA der Bundeswehr. [\u2026] 77 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler stehen heute auf den Schultern Stauffenbergs und Tresckows hier junge Menschen, die geloben werden, einem anderen, einem besseren Staat zu dienen und ihn zu sch\u00fctzen. Einem Staat, der seine Kraft auch aus dem 20. Juli sch\u00f6pft.<\/em><em>\u00ab<a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote4sym\" id=\"sdendnote4anc\"><sup>iv<\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>Kann ein demokratisch verfasster Staat, dessen Grundgesetz die Achtung und den Schutz der \u00bbW\u00fcrde des Menschen\u00ab zur \u00bbVerpflichtung aller staatlichen Gewalt\u00ab erkl\u00e4rt, Kraft aus einem Oberst der Wehrmacht, der sich 1939 nach dem \u00dcberfall des NS-Unrechtsstaates auf Polen voller Menschenfeindlichkeit und Verachtung \u00fcber die dortige (teils j\u00fcdische) Bev\u00f6lkerung \u00e4u\u00dferte und 1941 den m\u00f6rderischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion verteidigte, seine Kraft sch\u00f6pfen?<\/p>\n<p><strong>Wronsky \u2013 stille Heldin ohne Platz in der deutschen <\/strong><strong>\u203a<\/strong><strong>Erinnerungskultur<\/strong><strong>\u2039<\/strong><\/p>\n<p>Auf den 20. Juli f\u00e4llt nicht nur der Jahrestag des Stauffenberg-Attentates, sondern auch der Geburtstag der \u2013 heute leider weitgehend unbekannten \u2013 j\u00fcdischen Sozialarbeiterin Siddy (Sidonie) Wronsky, geb. Neufeld, die am 20. Juli 1883 in Berlin als Tochter des Kaufmannes Max Moses Neufeld und seiner Frau Thekla Neufeld, geb. Kleinmann, zur Welt kam<a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote5sym\" id=\"sdendnote5anc\"><sup>v<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Wronsky absolvierte 1903 ein Lehrerinnenexamen und danach ein zweij\u00e4hriges Aufbaustudium der Heil- und Sonderp\u00e4dagogik. Anschlie\u00dfend war sie als Lehrerin f\u00fcr geistig behinderte Kinder t\u00e4tig. Die Liste ihrer weiteren ehren- und hauptamtlichen Aktivit\u00e4ten ist lang und beeindruckend: 1906 (bis 1908 inoffizielle) Leiterin des Archives f\u00fcr Wohlfahrtseinrichtungen der Zentrale f\u00fcr private F\u00fcrsorge Berlin, 1914 Mitglied des Komitees Soziale Krankenhausf\u00fcrsorge Berlin, 1914\u201319 Vorstandsmitglied des Nationalen Frauendienstes in Berlin, 1915 Vorstandsmitglied der Zentrale f\u00fcr private F\u00fcrsorge Berlin, 1916\u201319 Vorsitzende des J\u00fcdischen Frauenbunde in Berlin, nach dem 1.&nbsp;Weltkrieg Gr\u00fcnderin des Ahavah-Kinderheimes der J\u00fcdischen Gemeinde Berlin (das 1934 nach Pal\u00e4stina verlegt wurde), 1919 ehrenamtliche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Berliner Frauen-Wohlfahrtsstellen und Mitglied der Wohlfahrtsdeputation der Stadt Berlin, ab 1919 Beiratsmitglied des Hauptausschusses der Arbeiterwohlfahrt (AWO), 1919\u201322 Lehrerin an der Jugendpflegeschule der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost, 1920 Mitglied des Hauptausschusses des Deutschen Vereines f\u00fcr \u00f6ffentliche und private F\u00fcrsorge (DV), 1920\u201323 Vorsitz der deutschen Landesvertretung des Weltverbandes zionistischer Frauen, 1921 Mitglied des Verwaltungsrates der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden (ZWSt) und Mitglied der Sachverst\u00e4ndigenkommission zur Bearbeitung des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes (RJWG, verabschiedet am 9.&nbsp;Juli 1922), 1922\u201333 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Zentrale f\u00fcr private F\u00fcrsorge Berlin, 1923 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des auf Initiative des Reichsarbeitsministeriums (RAM) reorganisierten, reichsweiten Archives f\u00fcr Wohlfahrtspflege (heute: Deutsches Zentralinstitut f\u00fcr soziale Fragen [DZI]), 1923\u201327 Dozentin an der Sozialen Frauenschule in Berlin-Sch\u00f6neberg, 1924 Gr\u00fcndungsmitglied der Zentralarbeitsgemeinschaft der \u00f6ffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Berlin, 1925 Abgeordnete im Preu\u00dfischen Landesverband J\u00fcdischer Gemeinden, 1925\u201333 Vorstandsmitglied und Dozentin an der Deutschen Akademie f\u00fcr soziale und p\u00e4dagogische Frauenarbeit, 1926 in der J\u00fcdischen Kinderhilfe Berlin aktiv, Mitglied des Hauptausschusses des Wohlfahrtsamtes der J\u00fcdischen Gemeinde Berlin, Pr\u00e4sidiumsmitglied der J\u00fcdischen Arbeits- und Wanderf\u00fcrsorge und Gr\u00fcndungsmitglied der Deutschen Vereinigung f\u00fcr den F\u00fcrsorgedienst im Krankenhaus, ab 1927 Vorsitz im Sozial- und Wirtschaftsausschuss des Preu\u00dfischen Landesverbandes J\u00fcdischer Gemeinden, 1928 Mitglied des gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vorstandes der ZWSt und Delegierte auf der Internationalen Konferenz f\u00fcr Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik in Paris, ab 1928 Gr\u00fcnderin und Redakteurin der Deutschen Zeitschrift f\u00fcr Wohlfahrtspflege und schlie\u00dflich 1932 Delegierte auf der 2.&nbsp;Internationalen Konferenz f\u00fcr Soziale Arbeit in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p>Wronsky wirkte in der Weimarer Republik als Impulsgeberin f\u00fcr eine professionelle, auf Methodenentwicklung und Ausbildung basierende Soziale Arbeit. Ausgang und Schwerpunkt ihrer sozialpolitischen Aktivit\u00e4ten war ihre T\u00e4tigkeit in der j\u00fcdischen Wohlfahrtspflege, von der sich ihre weiteren \u00c4mter und Funktionen in der Regel ableiteten. Bis 1932 war sie mit Eugen Wronsky verheiratet.<\/p>\n<p>1933 floh Wronsky vor den Nationalsozialisten nach Pal\u00e4stina, wo sie in der Sozialabteilung der <em>Vaad Leumi<\/em>, der politisch-administrativen Selbstverwaltung der j\u00fcdischen Gemeinde in Pal\u00e4stina, t\u00e4tig wurde. Sie engagierte sich in der Ausbildung der Sozialen Arbeit in Pal\u00e4stina, gr\u00fcndete den Berufsverband der Sozialarbeiterinnen Pal\u00e4stinas und wirkte als Gr\u00fcnderin, Verwalterin und wissenschaftliche Leiterin des Institutes f\u00fcr die Ausbildung von Sozialarbeiterinnen sowie der von <em>Vaad Leumi<\/em> errichteten Bibliothek f\u00fcr Sozialwissenschaften, die sp\u00e4ter zu ihren Ehren in Siddy-Wronsky-Bibliothek umbenannt wurde. In enger Zusammenarbeit mit Henriette Szold half sie Hunderten von Kindern aus Deutschland bei der Flucht nach Pal\u00e4stina und ihrer dortigen Eingliederung. 1936 nahm sie als <em>Vaad-Leumi<\/em>-Vertreterin an der 3.&nbsp;Internationalen Konferenz f\u00fcr Soziale Arbeit in London teil. im Alter von 64 Jahren, am 8. Dezember 1947, starb Wronsky in Jerusalem. 72 Jahre sp\u00e4ter, am 23.&nbsp;Oktober 2019 wurde vor Wronskys ehemaligem Wohnort in der Barstra\u00dfe 23 in Berlin-Wilmersdorf ein Stolperstein verlegt.<\/p>\n<p><strong>Pl\u00e4doyer f\u00fcr ein neues 20.-Juli-Gedenken<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts des lebenslangen, unerm\u00fcdlichen Einsatzes Wronskys f\u00fcr eine bessere Welt, erscheint es w\u00fcnschenswert, wenn wir heute und an k\u00fcnftigen 20. Julis weniger des belasteten Wehrmachtsoffiziers Stauffenberg und mehr der beeindruckenden, von den Nationalsozialisten in die Flucht gezwungenen, j\u00fcdischen Sozialarbeiterin Wronsky, die sich in vielerlei Hinsicht als Vorbild und Inspirationsquelle f\u00fcr unsere heutige Gesellschaft eignete, ged\u00e4chten und so eine neue Akzentuierung in unserer \u203aErinnerungskultur\u2039 vorn\u00e4hmen \u2026<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote1anc\" id=\"sdendnote1sym\">i<\/a> Stefan George Archiv in der W\u00fcrttembergischen Landesbibliothek, Mehnert V 2101-4, Feldpostbrief vom 14. September 1939.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote2anc\" id=\"sdendnote2sym\">ii<\/a> Ute Oelmann (Hg.), Edition: Briefe der Br\u00fcder Stauffenberg, in: George-Jahrbuch 8 (2010\/11), S. 153 f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote3anc\" id=\"sdendnote3sym\">iii<\/a> Christian Hartmann, Wehrmacht im Ostkrieg, 2. Aufl., M\u00fcnchen 2010, S. 789.<\/p>\n<p><a id=\"sdendnote4sym\" href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote4anc\">iv<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/rede-akk-geloebnis-20-juli-5202350\"  rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/rede-akk-geloebnis-20-juli-5202350<\/a> (zuletzt aufgerufen am 19.07.2023).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/emafrie.de\/mehr-wronsky-wagen\/#sdendnote5anc\" id=\"sdendnote5sym\">v<\/a> Zu diesen und den folgenden biografischen Daten Wronskys vgl. Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, \u00d6ffentliches Leben, M\u00fcnchen\/New York\/London\/Paris 1980, S. 836; Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945. Band 2: Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945, Kassel 2018, S. 222 f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pl\u00e4doyer f\u00fcr ein neues 20.-Juli-Gedenken Von Thomas Tews (zuerst erschienen am 20. Juli 2023 \u2013 2 Av 5783 bei haGalil.com) Der 20. 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