{"id":64466,"date":"2024-01-29T11:43:44","date_gmt":"2024-01-29T10:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/emafrie.de\/?p=9212"},"modified":"2024-01-29T11:43:44","modified_gmt":"2024-01-29T10:43:44","slug":"menschenopfer-fuer-den-wahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meta.copyriot.com\/2024\/01\/menschenopfer-fuer-den-wahnsinn\/","title":{"rendered":"Menschenopfer f\u00fcr den Wahnsinn"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rezension zu Katja Hildebrands Roman &#8222;Mit der Faust in der Hand&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>von <em>Minh Schredle<\/em><\/p>\n<p>(zuerst erschienen in <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/669\/menschenopfer-fuer-den-wahnsinn-9330.html\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/669\/menschenopfer-fuer-den-wahnsinn-9330.html\"  rel=\"noreferrer noopener\">Kontext: Wochenzeitung<\/a> Ausgabe 669 am 24. Januar 2024)<\/p>\n<p><em>Als sich die Wehrmacht bereits aus Brettheim zur\u00fcckgezogen hatte, lie\u00df die SS noch im April 1945 drei Menschen wegen Wehrkraftzersetzung erh\u00e4ngen. Autorin Katja Hildebrand beschreibt die Trag\u00f6die aus der Sicht eines Hitlerjungen, der es nach dem Tod seiner Br\u00fcder gar nicht erwarten kann, an die Front zu st\u00fcrmen.<\/em><\/p>\n<p>Braucht es wirklich noch ein Hitler-Buch? Sind nicht schon gen\u00fcgend Seiten \u00fcber die NS-Zeit gef\u00fcllt worden? Diese Fragen stellt sich Katja Hildebrand im Vorwort ihres Romans &#8222;Mit der Faust in der Hand&#8220;. Und sie fand gute Gr\u00fcnde, der vorhandenen F\u00fclle eine weitere Publikation hinzuzuf\u00fcgen. Einmal w\u00e4re da die Feststellung, dass die Brettheimer Trag\u00f6die im April 1945, als sich die milit\u00e4rische Niederlage des Dritten Reichs bereits \u00fcberdeutlich abzeichnete, sogar im Ort selbst erschreckend unbekannt sei. Vor allem aber hat Hildebrand als Lehrerin an Grund- und Hauptschulen bemerkt, wie wenig Material vorhanden ist, das den Zugang zu Themen wie faschistische Indoktrination f\u00fcr Jugendliche attraktiv macht. Ihren Roman erz\u00e4hlt sie daher aus der Perspektive von Georg, einem Hitlerjungen, der sich mit 15 Jahren freiwillig f\u00fcr den Kampf an der Front meldet.<\/p>\n<p><span id=\"more-9212\"><\/span><\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr die Erz\u00e4hlung sind Todesurteile gegen drei Brettheimer B\u00fcrger, die nach einem Scheinprozess am 10. April 1945 vollstreckt worden sind. Die stark geschw\u00e4chte Wehrmacht hatte das Gebiet im Nordosten des heutigen Baden-W\u00fcrttemberg bereits aufgegeben und alle Soldaten abgezogen. Doch die SS verlangte von der Zivilbev\u00f6lkerung, Blockaden und Sperren gegen die anr\u00fcckenden Panzer der US-Armee zu errichten, und schickte zur Verteidigung des Dorfes vier minderj\u00e4hrige Hitlerjungen, die mit Panzerf\u00e4usten, Granaten und Gewehren bewaffnet waren. Ein Pfarrer erinnerte sich nach dem Kriegsende, dass es &#8222;fast noch Kinder&#8220; waren, und &#8222;jeder halbwegs vern\u00fcnftige Mensch wu\u00dfte, dass der totale Zusammenbruch unmittelbar bevorstand und jeder Widerstand, besonders der von Buben, sinnlos, ja geradezu verr\u00fcckt war&#8220;. Als ein paar Bauern sahen, wie die Jungen Gruben aushoben, aus denen sie die Panzer beschie\u00dfen wollten, schritten sie ein: Sie entwaffneten die Buben und versenkten ihre Gewehre in einem Teich.<\/p>\n<p>Diese &#8222;Wehrkraftzersetzung&#8220; endete t\u00f6dlich. Der Bauer Friedrich Hanselmann, der sich gegen\u00fcber der SS als Verantwortlicher zu erkennen gab, sollte von einem Standgericht hingerichtet werden. Weil sich der B\u00fcrgermeister Leonhard Gackstatter und der NSDAP-Ortsgruppenleiter Leonhard Wolfmeyer, die als Beisitzer im Standgericht berufen worden waren, weigerten, das Todesurteil zu unterzeichnen, endeten auch sie am Galgen. Um den Hals des Bauern hing ein Schild: &#8222;Ich bin der Verr\u00e4ter Hanselmann.&#8220; Auch Gackstatter und Wolfmeyer wurden gebrandmarkt: &#8222;Ich habe mich sch\u00fctzend vor den Verr\u00e4ter gestellt.&#8220; Nur sieben Tage sp\u00e4ter wurde Brettheim durch Brand- und Splitterbomben zerst\u00f6rt. Die amerikanischen Truppen hatten die Bev\u00f6lkerung zuvor aufgefordert sich zu ergeben. Doch niemand traute sich, wei\u00dfe Fahnen zu hissen. Laut der SS war Brettheim bis zuletzt ein &#8222;Eckpfeiler der deutschen Verteidigung&#8220;. <\/p>\n<p><strong>Schulprojekt trieb Aufarbeitung voran<\/strong><\/p>\n<p>Dass die Erinnerung an diese verh\u00e4ngnisvollen Tage wachgehalten wird, ist auch Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zu verdanken. 1982 begann eine Filmgruppe der Oskar-von-Miller-Realschule in Rothenburg ob der Tauber, eine Dokumentation zu drehen, nachdem sie erfahren hatte, dass der Gro\u00dfvater zweier Sch\u00fcler geh\u00e4ngt worden war. Katja Hildebrand hat dieser Film schwer beeindruckt: &#8222;Es bewegte mich zutiefst, die damals noch lebenden Augenzeugen, unter anderem die Tochter des B\u00fcrgermeisters Gackstatter, zu sehen und zu h\u00f6ren, wie sie von den Ereignissen im April 1945 berichteten.&#8220;<\/p>\n<p>Seit 1992 gibt es in Brettheim, das inzwischen Teil der hohenlohischen Gemeinde Rot ist, auch ein Museum, das sich der Aufarbeitung verpflichtet hat, vorangetrieben von der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung und dem fr\u00fcheren Brettheimer B\u00fcrgermeister Friedrich Braun, der zum Zeitpunkt der Geschehnisse selbst im Alter der vier Hitlerjungen war. In der Erinnerungsst\u00e4tte ist unter anderem eine der Panzerf\u00e4uste zu sehen, ausgestellt in einem Aquarium.<\/p>\n<p>Die Idee, den Stoff als Roman zu verarbeiten, ist \u00fcber etwa f\u00fcnf Jahre gereift, erz\u00e4hlt Hildebrand. &#8222;Historische Erz\u00e4hlungen aus der Region sind ein bisschen mein Steckenpferd&#8220;, sagt die Schriftstellerin aus dem Jagsttal, die Ende 2021 auch schon eine Mordserie im Jagstberg des Mittelalters verarbeitete. &#8222;Mit der Faust in der Hand&#8220; ist in enger Abstimmung mit der Erinnerungsst\u00e4tte entstanden, das ist ihr wichtig. &#8222;Am Anfang war der F\u00f6rderverein, der das Museum betreibt, noch skeptisch. Zum Beispiel wollte schon einmal eine Regisseurin Material, um einen Kinofilm zu drehen, aber das haben sie abgelehnt aus Angst, dass da etwas Rei\u00dferisches entsteht.&#8220; Ihr gehe es in dem Buch nicht um Skandalisierung, sagt sie. Sondern darum, aus der Innenansicht nachzuzeichnen, weswegen sich Jugendliche f\u00fcr den Faschismus begeistern.<\/p>\n<p>Hildebrand verweist dabei nicht nur auf die Umfragewerte der AfD, sondern auch auf v\u00f6lkische Zeltlager in ihrer Heimat Hohenlohe, in denen bereits Kinder die Blut-und-Boden-Ideologie eingetrichtert wird. Eines ihrer Lieblingsb\u00fccher ist &#8222;Die Welle&#8220; \u2013 &#8222;\u00fcbrigens auch eine tolle Verfilmung mit J\u00fcrgen Vogel&#8220; \u2013, weil darin so anschaulich deutlich werde, wohin autorit\u00e4rer Gehorsam f\u00fchren kann.<\/p>\n<p><strong>Faszination Panzerfaust<\/strong><\/p>\n<p>Als hauptberufliche Lehrerin hofft Hildebrand darauf, dass ihr Roman einmal Schullekt\u00fcre wird. F\u00fcr die zugrundeliegende Recherche hat sie Feldpost studiert, einige Originaldokumente sind im Wortlaut eingeflossen, B\u00fcrgermeister Gackstatter und Lehrer Wolfmeyer sind historische Personen. Doch \u00fcber die vier Hitlerjungen selbst, die damals entwaffnet wurden, ist nur wenig bekannt. Im Gegensatz zu beispielsweise Klaus Theweleits psychoanalytischen &#8222;M\u00e4nnerphantasien&#8220;, die mit den autobiographischen Erz\u00e4hlungen ehemaliger Freikorpsk\u00e4mpfer arbeiten, gab es hier keine Tageb\u00fccher oder \u00c4hnliches, die einen unmittelbaren Einblick in die Innenansichten erm\u00f6glichen. &#8222;Also brauchte es Fantasie, um die Leerstellen zu f\u00fcllen&#8220;, sagt Hildebrand. Ihr Protagonist Georg ist also eine fiktive Figur, &#8222;aber ich habe mir alle M\u00fche gegeben, damit sie authentisch ist und dass alles, was ich beschreibe, wirklich so geschehen sein k\u00f6nnte&#8220;. Das habe sie etwa von Ex-B\u00fcrgermeister Braun pr\u00fcfen lassen, der best\u00e4tigt habe, dass die Beschreibungen seiner Wahrnehmung der damaligen Zeit entsprechen.<\/p>\n<p>Auch bei Georgs Familie handle es sich um repr\u00e4sentative Biographien. Der Vater leidet als Bauer darunter, dass zwei seiner S\u00f6hne eingezogen wurden (der \u00e4lteste, Martin, ist zu Handlungsbeginn bereits tot) und dem polnischen Arbeiter, der dem Hof zugewiesen wurde, das Bein eitert. Als die Familie schlie\u00dflich die Nachricht erh\u00e4lt, dass auch ihr Hermann &#8222;im Kampf um das Gro\u00dfdeutsche Reich&#8220; gefallen sein, reagieren die Eltern mit Trauer \u2013 Georg aber mit Hass: &#8222;F\u00fcr mich stand fest, dass ich meine Br\u00fcder r\u00e4chen w\u00fcrde.&#8220; <\/p>\n<p>Georg beschlie\u00dft, sich f\u00fcr den Kampf an der Front zu melden, ist stolz auf seine Ausbildung an der Panzerfaust, die eine ungemeine Faszination auf ihn aus\u00fcbt. Viele Erwachsenen hielten den Krieg zwar l\u00e4ngst f\u00fcr verloren. &#8222;Doch unser Kampfgeist war st\u00e4rker denn je. Wir wussten, dass es jetzt auf uns ankam. Mit uns rechneten die Amerikaner nicht, und die Panzerfaust war die Wunderwaffe schlechthin. Wir waren mutig, wir waren durchtrainiert, wir waren schlau, und wir waren stark!&#8220; Gedanken an eine Kapitulation h\u00e4lt Georg f\u00fcr dumm. &#8222;Schlie\u00dflich hatten wir gelernt, Panzersperren zu errichten. Sie dienten allein dazu, die feindlichen Panzer in ihrer Weiterfahrt zu behindern. Und wenn der Panzerf\u00fchrer durch die Panzersperre abgelenkt war, konnten wir aus dem Hinterhalt angreifen.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr den jugendlichen Geltungsdrang ist es dann allerdings ein schwerer Schlag, dass die kriegsm\u00fcden Massen den vier Hitlerjungen trotz Uniformen nur selten zujubeln und sie kaum jemand als die Helden feiern will, f\u00fcr die sie sich halten. Am Ende steht die reale Begebenheit ihrer Entwaffnung durch die Zivilbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Der Roman endet mit den Hinrichtungen von Hanselmann, Gackstatter und Wolfmeyer, die beim Protagonisten Schwindelgef\u00fchle ausl\u00f6sen \u2013 weil ihn der Bauer am Strick an den eigenen Vater erinnert. &#8222;Pl\u00f6tzlich kam es mir vor, als w\u00fcrde ich aus einem b\u00f6sen Traum erwachen. Was hatten wir nur getan?&#8220;<\/p>\n<p><strong>Nachkriegsjustiz verh\u00f6hnte die Opfer<\/strong><\/p>\n<p>Aufschlussreich ist allerdings auch der juristische Umgang mit den M\u00f6rdern im Nachkriegsdeutschland. Verantwortlich f\u00fcr die T\u00f6tungsbefehle waren die SS-Mitglieder Friedrich Gottschalk, Max Simon und Ernst Otto. In erster Instanz, 1955 am Landgericht Ansbach, verhandelte ihr Fall ein Richter, der bereits 1927 der NSDAP beigetreten war. Er entschied sich nicht nur f\u00fcr einen Freispruch, sondern verh\u00f6hnte die Opfer in der Verhandlung. &#8222;Das Unrecht ist meines Erachtens auch \u2013 wenn eines geschehen ist \u2013 bei den Brettheimern.&#8220; H\u00e4tte man die Hitlerjungen laufen lassen, w\u00e4re auch niemand geh\u00e4ngt worden.<\/p>\n<p>Es folgten diverse Revisionen und Berufungen, in deren Verlauf die Angeklagten immer selbstbewusster auftraten. Wie der &#8222;Spiegel&#8220; dokumentiert hat, erkl\u00e4rte Standrichter Otto bei seiner Vernehmung 1953 noch: &#8222;Ich konnte nicht anders handeln, weil sich SS-M\u00e4nner im Saal befanden und ihre Waffen auf mich gerichtet hatten.&#8220; Sieben Jahre sp\u00e4ter nahm er das ausdr\u00fccklich zur\u00fcck und meinte: &#8222;Die Urteile waren hart, aber nicht anders m\u00f6glich.&#8220; Kamerad Gottschalk 1955: &#8222;Die Todesurteile gegen Wolfmeyer und Gackstatter waren nicht gerechtfertigt.&#8220; 1960 wurde daraus: &#8222;Die Urteile waren hart und tragisch, aber gerecht.&#8220;<\/p>\n<p>Die Nazis konnten sich zurecht sicher f\u00fchlen. In der abschlie\u00dfenden Verhandlung, ebenfalls vor dem Landgericht Ansbach, hei\u00dft es schlie\u00dflich mit Feststellung vom 23. Juli 1960: Ohne Todesurteile h\u00e4tten die SS-M\u00e4nner &#8222;pflichtwidrig&#8220; gehandelt, denn durch eine solche &#8222;Beg\u00fcnstigung&#8220; der T\u00e4ter Wolfmeyer und Gackstatter h\u00e4tte die Gefahr gedroht, &#8222;den Wehrwillen der Dorfbev\u00f6lkerung und damit auch den Wehrwillen des deutschen Volkes zu l\u00e4hmen und zu zersetzen&#8220;.<\/p>\n<p><em>Katja Hildebrand: &#8222;Mit der Faust in der Hand&#8220;, selbst publiziert \u00fcber tredition, 128 Seiten, 18,99 Euro. F\u00fcr Leser:innen ab 14 Jahren.<\/em><\/p>\n<p>&#8212; <\/p>\n<p><em>Ich setzte mich auf mein Bett und blickte auf die Betten meiner Br\u00fcder. Pl\u00f6tzlich sah ich ihn vor mir, meinen Bruder Hermann, wie er sich angekleidet hatte, um loszuziehen. Neidisch war ich im T\u00fcrrahmen gestanden und hatte ihm zugesehen, wie er seine Uniform anlegte. Die graue Hose, die mich ein wenig an eine Reithose erinnerte, steckte er in die schweren, schwarzen, ledernen Stiefel. Fast and\u00e4chtig zog Hermann Kleidungsst\u00fcck f\u00fcr Kleidungsst\u00fcck an. Wollte er sich vor mir wichtigmachen, als er die Kn\u00f6pfe der Wehrmachtsjacke betont langsam durch die Knopfl\u00f6cher schob? Oder war er nachdenklich? Der dunkelgr\u00fcne Wehrmachtsadler, der \u00fcber der rechten Brusttasche stolz seine Schwingen ausbreitete, schien mich auszulachen: &#8222;Na, du Pimpf?&#8220; Ich musste schlucken, als mein Bruder mich anblickte. &#8222;Sei froh, dass du noch zu jung f\u00fcr die Front bist&#8220;, h\u00f6rte ich ihn sagen. Er hatte es mehr vor sich hingemurmelt, und wahrscheinlich war es gar nicht f\u00fcr meine Ohren bestimmt gewesen. &#8222;Wieso sagst du das?&#8220;, fragte ich emp\u00f6rt. &#8222;Bist du denn nicht stolz darauf, f\u00fcr unser Vaterland k\u00e4mpfen zu d\u00fcrfen?&#8220; Hermann zuckte mit den Schultern. &#8222;Damit es mir so geht wie Martin?&#8220; Als er den Namen unseres \u00e4lteren Bruders aussprach, sp\u00fcrte ich einen Stich in der Brust. Er fehlte uns allen, aber ich wusste, dass es f\u00fcr Hermann besonders schwer war. Die beiden waren fast wie Zwillinge aufgewachsen, da sie gerade mal ein knappes Jahr auseinander waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Auszug aus &#8222;Mit der Faust in der Hand&#8220;<\/em><\/p>\n<p>&#8212; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension zu Katja Hildebrands Roman \u201eMit der Faust in der Hand\u201c von Minh Schredle (zuerst erschienen in Kontext: Wochenzeitung Ausgabe 669 am 24. 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