[politics]

Mi 6.11.

Osthafenforum im medico-Haus, Lindleystraße 15 (gegenüber Nr. 11), 60314 Frankfurt am Main 18:45 Uhr (Ausstellung ab 18 Uhr geöffnet) Finissage zur Ausstellung „Konsumsplitter - Bruchstücke einer globalen Konsumgesellschaft“ mit Ausstellungsmacherin Martina Hammel und Doro Köhler (agis Darmstadt), einem Vortrag von Dr. Boniface Mabanza Bambu (KASA-Koordinator) zum Zusammenhang von europäischer Politik und Fluchtursachen sowie einem Input zur Kampagne für einen UN-Prozess zu einem Binding Treaty für menschenrechtliche Pflichten von Unternehmen durch Bernd Eichner (medico international)

veranstaltet von: EPN Hessen und medico international in Kooperation mit der Antirassistischen Gruppe internationale Solidarität (agis) Darmstadt

Café KoZ (Mertonstraße 26-28, Frankfurt) 20 Uhr. Weniger Klimawandel durch weniger Menschen? Zur Kritik demografischer Wissensproduktion und internationaler Bevölkerungsprogramme

Wer davon spricht, dass die Erde „überbevölkert“ sei, sagt damit zugleich, dass es zu viele Menschen gebe. Doch welche Menschen sind zu viel? Wer bestimmt die Kriterien dafür? Und welche Maßnahmen folgen aus einer solchen These? Die Forderung nach Bevölkerungskontrolle lässt sich auch von Akteur*innen aus dem Umweltbereich hören. In der Veranstaltung werden kritische Positionen gegen ein solches Denken aus einer linken, feministischen und antirassistischen Perspektive vorgestellt und in die Geschichte und Gegenwart internationaler Bevölkerungsprogramme eingeführt.

Susanne Schultz lehrt derzeit an der Goethe-Universität Frankfurt Soziologie und arbeitet seit vielen Jahren im Rahmen sozialer Bewegungen kritisch zu demografischer Wissensproduktion, Neomalthusianismus, Bio- und Bevölkerungspolitik. eine Veranstaltung der Antifa Kritik & Klassenkampf

Do 7.11.

Café KoZ (Mertonstraße 26-28, Ffm) „Georg Elser in Deutschland“19 Uhr, Buchvorstellung mit Matheus Hagedorny (Leipzig)

Fr 8.11.

Stern e.V. Vortrag: Kapitalismus aufheben – 19-22 Uhr. Schwerpunkt Utopie (Veranstaltung der Interventionistischen Linken Aschaffenburg)

„Es ist ein Nachdenken darüber, wie eine Gesellschaft ohne den Zwang zur Arbeit, ohne Eigentum und ohne Staat funktionieren kann.“

Der Weg zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft scheint verstellt. Vorstellungen von Reform und Revolution und die hoffnungsvollen Utopien,Sozialismus und Kommunismus, sind für viele verloren. Ist der Raum der Hoffnung also verschlossen? Mithilfe zweier neuer Theorieansätze soll dieser Raum wieder eröffnet werden: Während die kategoriale Utopietheorie versucht, Utopie als Raum menschlich-gesellschaftlicher Möglichkeiten zu begreifen, rückt die Aufhebungstheorie den Aufbau neuer gesellschaftlicher Formen in das Zentrum der Transformation. Mit einem Vortrag rückt der Referent Simon Sutterlütti die Utopie in den Fokus, während der Workshop am Samstag die Transformation in den Mittelpunkt stellt.

Haus der Jugend (Deutschherrnufer 12, Ffm)Podiumsdiskussion mit den Autor*innen von „Sicherheit neu denken“ 20 h. Veranst. im Rahmen des Bundeskongresses der DFG-VK. www.dfg-vk-hessen.de/aktuell/buko19/

Sa 9.11.

Frankfurt Rödelheim Stadtteilrundgang „Stolpersteine in Rödelheim“

Baruch-Baschwitz-Platz (Rödelheim-Bf) 17:30 Uhr. Bei dem Stadtteilrundgang werden verschiedene Biografien Rödelheimer Bürgerinnen und Bürger vorgestellt, die Opfer der NS-Herrschaft wurden.

Centro (Alt-Rödelheim 6, FFM-Rödelheim) 19:30 Uhr

„Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma’abarot“ Filmvorführung und Gespräch mit Katharina Rhein, Teil der Produzentinnengruppe DocView. Der Film erzählt die Lebensgeschichten von fünf Personen, deren Kindheit in Deutschland ein abruptes Ende fand, als sie zwischen 1932 und 1945 der Verfolgung der Nazis entflohen und als Überlebende der Shoah ein neues Leben im Kibbuz Ma’abarot in Israel begannen.

Stern e.V.: Tagesseminar: Kapitalismus aufheben – 10-17 Uhr

Schwerpunkt Transformation (Veranstaltung der Interventionistischen Linken Aschaffenburg)

Diskussion der am vorherigen Tag vorgestellten Ansätze. (siehe Fr., 08.11.2019) Kapitalismus? Aufheben! Wie können wir uns befreien?

Vorherige Anmeldung per Email erforderlich (nur für Samstag): bge-il@riseup.net

Haus der Jugend (Deutschherrnufer 12, Ffm) Irish Folk mit PADDY GOES TO HOLYHEAD. 20 Uhr, Konzert im Rahmen des Bundeskongresses der DFG-VK.

Mo 11.11.

IG 311 Die Novemberprogrome 1938 in Frankfurt: Vortrag, Film & Gespräch. 18:30 Uhr

Di 12.11.

Mainz Kundgebung gegen Gelöbnis der Bundeswehr, voraus. 16 h, Gutenbergplatz. Www.dfg-vk-mainz.de

Mi 13.11.

ExZess 20 Uhr. Film: Solidarity. Joyce Wieland. Kanada 1973. 11 Min. Englische OF.

Pierburg – Ihr Kampf ist unser Kampf. Edith Schmidt-Marcello, David Wittenberg. Deutschland 1974/75. 49 Min. Deutsche OF. Im Anschluss Kneipenabend.

Zwei Filme über praktische Solidarität. Die migrantischen Arbeiterinnen bei der Firma Pierburg traten 1973 in den wilden Streik. Sie wurden unterstützt von den deutschen, meist männlichen Kollegen. Der gemeinsame Kampf führte zu Lohnerhöhungen und der Abschaffung der „Frauenlohngruppen“. Der Film wurde zusammen mit den Streikenden hergestellt und diente der Belegschaft zur Öffentlichkeitsarbeit.

Ein Jahr zuvor streikten die Arbeiterinnen einer Keksfabrik in Ontario. Jocye Wielands Film dokumentiert eine Streikversammlung und zeigt: Solidarität ist Fußarbeit.

Einführend wird Torsten Bewernitz (Redakteur des express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit) zu weiteren „wilden“ Streiks und dem wirtschaftlichen und politischen Kontext der frühen 1970er Jahre sprechen.

Do 14.11.

Festsaal Studierendenhaus Klimawandel: Es muss vieles ändern, aber möglichst wenig. Ein Vortrag von Gehard Stapelfeldt. 18 Uhr

Fr 15.11.

IZ Internationales Zentrum (Ffm-Gallus) 19.30 Uhr. Seit nunmehr als 30 Jahren begleitet die Zeitschrift Gefangenen Info (GI) die Kämpfe der politischen, revolutionären, rebellischen und
sozialen Gefangenen. Vom Angehörigen Info der RAF-Gefangenen über das Hingerstreik Info bis
zum heutigen, seit 2009 vom„Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen“ herausgegeben Gefangenen Info versammelt das Heft neben dem Antirepressionschwerpunkt auch Berichte aus dem internationalen Geschehen und verschiedene Themen wie aktuell etwa Drogenpolitik oder
rebellische Kieze.
Auf der Veranstaltung werden die Herausgeber etwas über über die 30 Jahre GI erzählen und etwas über die aktuelle Arbeit. Unterstützt von der Roten Hilfe OG Frankfurt

Mo 18.11.

Saalbau Gutleut (Rottweiler Str. 32, Raum Gutleuthof, Ffm) Türkei: Krieg, Gewalt und Repression: Kein Ende in Sicht? Mit Halil Savda, Kriegsdienstverweigerer und Journalist aus der Türkei. 19 h. Veranst. in Deutsch und Türkisch. Es laden ein: Connection e.V., DFG-VK Frankfurt, DFG-VK Bildungswerk Hessen. www.dfg-vk-hessen.de

Di 19.11.

Osthafenforum im medico-Haus, Lindleystraße 15 (gegenüber Nr. 11), 60314 Frankfurt am Main 19 Uhr. Vortrag & Gespräch: „Globale Bürgerversicherung - eine Utopie des Helfens“ mit Thomas Gebauer im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der utopische Raum“ der stiftung medico international.

Gesundheit für alle, das ambitionierte Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO könnte längst verwirklicht sein. Es mangelt nicht an notwendigen Ressourcen und an Wissen, sondern an sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Teilhabe. Wie dafür unter den heutigen globalisierten Verhältnissen gesorgt werden könnte, zeigt Thomas Gebauer, langjähriger Geschäftsführer von medico international, am Beispiel der Idee einer globalen Bürgerversicherung, die sich auf das Prinzip kosmopolitischer Solidarität gründet.
R 823 (Festsaal im Casino der Goethe Universität Frankfurt/M) „Gegen Gleichgültigkeit und Rechtsruck – Solidarische Praxen im Mittelmeer“ mit Watch the Med – Alarmphone und Pro Asyl. 19h

Seit 2015 sind 15.311 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Das zentrale Mittelmeer ist zum gefährlichsten Seeweg für Flüchtlinge geworden. „Watch the Med – Alarmphone“ betreibt seit 5 Jahren rund um die Uhr eine Hotline für Menschen, die im Mittelmeer in Seenot geraten. 2.800 Boote haben die Notrufnummer kontaktiert und Unterstützung erhalten. Britta Rabe ist seit der Gründung Mitglied des Netzwerks, das sich mittlerweile von Europa bis nach Nordafrika erstreckt. Sie wird die Entstehungsgeschichte und die Arbeit des Netzwerks vorstellen. Karl Kopp, Leiter der Europaabteilung von PRO ASYL, wird auf Menschenrechtsverletzungen an den Grenzen Europas eingehen, sowie Strategien der EU zur Auslagerung ihrer Grenzen vorstellen, wie sie derzeit beispielhaft an der menschenverachtenden Kooperation mit libyschen Milizen oder am EU-Türkei-Deal zu beobachten sind.

 

Mi 20.11.

Café KoZ (Mertonstraße 26-28, Ffm) KIRCHE UND TREIBHAUS. Vortrag und Diskussion mit Dietmar Dath. 19:00 Uhr

Darüber, dass der Streit um die Klimakrise als ideologischer Streit geführt wird, dass manche von „Klimareligion“ reden und viele von Moral, was das aber andererseits alles mit Wissenschaft, Technik und Klassenkampf zu tun hat, und schließlich darüber, was Marx dazu schon vor längerer Zeit gesagt hat. eine Veranstaltung der Antifa Kritik & Klassenkampf

Do 21.11.

Café KoZ (Mertonstraße 26-28, Ffm) „Pangermanismus – Edvard Beneš und die Kritik des Nationalsozialismus“ 19 Uhr, Buchvorstellung mit Florian Ruttner (Prag)
Buchladen Land in Sicht 20 Uhr
Bernd Hontschik "Erkranken schadet Ihrer Gesundheit" Lesung und Gespräch
Konzerne übernehmen Medizin und Gesundheitswesen
Es tut sich was in unserem Gesundheitswesen, schon lange, in kleinen, unmerklichen Schritten und immer in die gleiche beunruhigende Richtung: Es ist die Verwandlung der Humanmedizin in einen profitorientierten Industriezweig – auf Kosten der Patienten und des Allgemeinwohls. In das Gesundheitswesen hat unsere Gesellschaft bislang einen Teil ihres Reichtums investiert, zum Wohle aller.
Nun wird das Gesundheitswesen zur Quelle neuen Reichtums für Investoren. Die neuen Ziele
werden nicht innerhalb der Medizin erarbeitet, sondern werden in Konzernen geplant und von Politikern in die Tat umgesetzt. Die Medizin wird dabei zu einer Ware, die nur noch als Quelle von Profit interessant ist. Mit seiner 40-jährigen Berufserfahrung als Chirurg, immer begleitet von wissenschaftlicher und publizistischer Tätigkeit, gelingt Bernd Hontschik ein spannender, manchmal erschütternder Blick auf Medizin und Gesundheitswesen. Jedes Kapitel dieses Buches ist ein flammender Appell aus immer neuen Blickwinkeln, zur eigentlichen Bestimmung der Medizin zurückzukehren.

Fr 22.11.

Marburg (Hörsaal Gebäude, Biegenstraße 10,Hörsaal 00 / 0020) 18:00 Uhr
Michael Wilk berichtet über die aktuelle Situation in Rojava.
Veranstalter: Rojava Aktionsbündnis Marburg

Fr 29.11.

Mainz Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6. LOVE-Storm: Gemeinsam gegen Hass im Netz. Referent: David Scheuing. 16-19 h. Veranst. der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung. www.dfg-vk-hessen.de

Mo 2.12.

Raum HZ 6 (Hörsaalzentrum, IG Farben Campus der Universität, Theodor-W.-Adorno-Platz, Ffm) „Der zerrissene Faden – Wie die arabische Welt ihre Juden verlor“ und „Die Juden der arabischen Welt – Die verbotene Frage“ 19 Uhr

Doppelbuchvorstellung mit Nathan Weinstock (Nizza) und Georges Bensoussan (Paris)

Veranstalter und Unterstützer: Prozionistische Linke Frankfurt, Referat für politische Bildung des AStA der Uni Frankfurt, Henry und Emma Budge-Stiftung, Jüdische Gemeinde Offenbach und Junges Forum der DIG Frankfurt

 

zum Seitenanfang