[politics]

So 1.4.

Nirgendwo (Boppstr. 9, Mainz-Neustadt) 17 Uhr: Anarchistischer Freundeskreis. Der anarchistische Freundeskreis ist ein monatliches Beisammensein von allen anarchistisch Interessierten, um sich kennenzulernen, zu vernetzen, auszutauschen und zu engagieren – unverbindlich und frei.

Mo 9.4.

Klapperfeld 19.00 Uhr: „Die haben gedacht wir waren das“ & „Den NSU-Komplex analysieren“ - Buchvorstellungen mit Funda Özfirat und Çagri Kahveci. Anschließend Barabend in der Sushi-Bar.

Mi 11.4.

Infoladen Cronopios „Die AfD - Woher sie kommt, was sie will, wohin sie geht“ 19 Uhr

Helmut Kellershohn (DISS) wird anhand des Grundsatz- und Wahlprogramms das ideologische Spektrum der AfD analysieren: Warum wählt die AfD Provokation ganz bewusst als Methode und welche Ziele verfolgt sie damit? Zusätzlich widmet er sich den Konfliktlinien innerhalb der Partei aufgrund der Flügelkämpfe. Seine Ausführungen münden in die zentrale Fragestellung: Was ist zu tun? Veranstaltung der Antirassistischen Gruppe Mainz
Filmforum Höchst 20-22 Uhr Filmvorführung von Christopher Roths "The Property Drama" mit anschließender Podiumsdiskussion.

In dem dreißigminütigen Dokumentarfilm „The Property Drama“ (D., Eng., Fr., OmU Eng.) widmet sich der Regisseur Christopher Roth bereits zum zweiten Mal dem Thema Bauen und Architektur. In der Dokumentation steht die Spekulation mit Böden sowie die Möglichkeiten von Politik, Städteplanern und Architekt, in urbanen Räumen mit gestiegenen Grundpreisen umzugehen im Vordergrund.
Der Film dient gleichsam als Impuls für die anschließende Podiumsdiskussion, die von dem Journalisten Michael Pyper moderiert wird.
Es diskutieren der Frankfurter Architekt Karl Richter, welcher in letzter Zeit vor allem mit seinen Plänen für einen Stadtteil im Frankfurter Rebstock anstelle des beidseitig der A5 geplanten Stadtteils im öffentlichen Diskurs stand, Felix Wiegand von der Arbeitsgruppe "Kritische Geographie" der Frankfurter Humangeographen sowie Prof. Dirk Löhr von der
Initiative „Grundsteuer: Zeitgemäß!“, die sich für eine Reform der jetzigen Grundsteuer hin zu einer Bodensteuer einsetzt.
Die in der Dokumentation konzis vorgestellten Thesen und Themen werden von den Diskutierenden aufgegriffen und vertieft. Hierbei soll vor allem eine Übertragung auf den Raum Frankfurt stattfinden und somit der lokale Bezug hergestellt werden.

Do 12.4.

Internationales Zentrum „Imperialismus und Weltmarkt. Neue politökonomische Analysen.“ Lesung und Diskussion mit Achim Szepanski (Non) und Micha Hintz (Karl-Marx-Buchhandlung) 19 Uhr

Sa 14.4.

Studierendenhaus (Mertonstr. 26, Frankfurt) Rundgang: Studierendenbewegung und Kritische Theorie 1968 in Frankfurt. 11 Uhr

1968 war Frankfurt eines der Zentren der Revolte, diesich hier vor allem rund um die Universität abspielte,aber mit den Betriebs- und Häuserkämpfen darüberhinaus ging. Anhand zentraler Orte soll mit demStadtspaziergang ein Eindruck über die Atmosphäreund den Verlauf der Proteste vermittelt werden. Vonder Rückkehr des Instituts für Sozialforschung, derAuseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus unddem Vietnamkrieg bis zur Zersplitterung in K-Gruppenund Spontis wird versucht, die Geschichte der „68er“spazierend zu erkunden.

Dauer des Rundgangs: ca. 2,5 Stunden

Wir bitten um Anmeldung: stadtrundgang@epn-hessen.de

max. Teilnehmer*innenzahl: 25-30 Personen

So 15.4.

Gutenbergdenkmal (Gutenbergplatz Mainz) 14 Uhr: Proletarischer Stadtrundgang.
Rudolf Rocker in Mainz. Rudolf Rocker, Buchbinder, Historiker und revolutionärer Gewerkschafter, ist ein Sohn der Stadt Mainz. Früh wandte er sich der Sozialdemokratie zu, doch gelangte bald an anarchistische Ideen und gehört damit wohl zu den ersten Anarchisten in Mainz. Auf dem Stadtrundgang werden Orte, die ihn beeinflussten und Wirkungsstätten seiner frühen Agitationsarbeit besucht. Bitte meldet euch, wenn möglich, vorab für den Stadtrundgang an: mainz@syndikalismusforschung.info

Mi 18.4.

Internationales Zentrum Unsere Erde - in Theorie, Beobachtungen und Projektionen, Thema: „Die Erwärmung unseres Planeten: Emissionen, Beobachtungen und Projektionen“ mit Jan Umsonst 18 Uhr

Fr 20.4.

Jugendkulturzentrum FORUM/Café, Neckarpromenade 46, 68167 Mannheim Vortrag: Unterstützt Rojava! 19:00

Der Arzt und Anarchist Michael Wilk war seit 2014 oft im umkämpften Nordsyrien (Rojava) und unterstützt dort die medizinische Versorgung. Er berichtet auch über die basisdemokratische Selbstverwaltung. Das Gesundheitssystem in der nordsyrischen Region Rojava (Westkurdistan) war schon während des Assad-Regimes generell unterversorgt. Durch den Bürgerkrieg verlor die Regierung schrittweise die Macht und wurde 2012 von der Bevölkerung vertrieben. Stattdessen wird eine basisdemokratische Selbstverwaltung in der Region

aufgebaut. Ein kostenfreies Medizinsystem wurde eingerichtet. Ärztliche Versorgung wird unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder Einkommen gewährt. Nach denselben basisdemokratischen Grundsätzen sind alle gesellschaftlichen Strukturen Rojavas organisiert. Frauen stellen eigene Komitees und sind mit 40 Prozent Quotierung auf allen sozialen Ebenen beteiligt.

Doch der syrische Bürgerkrieg, die Verteidigung gegen den Terror des Islamischen Staates (IS), das Embargo und die türkische Militäroffensive gegen die Region Rojava seit Januar 2018 stellen das basisdemokratische Gesundheitssystem vor fast unlösbare Aufgaben. Neben der medizinischen Regelversorgung erfordern die Kämpfe auch die Versorgung von zahlreichen verwundeten Kämpfer*innen und Flüchtlingen.

Sa 21.4.

Willy-Brandt-Platz (Eurozeichen am Willy-Brandt-Platz, Frankfurt) Eine Kritische Führung durch das Frankfurter Bankenviertel 11 Uhr

Der Rundgang ist ein Projekt ehemaliger und aktueller Praktikantinnen und Praktikanten des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac. Er verknüpft einen Spaziergang unter den beeindruckenden Bankentürmen der globalen Finanzmetropole Frankfurt mit einerkritischen Einführung in das Thema Finanzmärkte. Ineiner Mischung aus Mitmachelementen und kurzenVorträgen werden die folgenden Fragen behandelt:Was habe ich mit den Finanzmärkten zu tun? Wasmacht die Bank mit meinem Geld? Was passiert ander Börse? Was bedeutet Nahrungsmittelspekulation?

Was macht die EZB? Was heißt Bankenrettung?

Was machen Alternativbanken anders? Was ist die Finanztransaktionssteuer? Was kritisiert Attac am Wirtschaftssystem?

Der Rundgang richtet sich vor allem an Personen,die sich davor noch nicht explizit mit Finanzmärktenauseinandergesetzt haben. Vorwissen wird also nicht vorausgesetzt.

Dauer des Rundgangs: 2 - 2,5 Stunden

Wir bitten um Anmeldung: stadtrundgang@epn-hessen.de

max. Teilnehmer*innenzahl: 24 Personen

So 22.4.

Klapperfeld 17.00 Uhr: „Die Revolution in Nordsyrien und die Wiederentdeckung eines kämpferischen Internationalismus

Spätestens seit der Schlacht um Kobanê ist die demokratischeSelbstverwaltung in den kurdischen Gebieten Nordsyriens,besser bekannt unter dem Namen Rojava, ein wichtiger Bezugspunktinternationaler Solidarität für die hiesige Linke.Das auf einem weit verzweigten System von Kommunen, Räten undKooperativen errichtete demokratische System dort, ftihrteauch in den deutschen Debatten zu einer Rückbesinnung aufrätedemokratische Traditionen der Arbeiter*innenbewegung.

Im Februar 2017 reisten mehrere Redakteure der linksradikalen Online-Zeitschrift Lower Cass Magazine nach Syrien; sie werden von ihren Eindrücken und Erfahrungen aus Syrien hier berichten und diskutieren, was sich daraus an Anknüpfungspunkten für die hiesige Linke mitnehmen lässt. „

Mo 23.4.

Klapperfeld Finissage. Podiumsgespräch zu Kontinuitäten antirassistischer Kämpfe.

Di 24.4.

Raumstation Rödelheim DROOGS 99 ffm ultras präsentieren CINE REBELDE: Die guten Feinde - Mein Vater, die rote Kapelle & ich. Der Dokumentarfilm „Die guten Feinde - mein Vater, die Rote Kapelle und ich“ von Christian Weisenborn erzählt von dem Leben seines Vaters, Günter Weisenborn. Günter Weizenkorn war, während der NS Zeit, in der Widerstandsbewegung der Roten Kapelle aktiv und überlebte seine Haft nur knapp. Die Rote Kapelle war eine Widerstandsorganisation die Verfolgten des NS-Regimes half zu fliehen und die Bevölkerung über die Verbrechen der Nationalsozialisten aufklärte. Einlass 17:30 Uhr, Beginn 19:30 Uhr. Wie immer gibt´s leckere VoKü!

Mi 25.4.

Studierendenhaus (Campus Bockenheim) Plenum Solidarity City, 19 Uhr

Das Netzwerk Solidarity City orientiert sich am internationalen Netzwerk von Städten, die sich zu Zufluchtsstädten erklären. Ziel ist es, die Stadtverwaltungen zu verpflichten, die Abschiebung von Geflüchteten und Menschen ohne Papiere zu verhindern. Unter dem Stichwort “Recht auf Stadt“ fordern wir gleiche Lebensbedingungen für alle in der Stadt lebenden Menschen. Neueinsteiger*innen sind herzlich willkommen.

Do 26.4.

medico international (Lindleystraße 15, Frankfurt) „Deutsche Waffen für Autokraten in Nahost.“ Podiumsdiskussion mit Jan van Aken und Markus Bickel. 19 Uhr

Die vom deutschen Rüstungsunternehmen Rheinmetall geplante Panzerfabrik in der Türkei sorgt derzeit angesichts der militärischen Intervention der türkischen Armee im kurdischen Afrin in Nordsyrien für internationales Aufsehen. Neben der Türkei waren es 2017 vor allem vier arabische Staaten, die unter den Top Ten der Empfänger deutscher Rüstungsgüter weltweit standen. Allein für Algerien genehmigte der geheim tagende Bundessicherheitsrat vergangenes Jahr Militärmaterial in Höhe von 1,36 Milliarden Euro. An das Königshaus in Riad gingen Waffen und andere Rüstungsgüter im Wert einer Viertelmilliarde Euro, die Vereinigten Arabischen Emirate kauften für 213 Millionen und Ägypten für mehr als 700 Millionen Euro bei den deutschen Großbetrieben Rheinmetall, ThyssenKrupp Marine Systems, Diehl Defence und Krauss-Maffei Wegman ein.

Saudi-Arabien, die Emirate und Ägypten stehen an der Spitze der arabischen Militärallianz, die im Jemen seit 2015 für eine humanitäre Katastrophe sorgt: dort sind 20 von 27 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, sieben Millionen von Hungersnot bedroht und drei Millionen innerhalb des Landes auf der Flucht. Doch eine politische Lösung des Konflikts liegt sieben Jahren nach den Protesten in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa 2011 in weiter Ferne - auch, weil weiter kein kompletter Ausfuhrstopp für Waffen aus Deutschland an die Königshäuser am Golf und an das autoritäre Regime Abdel Fattah al-Sisis in Kairo verhängt wurde.

Jan van Aken war von 2009 bis 2017 Mitglied des Bundestags und zuletzt außenpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke. Der promovierte Biologe arbeitete unter anderem als Campaigner für Greenpeace und als Biowaffen-Inspektor bei den Vereinten Nationen in New York.

Markus Bickel ist Journalist und Autor von «Die Profiteure des Terrors - Wie Deutschland an Kriegen verdient und arabische Diktaturen stärkt» (Westend-Verlag). Von 2012 bis 2015 arbeitete er als Nahostkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Kairo.

Sa 28.4.

medico international (Lindleystraße 15, Frankfurt) „The Poetry Project: Unter den Trümmern des Kriege“ 19:00 Uhr. Jugendliche aus Afghanistan und Iran tragen eigene Gedichte vor über Todesangst, Sehnsucht und Fremdheit. Ilija Trojanow liest die deutschen Übersetzungen.

Seit ihrer Ankunft treffen sich allein nach Europa geflüchtete 14- bis 18jährige Jugendliche aus Afghanistan und Iran immer wieder mit ihren Poesie-MentorInnen in Berlin. Sie verfassen Verse über Todesangst, Fremdheit und Sehnsucht. Ihre Geschichten geben einen seltenen Einblick, wie sie den Krieg erleben und warum sie sich hierher, in die Bundesrepublik flüchteten, aber auch, wie sie die Deutschen sehen. Entstanden sind sehr persönliche Zeilen, die zeigen, dass unter den Trümmern des Krieges die poetische Seele einer Jahrhundertealten Hochkultur lebt, schön und unzerstört, auch in dieser jungen Generation.

Mit Jugendlichen aus Afghanistan und Iran und Ilija Trojanow

Initiiert wurde dieser Dialog in Gedichten von SPIEGEL-Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl.

Eine Kooperation mit The Poetry Project.

Treffpunkt Kindermuseum Frankfurt (An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Frankfurt) Kritischer Stadtrundgang: „Frankfurt’s Colonial Hangover“ 11 Uhr

Bei unserem Stadtrundgang geht es um eine kritischeAuseinandersetzung mit den lokalen Frankfurter Spurender deutschen Kolonialgeschichte. Wir besuchendabei verschiedene Stationen, an denen die (Nicht-)Aufarbeitung und (Nicht-)Erinnerung der deutschenGesellschaft mit ihrer Kolonialgeschichte exemplarischdargestellt werden kann. Wir thematisieren historischeund gegenwärtige Bezüge zum Kolonialen im Lokalen.Dies ist ein Versuch, die kolonialen Spuren in derdeutschen, hier Frankfurter, Gegenwart zu thematisierenund so ein Bewusstsein für in der kolonialenVergangenheit gewachsene, heute teilweise fortbestehende Machtasymmetrien zu gewinnen.

Triggerwarnung: Wir greifen auf kolonial aufgeladene und rassistische Bilder und Begriffe zurück, um deren Zusammenhänge und Fortbestehen kritisieren zu können.

Dauer des Rundgangs: ca. 2 Stunden

Wir bitten um Anmeldung: stadtrundgang@epn-hessen.de

max. Teilnehmer*innenanzahl: 25 Personen

Mo 30.4.

ExZess 19 Uhr: "Anarchism, Geography, and the Beauty of Hope"
Vortrag & Diskussion mit Simon Springer

Beschreibung:Anarchismus und Geographie? Das mag zunächst als nicht zusammengehörend erscheinen oder ungewohnt klingen, dabei reicht diese Verbindung auf bedeutende anarchistische Denker und Revolutionäre wie Elisée Reclus und Peter Kropotkin bis ins 19. Jahrhundert zurück. Gemeinsam mit Simon Springer möchten wir jedoch nicht nur darüber diskutieren welche Relevanz eine Wiederentdeckung dieser Tradition für die heutige Theoriebildung haben kann, sondern vor allem auch darüber welche Rückschlüsse sich aus solch einer Perspektive für eine politische Praxis ergeben. Simon Springer geht es dabei um eine Politik der Möglichkeiten und des möglich Machens im Hier und Jetzt. Eine anarchistische Geographie, die unsere gegenseitige Verbundenheit anerkennt und die Entwicklung gesellschaftlicher Beziehungen, aufbauend auf Empathie und Solidarität, in den Fokus politischer Praxis stellt. Denn aus dieser neuen Form der gelebten Kollektivität kann der Keim für eine bessere und gerechtere Welt entspringen.
Die Veranstaltung ist Bestandteil einer Vortrags-Tour durch Europa, die Simon Springer derzeit unternimmt, bevor er ab September die Stelle als Professor der Humangeographie an der Universität in Newcastle, Australien antreten wird. Er forscht unter anderem zum Verhältnis von Neoliberalismus und Gewalt mit besonderem Interesse für die Situation in Kambodscha. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Veranstalter: AK kritische Geographie Frankfurt

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