[politics]

Mi 1.11.

KoZ „Die Antiquiertheit des Sexus“ - Buchvorstellung mit Magnus Klaue (Leipzig) 19.30 Uhr

Do 2.11.

Bürgerhäuser Dreieich (Fichtestraße 50, 63303 Dreieich)

„Fässer ohne Boden. Atommüll-Kommission am Ende – Konflikte ungelöst“ Referent: Jochen Stay (.ausgestrahlt) Beginn: 19:30 Uhr - Veranstaltet von ByeByeBiblis Dreieich

Der Atomausstieg ist hierzulande zwar formal beschlossen – doch bis 2022 wird weiterhin Tag für Tag radioaktiver Abfall produziert, dessen Verbleib völlig ungeklärt ist. Wie es derzeit aussieht, ist Deutschland sogar noch auf Jahre hinaus zweitgrößter Atomstrom- und damit auch Atommüll-Produzent der EU. Die Projekte für tiefengeologische Atommüll-Lager wie Gorleben, Morsleben und Asse sind gescheitert. Im März 2017 beschloss der Bundestag ein neues Standortauswahlgesetz (StandAG), das Kriterien für die Suche nach einem langfristigen Lagerplatz für hochradioaktiven Müll festschreibt. Die Mängel in diesem Gesetz sind zahlreich. Die Chance auf einen Neuanfang mit echter Mitbestimmung für die betroffenen Bürger*innen wurde vertan. Wie lässt sich ein breiter gesellschaftlicher Diskurs dazu organisieren? Jochen Stay wird zu dieser und weiteren brennenden Fragen Stellung beziehen und diskutieren.

Fr 3.11.

ExZess 30. Jahrestag der Schüsse an der Startbahn West - Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Zeitzeugen (u.a. zu Aussageverweigerungskampagne). 20 Uhr

So 5.11.

Nirgendwo (Boppstr. 9, Mainz) (ab sofort regelmäßig an jedem 1. Sonntag im Monat) 17 Uhr. Anarchistischer Freundeskreis. Der anarchistische Freundeskreis ist ein monatliches Beisammensein von allen anarchistisch Interessierten, um sich kennenzulernen, zu vernetzen, auszutauschen und zu engagieren - unverbindlich und frei.

Di 7.11.

Offenes Haus der Kulturen Haymatloz – Exil in der Türkei. Film und Gespräch. 20.15 Uhr. Nach der Machtergreifung der Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Viele flüchteten in das unbekannte Exilland Türkei. Sie erhielten Schlüsselpositionen beim Aufbau der jungen Republik. Der Film begleitet die Nachkommen und untersucht ein vergessenes Kapitel deutsch-türkischer Geschichte. Im Anschluss Gespräch mit der Filmemacherin Eren Önsöz.

Mi 8.11.

KoZ 19:30 Uhr: „Wenn wir dich eliminieren, verlieren wir nichts“ Vortrag von Jan Rickermann (Bremen)

Amtsgericht Frankfurt (Main) (Gerichtsstraße 2) 9 Uhr

Prozess gegen Klima-Aktivist_innen wegen der Blockade des Sonderzugs „Train to Paris“ mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im Frankfurter Hauptbahnhof im November 2015. Der Zug mit Hendricks, Vertreter_innen von Umweltverbänden, der Grünen-Vorsitzende Simone Peter und Bahn-Vorstand Ronald Pofalla fuhr zu den Klimaverhandelungen in Paris. Drei der Aktivist*innen seilten sich von der Bahnhofswartungsbrücke auf das ICE Dach ab, zwei weitere Personen ketteten sich vor dem ICE an die Gleise. Der Zug nahm seine Reise mit einer zweieinhalbstündigen Verspätung wieder auf. Die Aktion war medial höchst erfolgreich und protestierte gegen die unverschämt schlechte deutsche Klimapolitik.

Blog: traintonowhere.blackblogs.org

So 12.11.

Gutenbergdenkmal (Gutenbergplatz in Mainz) 14 Uhr

Rudolf Rocker in Mainz: Heimat eines Revolutionärs

Der berühmte Theoretiker und Praktiker des Anarcho-Syndikalismus Rudolf Rocker ist ein Sohn der Stadt Mainz. Wie wurde er sozialisiert und politisiert? Welche Spuren hat er selbst in Mainz hinterlassen? Und warum ist er heute in seiner Heimat fast völlig vergessen? Anmeldung bitte unter mainz@syndikalismusforschung.info

Di 14.11.

Hafen2 „The Awakening“. Dokumentarfilm und Gespräch mit dem Regisseur und Aktivisten Kenan Emini. Beginn 19 Uhr.

Der Dokumentarfilm „The Awakening“ von Kenan Emini (Roma Antidiscrimination Network) zeigt Momentaufnahmen der politischen und sozialen Lage von Roma in Europa. Der Film ist eine Art Work in Progress und wird stetig verändert, um aktuellen Geschehnissen gerecht zu werden. Was sich nicht verändert, sind die grundlegenden Themen, die der Film behandelt: der Kampf der Roma fürs Bleiberecht, die Folgen für die von Abschiebung Betroffenen sowie der Rechtsruck in Europa.

Roma werden aufgrund ihrer marginalisierten Lebenssituation in Deutschland als „Wirtschaftsflüchtlinge“ stigmatisiert und rechtlich behandelt. Ihre Armut wird als selbstverschuldet wahrgenommen und damit Diskriminierung legitimiert. Dabei wird völlig verkannt, dass ihre sozioökonomische Situation die Folge von Krieg und anhaltender Ausgrenzung ist. Der Film zeigt auch, wie sich die Diskriminierung gegen Roma durch das zunehmende Erstarken rechter Bewegungen und Parteien in Europa verschärft und Roma immer wieder Ziel nationalistischer Angriffe und anderer Menschenrechtsverletzungen werden.

Für viele Roma gibt es in den ex-jugoslawischen Ländern keine Zukunft mehr. Diese Hintergründe zu kennen, ist wichtig, um die aktuelle Situation und die Kämpfe der Roma gegen Abschiebung hierzulande richtig einzuschätzen.

Im Mai 2016 protestierten in Berlin 50 Roma gegen ihre Abschiebung mit der Besetzung des Mahnmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti Europas. Deutschland hat nie seine historische Verantwortung für den Völkermord und seine Beteiligung am Kosovokrieg übernommen, indem es den Roma einen sicheren Aufenthalt gewährt hätte. Endlich ein Bleiberecht und gesellschaftliche Beteiligung zu erwirken – das gehört zu den wichtigsten Zielen von Roma-Initiativen wie alle bleiben!, deren Kämpfe im Film zu sehen sind.

In Kooperation mit dem Roma Antidiscrimination Network

Do 16.11.

AK44 Gießen um 19:00 Höhere Mächte, Unterwerfung und Emanzipation - Zur Aktualität von Religionskritik in Zeiten der Krise ein Vortrag mit anschließender Diskussion von Lothar Galow-Bergemann

Sa 18.11.

Kaisersack HBF Frankfurt Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Friedensbewegung beteiligt sich die Frankfurter Friedensbewegung mit einer Demonstration und Kundgebungen
am Samstag, den 18. November 2017 um 11.55 Uhr am Kaisersack (Hauptbahnhof) über die Friedensstraße – Zeil um14:30 Uhr Liebfrauenberg (Abschluss)

Mo 20.11.

Brotfabrik Nomaden in der Brotfabrik: Repair EU – Wie kann es ein soziales, demokratisches und humanitäres Europa geben? 20 Uhr

Diskussion mit Daniel Cohn-Bendit (ehem. EU-Parlament, Die Grünen), Sandra Seubert (Goethe-Universität), Jens Wissel (FH Frankfurt)

Die EU ist eines der kompliziertesten politischen Gebilde, das es je gegeben hat. Politiker/innen reden nicht gerne über sie, viele Menschen lehnen sie ganz ab. Zur Weiterentwicklung, zum „Reparieren“, braucht es politische Pläne und politische Akteure. Wie sehen solche Pläne aus und wer könnten die Akteure sein?

Di 21.11.

Infoladen Cronopios 19 Uhr: Buchvorstellung zu rechten Verlagen in Deutschland

Do 23.11.

AK44 Gießen um 20:00 Filmvorführung: „Der Dachdecker von Birkenau“ - In Johannes Kuhns Dokumentarfilm „Der Dachdecker von Birkenau” sucht der 89-jährige Zeitzeuge auch alle weiteren Konzentrationslager auf, in die er nach anderthalb Jahren Auschwitz verschleppt wurde: Stutthof, Hailfingen-Tailfingen, Dautmergen und das berüchtigte Lager Bergen-Belsen. Am Ort des DP-Lagers Feldafing schließlich wird eine schöne Erinnerung wach: die überraschende Begegnung mit seinem totgeglaubten Vater wenige Wochen nach der Befreiung.

An jeder der Stationen kommt der engagierte Protagonist mit Menschen vor Ort ins Gespräch und beweist, dass Hass dem einst Gehassten fremd ist. Mordechai Ciechanower beeindruckt durch eindringliche Schilderungen, seine Musikalität und – trotz allem, was er in seiner Jugend durchmachen musste – durch Optimismus und einen einzigartigen Humor.

Offenes Haus der Kulturen Horkheimers Geist - Übungen in Demokratie. Performative Audioinstallation (23./24./25./26. November)

Seit das Studierendenhaus vor 128 Semestern den Studierenden zur Selbstorganisation überlassen wurde, hat es sich zu einem Experimentierfeld für verschiedene Formen von Demokratie, künstlerischem Aufbruch und Revolte entwickelt. Die performative Audioinstallation sucht nach den möglichen Zukünften in der Vergangenheit. Interviews mit Zeitzeugen und Recherche historischen Materials öffnen eine subjektive Perspektive auf die Geschichte des Hauses. Die Zuschauer reisen durch Jahrzehnte, Geschichten, Situationen und Räume – auf der Suche nach kommender Demokratie. Anmeldung unter profikollektion.de

Fr 24.11.

Landeszentrale für politische Bildung (Mainz Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6) Peacebuilding in der Krise: Eine qualifiziertere Personalausbildung ist nötig. Referentin: Svenja Wolter, Zentrum für Konfliktforschung, Univ. Marburg. Veranst. der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main. www.dfg-vk-hessen.de

Di 28.11.

Institut für urbane Perspektive (Geleitstraße 78, Offenbach) Rote Hilfe Antirepressionsabend Offenbach, zusammen mit Out of Action. 19:30-21:00 Uhr

Mi 29.11.

Brotfabrik Politik im Foyer: Drei Syrer an meinem Esstisch 19 Uhr (Lesung)

Kerstin Platsch hat ein Jahr lang drei geflüchtete syrische Männer in Frankfurt begleitet und schreibt über ihre Erfahrungen – über lustige und traurige Erlebnisse, über Krieg und Flucht, und über Grenzen, bürokratische wie emotionale, an die alle immer wieder gestoßen sind. Das Buch ist ein persönlicher Bericht und zugleich ein Plädoyer für eine engagierte Zivilgesellschaft.

Einlass: 18.30 Uhr

Fr 1.12.

Mainz, Bürogemeinschaft (Walpodenstr. 10) Tag der Gefangenen für den Frieden. Die DFG-VK Mainz lädt dazu ein, Karten an Menschen zu schreiben, die in aller Welt wegen Kriegsdienstverweigerung oder Friedensaktivitäten inhaftiert sind. Mit Live-Musik, Filmen, Bildern, Speis und Trank. 19 Uhr. www.dfg-vk-mainz.de

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