[politics]

Fr 2.2.

Centro Rödelheim 19 Uhr | Rhythms of Gezi | Ein Film-und Diskussionsabend über die Gezi Proteste

Metzgerstraße Hanau 19.00 Uhr Kino Nr.8 präsentiert: „Das Gegenteil von Grau“

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen. Anschließend Diskussion mit einem der Filmmacher.

Di 6.2.

Festsaal Casino 823 (Campus Westend, Nina-Rubinstein-Weg 1, Frankfurt am Main) Jean Ziegler (UN-Menschenrechtsrat): „Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ im Gespräch mit Thomas Gebauer (medico international) 19:30 Uhr

Do 8.2.

AK44 Gießen 20.00 Uhr Vortrag von NSU-Watch Hessen

Der NSU-Prozess neigt sich dem Ende zu und auch der NSU Untersuchungsausschuss in Hessen hat seine Arbeit niedergelegt.

Damit die Mord- und Anschlagsreihe des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) nicht aus der öffentlichen Erinnerung verschwindet, werden wir in den nächsten Monaten verschiedene Veranstaltungen dazu organisieren und zu Tag-X nach München mobilisieren. Am Tag der Urteilsverkündung wird in München eine Kundgebung und Demonstration statt finden.

Der Vortrag von NSU-Watch Hessen wird sich zum einen mit dem NSU im Allgemeinen beschäftigen und im Speziellen auf den hessischen Untersuchungsausschuss und die zwei Morde die mit Hessen in Verbindung stehen eingehen.

Studierendenhaus Festsaal (Campus Bockenheim) 19 Uhr „zustand mittelmeer. berichte von den europäischen außengrenzen“

Während man sich in Deutschland darüber streitet, wie man das Grundrecht auf Asyl weiter einschränken kann und ansonsten nichts von der Lage draußen vor der eigenen „Haustür“ wissen möchte, verschärft sich die Situation von Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen Woche für Woche. Überfüllte Flüchtlingslager, unmenschliche Bedingungen, Hoffnungslosigkeit, Abschiebung in Krieg und Elend und jeden Monat hunderte Menschen, die bei dem Versuch ertrinken, ein sicheres und menschenwürdiges Leben zu erreichen.

Auf der Veranstaltung berichten Vertreter verschiedener Initiativen von der aktuellen Situation an einzelnen Brennpunkten entlang der europäischen Aussengrenzen und was sie ihr entgegenhalten, etwa vom No border kitchen auf Lesbos und von Cars of hope, die Hilfsaktionen für Flüchtlingscamps in Griechenland organisieren.

So 11.2.

Haus Mainusch 16 Uhr Vortrag: RECHTER LIFESTYLE (Hintergründe und Infos zu rechtem Lifestyle und Musik)

Mi 14.2.

Studierendenhaus (Campus Bockenheim) 19 Uhr Ein Planet erwärmt sich.

Emmissionen, Temperaturen, Auswirkungen und Projektionen.

Klimawandel einmal anders. Am Anfang des Vortrags von Jan Umsonst geht es um die Entwicklungen der einzelnen Treibhausgase und wie viel die Systeme der Erde davon jedes Jahr aufnehmen. Dann schauen wir, was sich überall auf unserem Planeten um wie viel erwärmt und wie die Lebenserhaltungssysteme der Erde darauf reagieren. Schließlich wird es um die derzeitigen Projektionen des Temperaturanstieges gehen und die Folgen, die für dieses Jahrhundert erwartet werden. Der Vortrag bewegt sich fern des öffentlichen Diskurses und gibt den Stand der Forschung wieder. Es wird Raum für Verständnisfragen und Diskussion geben.

Do 15.2.

medico international (Lindleystraße 15, Frankfurt) Ausstellungseröffnung: Behind Closed Doors. 18:00 Uhr. Ausstellung mit Fotografien von Geflüchteten im Libanon.

Ab 19:00 Uhr „Stadt der Zukunft. Stadt für alle?“

Was hält unsere Gesellschaft zusammen und was macht sie zukunftsfähig? Wie lassen sich Chancengleichheit und Teilhabe in einer Kommune am besten erreichen? Was müssen Politik und Verwaltung tun, was können wir tun?

Erstmals hat über die Hälfte der Bürger*innen einer deutschen Großstadt einen Migrationshintergrund. Dabei überlagern sich in Frankfurt eine Vielzahl sozialer Lagen, Berufswege, Biographien und Zugehörigkeitsgefühle. Permanenter Wandel und Mobilität prägen die Stadt, die Menschen und ihren Alltag genauso wie Traditionen und Beständigkeit. Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Diversität werden Stadtentwicklung und Integration aller Bewohner*innen zu den zentralen Zukunftsaufgaben Frankfurts.

Was hält unsere Gesellschaft zusammen und was macht sie zukunftsfähig? Wie lassen sich Chancengleichheit und Teilhabe in einer Kommune am besten erreichen? Was müssen Politik und Verwaltung tun und was können wir tun, damit Frankfurt als persönlicher Ort von jedem Menschen erlebt und mitgestaltet werden kann?

Es diskutieren:

Sylvia Weber (Dezernentin für Integration und Bildung, Stadt Frankfurt)

Mike Josef (Dezernent für Planen und Wohnen, Stadt Frankfurt)

Janika Kuge (Humangeographin & Solidarity City, Freiburg)

Sebastian Schipper (Stadtforscher, Uni Frankfurt)

Moderation: Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau)

Eine Veranstaltung von medico international in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm, Offenes Haus der Kulturen e.V. und AK Kritische Geographie im Rahmen der Reihe „Solidarität - Stadt - Frankfurt“.

Mi 21.2.

Café KoZ 21 Uhr / Grand Hotel Abgrund – 65 Jahre Studierendenhaus

Wo heute das Studierendenhaus in seiner ganzen Pracht erstrahlt, häuften sich einst Trümmer. Als die von solidarischen jungen Leuten aus ganz Europa erstmal weggekarrt waren, da stand es auf. Aus Ruinen. Gegen alle Wahrscheinlichkeit. Erst noch ein wenig schüchtern, aber doch mit kokettem Charme. Und Erstaunliches geschah: das Ding steht immer noch! Recht rüstig sogar. Fast vergessen, dass es vor zehn Jahren bereits dem Abriss geweiht war, wird das Studierendenhaus heute stolze 65 Lenze alt! Das sollte gefeiert werden. Mindestens mal mit einer angemessenen Geburtstagstorte, ein paar hübschen Worten und einem inbrünstigen Ständchen. Irgendwas wird uns schon einfallen. Auf die kommenden 65 Jahre!

IZ (Internationales Zentrum)/ Vortrag& VoKü: 18.00 -20.00 Uhr: Start der Vortragsreihe „Unsere Erde - in Theorie, Beobachtungen und Projektionen“

Am ersten Themenabend wird ein grundlegendes Verständnis über die Erde als Lebenserhaltungssystem gesehen vermittelt. Darüber hinaus wird anhand von globalen Kennzahlen die Dimension unseres Einflusses aufgezeigt. Am Ende wird die Theorie der „Planetaren Grenzen“ vorgestellt und welche Grenzen wir schon überschritten haben.

Die Vortragsreihe findet in 10 Teilen nun monatlich statt und beschäftigt sich mit dem Einfluss der Menschheit auf das Erd-System und was wir dieses Jahrhundert erwarten können, falls die ökonomischen und politischen Verhältnisse bestehen bleiben. & ab 20.00 Uhr: Barabend mit VoKü

Bibliothek der Generationen (Historisches Museum, Saalhof 1, Frankfurt)

Podiumsdiskussion: „Wozu erinnern? Zwischen individueller und gesellschaftlicher Aufarbeitung“

18:30 Uhr

Kriegsopfer in Afghanistan und Inhaftierte im KZ-Außenlager Walldorf. Funktionen des Erinnerns in der transnationalen Gesellschaft, die von der rein privaten Verarbeitung von Erlebnissen bis zum politischen Einsatz reichen.

Thomas Seibert betreut für medico ein Erinnerungsprojekt mit Angehörigen von Kriegsopfern in Afghanistan. Aus Erinnerungsstücken an die Verstorbenen stellen sie „Memory Boxes“ zusammen. Das von der Afghanistan Human Rights and Democracy Organisation (AHRDO) getragene Projekt hat das Ziel, den Aufbau einer demokratischen Zivilgesellschaft zu unterstützen.

Cornelia Rühlig, Leiterin der Museums Walldorf-Mörfelden und Autorin der Bibliothek der Generationen, machte es sich zur Aufgabe, die Geschichte des KZ-Außenlagers Walldorf aufzuarbeiten und die Erinnerungen der damals dort inhaftieren Frauen festzuhalten, um ihnen so wenigstens späte Gerechtigkeit zukommen zu lassen.

Nach der Präsentation der beiden Projekte diskutieren die beiden ReferentInnen aus ihrer jeweiligen Perspektive über Funktionen des Erinnerns in der transnationalen Gesellschaft, die von der rein privaten Verarbeitung von Erlebnissen bis zum politischen Einsatz reichen.

Es diskutieren:

Cornelia Rühlig (Museum Mörfelden-Walldorf)

Thomas Seibert (medico international)

Moderation: Angela Jannelli (Bibliothek der Generationen)

Eine Kooperation mit der Afghanistan Human Rights and Democracy Organisation (AHRDO) und der Bibliothek der Generationen im Historischen Museum Frankfurt.

Do 22.2.

Festsaal im Studierendenhaus Bockenheim (Frankfurt am Main) 19:30

REWAN – Kurdische Frauenrechtsktivistinnen aus dem Nord-Irak berichten

Viele Frauen und Mädchen im Irak und in Südkurdistan erlitten und erleiden Verletzungen ihrer grundlegenden Würde und erfahren seit Jahrzehnten verschiedene Formen von Gewalt innerhalb fest verankerter patriachaler Machtverhältnisse der irakischen wie kurdischen Gesellschaft, ebenso durch bewaffnete Konflikte, insbesondere unter der terroristischen Gruppe Daesh (sog. IS).

Kürzlich versuchten konservative religiöse Politiker im irakischen Parlament eine Änderung des Personenstandgesetzes durchzusetzen, wonach u.a. das Ehefähigkeitsalter der Mädchen von derzeit 18 auf 9 Jahre herabgesetzt werden sollte. Durch den vielschichtigen Protest von Frauenrechtler*innen und Aktivist*innen konnte der Beschluss über das Gesetz vorläufig abgewendet werden. Sie arbeiten nun an einem Gesetzesentwurf gegen häusliche Gewalt. In der kurdischen Autonomieregion hingegen führten Frauenrechtskämpfe bereits zur Verabschiedung eines Gesetzes zum Verbot der Vielehe und Vergewaltigung

in der Ehe.

Die Frauen der Organisation Rewan werden über ihre Kämpfe und die Situation in Südkurdistan und dem Irak berichten - Was sind Perspektiven, Schwierigkeiten und Erfolge? Wie können sich Menschen hier solidarisch zeigen und welche politischen Überschneidungen und Unterschiede gibt es?

Rewan ist seit 1997 im autonomen kurdischen Gebiet (Nordirak) aktiv im Kampf gegen Gewalt an Frauen und für deren Selbstbestimmung. Zu ihren Arbeitsbereichen zählen Dokumentation von und psychologische sowie rechtliche Beratung für Frauen und Mädchen, die von häuslicher, sexualisierter Gewalt, Genitalverstümmelung (FGM - Female Genital Mutilation), Vielehe, Kinderehe, Frauenmorden und Frauenverbrennung bedroht und / oder betroffenen sind. Mit ihrem Schwerpunkt auf Medienarbeit ermutigen sie Frauen, sich gesellschaftlichen Einfluss und Anerkennung zu erkämpfen, ihre eigenen gesellschaftlichen Visionen zu entwickeln und zu verwirklichen ohne sich darin den Männern zu verpflichten.

Die Aktivistinnen reisen an, um Öffentlichkeit für die Lage der kurdischen Frauen zu schaffen, wünschen sich solidarischen Austausch und hoffen auf Vernetzung. Wir wollen während dieser Veranstaltung von den Freundinnen lernen, herausfinden was uns verbindet und wie wir ihre Arbeit unterstützen können. Der Eintritt ist kostenlos. Spenden für die Unterstützung der Organisation sind erwünscht.

Unterstützt von: medico International, Haukari, Autonome Frauen*Lesben-Referat, my body my choice - our*riot our*voice - bündnis 8. märz ffm

Fr 23.2.

Infoladen Cronopios 16:30 „Platzgeschichten - Verdrängung sichtbar machen“

Karten machen, Geschichten teilen: jeden letzten Freitag im Monat machen wir unsere eigenen Stadtkarten der Gentrifizierung. Du hast Geschichten aus deinem Viertel zu erzählen, bist von Verdrängung betroffen oder einfach nur neugierig? Komm vorbei, kartographiere mit. Denn alle haben ein Recht die Stadt mitzugestalten. Aus den Anti-Gentrifizierungs-Karten machen wir am Ende des Jahres eine Ausstellung.

So 25.2.

Infoladen Cronopios 18:00 „Vortrag: Sexismus in Kitas“

vorschau

Do 1.3.

medico international (Lindleystraße 15, Frankfurt) 50 Jahre „Recht auf Stadt“ (1968) 19:30 Uhr

Henri Lefebvres Grundlagenwerk über die moderne Stadt revisited. Inwiefern verfügt die Stadt heute über Potenzial, das zu einer emanzipierten urbanen Gesellschaft führen kann?

Allerorten wird in den letzten Jahren ein »Recht auf Stadt« eingefordert. Weltweit kämpfen soziale Protestbewegungen damit gegen Gentrifizierung und für die Rechte von Geflüchteten im urbanen Raum. Viele beziehen sich auf das Grundlagenwerk des französischen Soziologen und Philosophen Henri Lefebvre von 1968, das nun zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegt.

„Recht auf Stadt“ ist mehr als die individuelle Freiheit, auf städtische Ressourcen zugreifen zu können. Es ist das Recht auf ein erneuertes urbanes Leben. Inwiefern die Stadt heute über Potenzial verfügt, das zu einer emanzipierten urbanen Gesellschaft führen kann und wie es um das gesamtgesellschaftliche Anrecht auf Begegnung, Teilhabe, Austausch in der Stadt steht, wird Gegenstand der Diskussion sein.

Es lesen und diskutieren:

Niels Boeing (Journalist und Stadtaktivist, Hamburg)

Hanna Mittelstädt (Edition Nautilus, Hamburg)

Klaus Ronneberger (Stadtsoziologe, Frankfurt am Main)

Thomas Seibert (medico international)

Eine Kooperation mit Edition Nautilus sowie mit dem Künstlerhaus Mousonturm, Solidarity City Frankfurt, Offenes Haus der Kulturen e.V. und AK Kritische Geographie im Rahmen der Reihe „Solidarität - Stadt - Frankfurt“

zum Seitenanfang