[politics]

Mo 3.4.

Hausprojekt NiKa (Niddastraße 57, Frankfurt) Gemeinschaftlich wohnen oder geht noch mehr? Ein Praxisbericht. 20 Uhr.

In der Kommune Niederkaufungen in Nordhessen leben zurzeit 80 Menschen. Ihre erklärtes Ziel ist es, eine solidarische und ökologische Form des Wohnens und Arbeitens ohne Hierarchien aufzubauen. In ihrem Impuls werden zwei Kommunard*innen über die Grundsätze der Kommune-Idee referieren und Einblicke in den Alltag des Kommunelebens geben.

Die Niddastraße 57 im Frankfurter Bahnhofsviertel wird zum selbstverwalteten und unverkäuflichen Hausprojekt - Jetzt informieren unter www.nika.haus.

Di 4.4.

Julius-Lehlbach-Haus Mainz (Kaiserstr. 26-30) Rüstungswettlauf und Kriegsgefahr: Was können die Ostermärsche bewirken? 18.30 U. Mit Gernot Lennert, Ostermarschkreis Mainz-Wiesbaden & DFG-VK; Heshmat Tavakoli, Ostermarschkreis Mainz-Wiesbaden & Linkswärts. Veranst.: DGB Stadtverband Mainz, Ostermarschkreis Mainz-Wiesbaden www.dfg-vk-mainz.de

Do 6.4.

Rathaus Kassel „Kein nächstes Opfer!“ Demonstration und Gedenkveranstaltung in Kassel anlässlich des 11. Todestages von Halit Yozgat im Vorfeld des NSU-Tribunals. Beginn ab 13 Uhr. Gemeinsame Zug-Anfahrt (RB) aus Frankfurt: Treffpunkt um 10h an Gleis 15, Hauptbahnhof

www.nsu-tribunal.de

Sa 8.4.

Türk Halkevi (Türkisches Volkshaus e.V., Werrastr. 25, Frankfurt) Diskussion/Vortrag „Die Türkei vor dem Referendum – Auf dem Weg in die Diktatur?“ 17:00 - 19:00 Uhr. Eine Podiumsdiskussiom mit Gökhan Biçici (Journalist, Istanbul) und Hilmi Tozan, Vertreter der „Nein-Kampagne-Frankfurt“

Di 11.4.

Klapperfeld Kollabiert Chinas autoritärer Kapitalismus? 19:30 Uhr

Das Getöse um Chinas außenpolitische Ambitionen in Asien und der Welt und eine mögliche Konfrontation mit dem neuen US-Regime übertönt derzeit den Lärm, der von den Klassenauseinandersetzungen in China selbst ausgeht. Die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas ist längst nicht so stabil, wie sie selbst es gerne darstellt. Die globale Krise hat das wirtschaftliche Wachstum einbrechen und die Schulden steigen lassen. Umweltkatastrophen häufen sich. Interne Machtkämpfe in der Partei drohen zu eskalieren. Proteste und Streiks setzen ihr zu und zwingen sie zu Zugeständnissen. Wird die Partei (wieder) die Kurve kriegen und ihre Herrschaft stabilisieren können? Oder droht ein Crash, der nicht nur in China die Verhältnisse zum Tanzen bringen kann? Welche Rolle spielen die gegenwärtigen Arbeiter*innenkämpfe?

Ralf Ruckus untersucht u.a. Klassenzusammensetzung und Geschlechterverhältnisse in China sowie Chinas veränderte Rolle im kapitalistischen Weltsystem. Er schreibt u.a. für http://www.gongchao.org und https://sozialgeschichteonline.wordpress.com. Zuletzt veröffentlichte er Bücher von Pun Ngai u.a., iSlaves. Ausbeutung und Widerstand in Chinas Foxconn-Fabriken (2013) und von Hao Ren u.a., Streiks im Perlflussdelta. ArbeiterInnenwiderstand in Chinas Weltmarktfabriken (2014).

Sa 15.4.

Mainz Hbf Mainz-Wiesbadener Ostermarsch: Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt! 10.30 h. www.dfg-vk-mainz.de

Di 18.4.

Schauspiel Frankfurt (Neue Mainzer Straße 17, Frankfurt) NSU-Komplex auflösen! Dokumentartheater und Diskussion. 19 Uhr. Programm: Szenen aus „NSU Monologe“, Bühne für Menschenrechte (Berlin)

Der NSU ist Teil einer Geschichte des Rassismus in Deutschland. Wenn heute Migrant*innen und Geflüchtete angegriffen und ausgegrenzt werden, stellt sich die Frage, was wir 5 Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds gelernt haben.

Ende Februar 2017 stellte eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats fest, dass Deutschland ein gravierendes Problem mit institutionellem Rassismus habe. Eine Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen in Behörden und bei der Polizei, am Arbeitsmarkt, in den Medien und im Alltag fordern Initiativen betroffener Menschen schon seit Jahren – finden in der breiten Öffentlichkeit aber nur wenig Gehör.

Szenen aus „Die NSU-Monologe“ der Bühne Für Menschenrechtee erzählen die Geschichte der Familie von Halit Yozgat, der am 6. April 2006 in Kassel vom NSU ermordet wurde. Sie geben Impulse für die anschließende Diskussion: Wie lauten die Forderungen von Betroffenen? Wie lässt sich institutioneller Rassismus in Deutschland fassen? Was kann dagegen getan werden?

Podiumsdiskusssion mit: Ayse Güleç (Initiative 6. April, Tribunal „NSU-Komplex auflösen“) Olivia Sarma (response. Beratung für Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt / Bildungsstätte Anne Frank) Tahir Della (Bundesvorstand, ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen

in Deutschland) Canan Topçu (Journalistin, Neue Deutsche Medienmacher). Moderation: Hadija Haruna, Hessischer Rundfunk

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Es wird Flüsterübersetzungen in Englisch und Türkisch geben.

Do 20.4.

Theater Landungsbrücken (Gutleutstraße 294, Frankfurt)
MAN WIRD JA NOCH MAL SAGEN DÜRFEN.
Zur Aktualität von NS-Begriffen im gegenwärtigen politischen Diskurs. Kurzvortrag & Podiumsdiskussion mit Sylvia Necker und Maximilian Pichl.
Ablauf:
19:30-19:50 Kurzvortrag Vortrag Sylvia Necker zur aktuellen Verwendung von NS-Begriffen
20:00-21:30 SIE HEIL Hitler wie sie keiner kennt.
21:45-22:30 Diskussion Sylvia Necker und Maxi Pichl, Moderation: Linus Koenig
Mittlerweile kursieren NS-Begriffe im aktuellen politischen Diskurs, ohne daß dies in jedem Fall auf Widerstand stößt. Stattdessen steht zu befürchten, dass Begriffe wie „völkisch“ salonfähig werden bzw. schon längst sind und alte Kampfbegriffe wie „Lügenpresse“ zu neuen werden. Die Historikerin Sylvia Necker hat die Produktion „SIE HEIL“ beratend begleitend und zeigt in einem Kurz-Vortrag „Man wird ja noch mal sagen dürfen“ Beispiele für die Verwendung von NS-Sprache in aktuellen Diskussionen. Im Anschluss auf die Aufführung von „SIE HEIL. Hitler wie sie keiner kennt“, diskutieren Sylvia Necker und Maximilian Pichl über Parteiprogramme, Slogans, politische Kommunikation und Sprachstrategien von AfD, Pegida und anderen rechten Bewegungen in der Bundesrepublik. Die Diskussion moderiert Linus Koenig.
Dr. Sylvia Necker ist Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Dokumentation Obersalzberg / Institut für Zeitgeschichte München–Berlin.
Maximilian Pichl ist rechtspolitischer Referent bei Pro Asyl und promoviert an der Goethe-Universität Frankfurt/Main über den NSU-Komplex.

Sa 22.4.

Frankfurt Innenstadt 11 Uhr (Treffpunkt unter http://stadtrundgang.epn-hessen.de/)

Perspektivwechsel – Reihe kritischer Stadtrundgänge in Frankfurt. Thema Heute: „Bleiberechts Rundgang“

Im zweiten Jahr nun wollen wir mit unserer Reihe kritischer Stadtrundgänge Fragen aufwerfen und zum Perspektivwechsel einladen. Spazierend treten wir von gewohnten Sichtweisen zurück, stellen diese auf den Kopf und und betrachten dann das Ver-rückte neu. Wir eignen uns unsere Stadt an, erfahren Hintergründe und entwickeln gemeinsam Perspektiven Stadt zu gestalten:

Vom Banken- zum Bahnhofsviertel, der Europaallee zum Gallus oder von der Konsti zum Klapperfeld - Frankfurt ist eine Stadt der Kontraste. Die Mainmetropole und die ganze Region befinden sich im permanenten Wandel. Als Wirtschafts-, Finanz- und Verkehrszentrum unterliegt die Stadt besonderen Dynamiken, die wiederum vielfältige gesellschaftliche Auseinandersetzungen hervorbringen. Doch was passiert genau? - In einzelnen Politikfeldern, in den Stadtteilen, in unserem Alltag? Wem gehört die Stadt und wer und was treibt deren Veränderung voran?

Mit dem Blick in die Vergangenheit lernen wir für die Gegenwart. Wir erfahren die Lebensgeschichten Frankfurter FeministInnen, beschäftigen uns mit dem kolonialen Erbe in der Stadt und der Studierendenbewegung der 60er und 70er Jahre. Weitere Rundgänge widmen sich drängenden Fragen von heute: Wie sind die Lebensumstände geflüchteter Menschen in der Region und darüber hinaus? Wie steht es um Gentrifizierung und Verdrängung vor Ort und was kann dagegen unternommen werden? Was passiert eigentlich am Finanzplatz Frankfurt und wie sind die „global City“ und ihre BewohnerInnen in Globalisierungsprozesse eingebunden? Und schließlich: Welche individuellen und kollektiven Strategien gibt es um eine wirklich nachhaltige Entwicklung vor Ort zu begünstigen?

Auf zu den Neuentdeckungen vor unseren Haustüren. Seid dabei und bringt FreundInnen und NachbarInnen mit, denn Stadt, das sind wir alle!

Di 25.4.

DGB-Gewerkschaftshaus (Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt) „Präsidialsystem in der Türkei & Konflikte in Deutschland“ Podiumsdiskussion im Rahmen der RLS-Speakerstour mit Hatip Dicle, kurdischer Politiker und der Gewerkschafterin Sakine Yilmaz. Beginn 19 Uhr. Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Mi 26.4.

DGB Gewerkschaftshaus (Wilhelm-Leuschner-Straße 69 Frankfurt) 19 - 22h.
Vortrag & Diskussion: Donald Trump – ein neuer Führer für das großartigste Volk der Welt; – ein Staatsmann und seine Mission: „Make America great again!"
Referent: Joseph Patrick, Redaktion GegenStandpunkt
Donald Trump – da ist man sich hier in Europa sicher – ist eine unmögliche Figur: ein frauenverachtender Widerling, fürchterlicher Angeber und Phrasendrescher, der vom amerikanischen Volk glatt in das Amt des Präsidenten gewählt worden ist. Sein Erfolg wirft kein so gutes Licht auf die demokratische Reife seiner Landsleute, denn – auch da ist man sich sicher – sie sind mehrheitlich auf einen Populisten und Lügner hereingefallen, der von sich behauptet, ein Mann des Volkes zu sein.
Das sollte man nicht als Lüge abtun; denn so entgeht einem gründlich, was für ein furchtbar abstraktes Kollektiv das Volk der hard-working Americans offenbar tatsächlich ist, wenn in ihm der Multimilliardär und der verarmte Bewohner des Rust Belt zusammen nden.
Einmal ins Amt gekommen, ndet die zivilisierte Welt den neuen Präsidenten nicht weniger unmöglich:
Dort bestätigt er seinen Ruf als Egomane, der mit einer Mischung aus Rücksichtslosigkeit und Ahnungslosigkeit viel diplomatisches und politisches Porzellan zertrümmert und sich mit praktisch allen Institutionen des US-Staates anlegt. Eine einzige Verfehlung und Beschädigung des hohen Amtes also, das er nun mal innehat.
Doch wenn der mächtigste Mann der Welt sich gemäß seines anspruchsvollen Auftrags „to make America great again!“ ans Werk macht und sich nicht scheut, die Macht seines Amtes einzusetzen, um das Land gehörig umzukrempeln – dann fragt sich schon, wer da weltfremd ist: Der Umstürzler im Oval Of ce oder die klugen Leute, die ihn als Großmaul abtun. Der Mann hat ein Programm und eine Mission. Die zu erklären, wird schon nicht auf eine Liebeserklärung an den neuen POTUS hinauslaufen.
Mehr Informationen:
https://www.facebook.com/farbeROT
https://www.farberot.de

Do 27.4.

Stern e.V. Vortrag „Utopie“ - ab 19.00 Uhr - Eine Veranstaltung der „Interventionistischen Linken Aschaffenburg“

Kritik an den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen ist das Kerngeschäft einer emanzipatorischen Linken. Zugleich verweist jede grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem was nicht mehr sein soll, auf etwas, das noch nicht ist. Wie lässt sich über dieses Utopische, das mögliche „Noch-Nicht“ (Bloch) nach- bzw. vorausdenken?

Zunächst sind Utopien stets nur Leitbild ihrer Zeit, kein Abbild der Zukunft. Im Vortrag soll es daher zum einen um den Wandel des Utopiebegriffs in den letzten 500 Jahren seit der „Utopia“ (Morus) gehen. Zum anderen wird nach den Funktionen utopischen Denkens als Ausdruck von Kritik und Bestrebungen, als Möglichkeitssinn und Motivation gefragt.

Wofür brauchen wir Utopien? Über diese und andere Fragen wird an diesem Abend vorgetragen und beraten werden. Es spricht Dr. Alexander Neupert-Doppler. Er ist Autor der Bücher „Staatsfetischismus“ (2013) und „Utopie“ (2015) und arbeitet zur Zeit als Bildungsreferent für die Sozialistische Jugend / Die Falken in Hannover.

Fr 28.4.

Stern e.V. Film „ Beyond the red Lines“ ab 20.15 Uhr, Eintritt frei. Im Rahmen ihrer Filmreihe GESELLSCHAFT - MACHT - VERÄNDERUNG zeigt die „Interventionistische Linke Aschaffenburg“ den Dokumentarfilm „Beyond the red lines“ der verschiedene Kämpfe für Klimagerechtigkeit vorstellt. Filmstart ist pünktlich um 20:15 Uhr. Danach Kneipenabend bis tief in die Nacht.

Sa 29.4.

Frankfurt Innenstadt 11 Uhr (Treffpunkt unter http://stadtrundgang.epn-hessen.de/)

Perspektivwechsel – Reihe kritischer Stadtrundgänge in Frankfurt. Thema Heute: „Finanzkritischer Stadtrundgang“

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